
Hassett: Iran-Krieg vorzeitig beendet, US-Wirtschaft robust trotz Ölmarkt-Störungen
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Der Direktor des National Economic Council, Kevin Hassett, äußerte sich am 15. März 2026 in einem Interview mit Margaret Brennan zu den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges. Er prognostizierte ein baldiges Ende des Konflikts und betonte die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft gegenüber den Störungen im globalen Ölmarkt.
Aktuelle Lage im Iran-Krieg und wirtschaftliche Auswirkungen
Laut Kevin Hassett, dem obersten Wirtschaftsberater von Präsident Trump, wird die Mission im Iran-Krieg voraussichtlich vier bis sechs Wochen dauern. Er erklärte, dass das Verteidigungsministerium davon ausgehe, dem Zeitplan voraus zu sein, da der Konflikt bereits einige Wochen andauere. Der Präsident werde entscheiden, wann die Ziele erreicht sind, wobei bereits die Marine und Luftwaffe des Gegners zerstört worden seien.
Hassett erwartet, dass die Weltwirtschaft nach Beendigung des Konflikts einen "großen positiven Schock" erleben wird. Er wies darauf hin, dass die iranische Regierung ihr Land wirtschaftlich ruiniert habe, indem sie von der 17. größten Volkswirtschaft der Welt in den 1970er Jahren auf Platz 50 abgerutscht sei.
Ölmarkt und die Hormusstraße unter Druck
Die Internationale Energieagentur (IEA) bezeichnete die aktuelle Situation als die größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes. Die Spotpreise für Benzin sind seit Beginn des Konflikts um mehr als 20 Prozent gestiegen, und auch die Flugkraftstoffpreise haben zu schnellen Ticketpreiserhöhungen bei Fluggesellschaften geführt, wie der CEO von United Airlines bestätigte.
Trotz dieser Entwicklungen zeigen die Futures-Märkte für Öl eine Erwartung eines "sehr, sehr schnellen Endes der Situation" und "viel, viel niedrigerer Preise". Hassett betonte, dass die USA im Gegensatz zu den 1970er Jahren heute viel Öl produzieren und daher in einer "sehr starken Position" seien, um wirtschaftlichen Schaden durch iranische Aktionen abzuwenden. Präsident Trump fordert andere Länder auf, Schiffe zum Schutz der Straße von Hormus zu entsenden.
Maßnahmen zur Stabilisierung der Versorgung
Die US-Regierung hat jahrzehntelang Studien zu Ölversorgungsstörungen durchgeführt und verfügt über Pläne, um die Auswirkungen zu minimieren. Kevin Hassett selbst erhielt als Chairman des Council of Economic Advisers eine seiner ersten Aufgaben von General Mattis, die Folgen von Ölversorgungsstörungen zu untersuchen. Er nannte konkrete Schritte, die bereits eingeleitet oder in Betracht gezogen werden.
Dazu gehören:
- Erhöhung der Genehmigungen für Ölimporte aus Venezuela.
- Sicherstellung neuer Düngemittelquellen aus Marokko und Venezuela für die Landwirtschaft.
- Diskussionen zur Erleichterung des Transports von Flugkraftstoff von der Golfküste der USA zur Westküste, um Engpässe bei aus Asien stammendem Flugkraftstoff zu vermeiden.
Kosten des Konflikts und langfristige Prognosen
Die Kosten des Iran-Krieges wurden vom Pentagon auf etwa 11,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Kevin Hassett bestätigte, dass ihm die Zahl von 12 Milliarden US-Dollar als bisher ausgegeben mitgeteilt wurde. Er ist der Ansicht, dass die Regierung derzeit über die notwendigen Mittel verfügt und nicht unbedingt zusätzliche Gelder vom Kongress beantragen muss; Russ Vought und das OMB werden dies prüfen.
Hassett prognostizierte, dass die Futures-Märkte für Öl langfristig auf 60 US-Dollar und sogar unter 50 US-Dollar fallen könnten. Dies basiere auf der Erwartung eines Booms in der Öl- und Industrieproduktion, sobald Iran seine "destruktive terroristische Rolle im Nahen Osten" einstelle.