Hayward Holdings (HAYW): Unterbewertet trotz Marktskepsis?

Hayward Holdings (HAYW): Unterbewertet trotz Marktskepsis?

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Fiduciary Management Inc. (FMI) sieht die Small-Cap-Aktie Hayward Holdings (HAYW) nach einem jüngsten Kursrückgang als unterbewertet an, trotz eines herausfordernden Marktumfelds im Jahr 2025. Das Unternehmen profitiert von einer normalisierten Nachfrage im Poolausrüstungssektor und überzeugte zuletzt mit starken Quartalsergebnissen. Die Bewertung der Aktie wird jedoch unterschiedlich interpretiert.

Fiduciary Management Inc. und der Markt 2025

Im vierten Quartal 2025 veröffentlichte Fiduciary Management Inc. (FMI) seinen Anlegerbrief, in dem das Unternehmen eine solide langfristige Performance seiner Anlagestrategie meldete. Gleichzeitig räumte der Fonds ein, dass er im Jahr 2025 hinter den breiteren Indizes zurückblieb, die von einer spekulativen, KI-getriebenen Marktrallye geprägt waren. Die Aktienmärkte verzeichneten 2025 starke Gewinne, angeheizt durch risikofreudiges Verhalten und eine hohe Konzentration auf wenige KI-bezogene Aktien, trotz historisch hoher Bewertungen.

FMI stellte fest, dass qualitätsorientierte und wertorientierte Strategien, insbesondere bei Small Caps, im Jahresverlauf unterdurchschnittlich abschnitten. Stattdessen dominierten Aktien mit geringer Qualität und hohem Beta die Renditen. Obwohl FMI das langfristige Potenzial der künstlichen Intelligenz (KI) anerkennt, äußerte der Fonds Bedenken hinsichtlich übermäßiger Kapitalausgaben, überzogener Bewertungen und steigender Kapitalintensität. Der Fonds betonte Disziplin, Absicherung gegen Abwärtsrisiken und die Einhaltung seines Qualitäts-Wert-Ansatzes, da sich Anzeichen einer Marktblase verdichten.

Hayward Holdings (HAYW): Eine Small-Cap-Chance?

In seinem Anlegerbrief hob Fiduciary Management Inc. Hayward Holdings, Inc. (NYSE:HAYW) als eine Small-Cap-Beteiligung hervor. Das Unternehmen profitiert demnach von einer normalisierten Nachfrage nach einer post-pandemischen Verlangsamung, wobei die Ertragskraft deutlich über dem liegt, was der Markt derzeit einpreist. Trotz des zyklischen Drucks behält Hayward Holdings starke Margen und ein hohes Potenzial zur Generierung von Barmitteln bei.

FMI ist der Ansicht, dass die Aktie im Verhältnis zu den Gewinnen im mittleren Zyklus unterbewertet ist. Die Investmentthese basiert auf einer Erholung der Volumina und einer Bewertung, die bereits ein übermäßig pessimistisches Szenario berücksichtigt. Die Einmonatsrendite von Hayward Holdings, Inc. (NYSE:HAYW) betrug etwa 5,51 %, und die Aktien gewannen in den letzten 12 Monaten etwa 11,59 % an Wert. Am 16. Januar 2026 schloss die Aktie von Hayward Holdings (NYSE:HAYW) bei etwa 16,85 US-Dollar pro Aktie, mit einer Marktkapitalisierung von rund 3,65 Milliarden US-Dollar.

Starke Q3-Ergebnisse und Analystenmeinungen

Hayward Holdings (HAYW) meldete kürzlich die Ergebnisse für das dritte Quartal 2025, wobei sowohl die Gewinne als auch die Umsätze die Marktprognosen übertrafen. Diese Kombination beeinflusst oft die Wahrnehmung der Anleger bezüglich der Aktie und des zugrunde liegenden Poolausrüstungsgeschäfts.

Bei einem Aktienkurs von 16,35 US-Dollar verzeichnete Hayward Holdings eine 90-Tage-Rendite von 5,89 % und eine Einjahres-Gesamtrendite für Aktionäre von 14,26 %. Dies deutet darauf hin, dass sich die Dynamik aufgebaut hat, da die Gewinne die Erwartungen übertrafen und Anleger jüngste Insiderverkäufe abwägten. Die Aktie handelt derzeit nahe den Analystenzielen.

Bewertung: Unterbewertet oder Bewertungsrisiko?

Die gängigste Einschätzung platziert den fairen Wert von Hayward Holdings bei etwa 17,86 US-Dollar pro Aktie, was leicht über dem letzten Schlusskurs von 16,35 US-Dollar liegt. Dies würde das Unternehmen als moderat unterbewertet einstufen, basierend auf seinem zukünftigen Ertragspotenzial.

Diese positive Bewertung wird durch mehrere Faktoren gestützt:

  • Steigende Nachfrage nach energieeffizienten und umweltfreundlichen Poolprodukten.
  • Ein alternder Poolbestand in den USA und Europa, der Modernisierungen erfordert.
  • Ein dauerhafter Ersatzzyklus, der konsistente Umsätze im Aftermarket unterstützt.
  • Eine Verschiebung des Produktmixes hin zu neueren, Premium-Lösungen, die höhere Bruttomargen ermöglichen.

Allerdings könnte sich die Situation ändern, wenn Trends zu Reparaturen statt Ersatz und ein härterer Preiswettbewerb die Margen weiterhin unter Druck setzen und den von Anlegern erwarteten Upgrade-Zyklus im Aftermarket verlangsamen.

Eine andere Perspektive, die sich auf Marktverhältnisse stützt, erzählt eine andere Geschichte. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 25,7x (Stand Januar 2026) liegt über dem Durchschnitt der US-Baubranche von 21,6x und dem fairen Verhältnis von 21,6x. Dies impliziert eher ein Bewertungsrisiko als ein klares Aufwärtspotenzial. Sollten Wettbewerber näher am 21,6x-Niveau handeln, könnte sich das Premium von Hayward eher verringern als ausweiten.