Hawaii: Dammbruchgefahr auf Oahu – Tausende evakuiert nach Starkregen

Hawaii: Dammbruchgefahr auf Oahu – Tausende evakuiert nach Starkregen

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Starke Regenfälle haben auf der hawaiianischen Insel Oahu zu gefährlichen Überschwemmungen geführt und Evakuierungen ausgelöst. Besonders kritisch ist die Lage am 120 Jahre alten Wahiawa-Damm, für den eine unmittelbare Bruchgefahr besteht. Tausende Bewohner der Nordküste sind betroffen, während Notfallkräfte im Dauereinsatz sind.

Dammbruchgefahr auf Oahu

Die Insel Oahu in Hawaii wird von schweren Regenfällen heimgesucht, die innerhalb einer Woche zum zweiten Mal zu erheblichen Überschwemmungen führen. Am frühen Freitagmorgen Ortszeit wurde eine Evakuierungsanordnung für die Gebiete Haleiwa und Waialua, einschließlich der Bereiche nahe des Wahiawa-Damms, erlassen. Das Oahu Emergency Management warnte, dass der Damm "jederzeit einstürzen oder brechen könnte".

Der 120 Jahre alte Wahiawa-Damm ist laut Oahu Emergency Management "nicht gebrochen, aber in unmittelbarer Gefahr eines Versagens". Die Behörde warnte vor dem "Potenzial für lebensbedrohliche Überschwemmungen und katastrophale Mengen schnell fließenden Wassers in den stromabwärts gelegenen Gebieten". Molly Pierce, Sprecherin des Honolulu Department of Emergency Management, bestätigte, dass das Wasser aktiv über den Überlauf läuft und die Evakuierungsanordnung über 4.000 Menschen betrifft. Der Nationale Wetterdienst in Honolulu hat am 20. März 2026 eine Sturzflutwarnung für den Kaukonahua Stream unterhalb des Wahiawa-Damms auf Oahu, Hawaii, herausgegeben, da ein Dammbruch droht.

Katastrophale Auswirkungen der Regenfälle

Die schlammigen Fluten haben Straßen überflutet, Häuser von ihren Fundamenten gerissen und Fahrzeuge verschluckt. Berichte über weggeschwemmte Häuser liegen vor, die genaue Anzahl ist jedoch noch unklar, wie Ian Scheuring, Sprecher für Honolulu, mitteilte. Die Überschwemmungen haben den Zugang zu und von Haleiwa abgeschnitten, und weitreichende Überflutungen von Straßen und tiefer gelegenen Gebieten halten an.

Der Nationale Wetterdienst in Honolulu meldete "weit verbreitete lebensbedrohliche Sturzfluten", die besonders in Haleiwa und Waialua "extrem gefährlich" seien. In einigen Teilen Nord-Oahus fielen über Nacht 20 bis 30 cm Regen, was zwei bis drei Monatsmengen innerhalb von 24 Stunden entspricht. Da der Boden bereits vom letzten Wochenende gesättigt war, fließt das Wasser schnell ab und verstärkt die Überschwemmungen.

Aktivierung der Notfallkräfte

Hawaiis Gouverneur Josh Green hat die Hawaii National Guard aktiviert und weitere Ressourcen auf Oahu eingesetzt, um auf den "schweren Sturm" zu reagieren. Er berichtete von Rettungsaktionen, bei denen Menschen direkt von Dächern gerettet wurden, und einer Gruppe von 70 Personen, die auf einem Campingplatz an der Nordküste vom Wasser eingeschlossen waren, aber nun in Sicherheit sind. Gouverneur Green beschrieb die Situation mit brusthohem Hochwasser als "sehr kritischen Tag".

Notfallhelfer hatten am Freitagmorgen Schwierigkeiten, die überfluteten Gebiete zu erreichen, da wichtige Zufahrtsstraßen wie der Kamehameha Highway und die Kaukonahua Road ebenfalls überflutet waren. Ein Notunterkunft in der Waialua High and Intermediate School musste evakuiert werden, wobei etwa 185 Menschen und 50 Haustiere in ein anderes Evakuierungszentrum gebracht wurden. Trotz der dramatischen Lage gab es keine unmittelbaren Berichte über Todesfälle oder Verletzungen.

Wetterprognose und anhaltende Gefahr

Der Nationale Wetterdienst hat eine Sturzflutwarnung für die Nordküste Oahus herausgegeben und eine Sturzflut-Notlage – die höchste Warnstufe – ausgerufen. Meteorologe Robert Bohlin vom National Weather Service Honolulu bezeichnete dies als ein "ultra-seltenes Überschwemmungsereignis", da die letzte Sturzflut-Notlage in Honolulu im März 2021 ausgerufen wurde.

Für die hawaiianischen Inseln gelten bis Sonntag weiterhin Hochwasserwarnungen, wobei während des Ereignisses mindestens 5 bis 18 cm Regen erwartet werden. Die stärksten Regenfälle werden für die meisten Inseln von Freitag bis Samstag prognostiziert, während Big Island am Sonntag die heftigsten Niederschläge erleben wird. Es besteht auch die Möglichkeit von Gewittern mit potenziell schädlichen Winden und Schlammlawinen in steilen Gebieten.

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