Hegseth vor Kongress: Iran-Krieg, 1,5 Billionen Budget und Wirtschaftsfokus

Hegseth vor Kongress: Iran-Krieg, 1,5 Billionen Budget und Wirtschaftsfokus

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Verteidigungsminister Pete Hegseth steht erstmals seit Beginn des Iran-Krieges dem US-Kongress Rede und Antwort. Die Anhörungen konzentrieren sich auf den historischen Militärhaushalt 2027 von 1,5 Billionen US-Dollar, die explodierenden Kosten des Konflikts und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, insbesondere durch die Schließung der Straße von Hormus.

Hegseth erstmals vor dem Kongress seit Kriegsbeginn

Verteidigungsminister Pete Hegseth und der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, General Dan Caine, werden am Mittwoch vor dem House Armed Services Committee aussagen. Dies ist Hegseths erste öffentliche Befragung durch Gesetzgeber, seit die Trump-Administration am 28. Februar den Krieg gegen den Iran begann, der von Demokraten als kostspieliger Konflikt ohne Zustimmung des Kongresses kritisiert wird.

Eine weitere Anhörung vor dem Senate Armed Services Committee ist für Donnerstag angesetzt. Bisher hatte Hegseth öffentliche Befragungen durch Gesetzgeber vermieden, obwohl er und Caine im Pentagon Fernsehbriefings abhielten. Hegseth beantwortete dabei meist Fragen konservativer Journalisten und zitierte Bibelstellen, um Mainstream-Medien zu kritisieren.

Militärbudget 2027 und die Kosten des Iran-Krieges

Die Anhörung dient der Erörterung des Militärbudgetvorschlags der Regierung für 2027, der die Verteidigungsausgaben auf historische 1,5 Billionen US-Dollar erhöhen würde. Hegseth und Caine werden voraussichtlich die Notwendigkeit weiterer Drohnen, Raketenabwehrsysteme und Kriegsschiffe betonen.

Demokraten werden voraussichtlich die explodierenden Kosten des Iran-Krieges, den massiven Verbrauch kritischer US-Munition und die Bombardierung einer Schule, bei der Kinder getötet wurden, thematisieren. Einige Gesetzgeber könnten auch die Bereitschaft des Militärs hinterfragen, iranische Drohnenschwärme abzuwehren, von denen einige die US-Verteidigung durchdrangen und amerikanische Truppen töteten oder verletzten.

Der Krieg wurde von den USA und Israel ohne Aufsicht des Kongresses begonnen, obwohl ein Waffenstillstand in Kraft ist. Mehrere Resolutionen der Demokraten im Repräsentantenhaus und Senat, die Präsident Donald Trump zum Stopp des Konflikts bis zur Genehmigung durch den Kongress verpflichtet hätten, scheiterten.

Politische Spannungen und die Straße von Hormus

Die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran, einem wichtigen Schifffahrtskorridor für das weltweite Öl, hat die Kraftstoffpreise in die Höhe getrieben. Dies stellt die Republikaner vor den Zwischenwahlen vor Probleme. Die USA reagierten mit einer Marineblockade iranischer Schiffe und verstärkten ihre Militärpräsenz in der Region, darunter erstmals seit über 20 Jahren drei Flugzeugträger im Nahen Osten.

Die Länder scheinen in einer Pattsituation gefangen zu sein. Präsident Trump wird Teherans jüngstes Angebot, die Straße wieder zu öffnen, wenn die USA den Krieg beenden, ihre Seeblockade aufheben und Atomgespräche verschieben, voraussichtlich nicht akzeptieren. Republikaner haben erklärt, sie würden Trumps Kriegsführung vorerst vertrauen, unter Verweis auf Irans Atomprogramm, die Möglichkeit von Gesprächen und die hohen Risiken eines Rückzugs. Dennoch sind GOP-Gesetzgeber an einem Ende des Konflikts interessiert.

Führungskrise im Pentagon: Entlassungen und Kritik

Die Fragen der Gesetzgeber werden voraussichtlich über das Budget und den Krieg hinausgehen und sich auch auf Hegseths Entlassung hochrangiger Militärführer konzentrieren. Neben dem Abgang von Marineminister John Phelan in der vergangenen Woche entließ Hegseth kürzlich auch den höchsten Offizier der Armee, General Randy George, sowie mehrere andere hochrangige Generäle, Admirale und Verteidigungsführer.

Senator Thom Tillis, ein Republikaner aus North Carolina und entscheidender Befürworter von Hegseths Bestätigung, äußerte Bedenken: „Sagen Sie uns warum. Sie wissen, das sind wichtige Positionen. Wir befinden uns in einer Kriegsposition mit dem Iran.“ Tillis fügte hinzu, dass Hegseths Management des Pentagons ihn dazu veranlasst habe, seine Unterstützung zu überdenken.

Der Abgeordnete Austin Scott, ein Republikaner aus Georgia, verurteilte Georges Entlassung während einer Anhörung des House Armed Services Committee in der vergangenen Woche. Er bezeichnete sie als „extremen Bärendienst an der US-Armee“ und als „rücksichtsloses Verhalten“.

Forderungen nach Transparenz und Strategie

Der Druck auf die Trump-Administration, mehr Informationen und eine klare Strategie zum Iran-Krieg zu liefern, hat sich von beiden Parteien verstärkt. Rep. Mike Rogers, der Vorsitzende des House Armed Services Committee, kritisierte, dass die Regierung „offener sein muss“ und die zur Unterrichtung entsandten Beamten „sehr zurückhaltend“ seien.

Rep. Adam Smith, der führende Demokrat im Ausschuss, äußerte ähnliche Bedenken und bemängelte, dass den Gesetzgebern immer noch ein klarer Weg fehle, wie die Regierung ihre Ziele im Iran erreichen wolle. Er sprach von einem Fehlen eines „detaillierten Plans von hier nach dort“. Demokraten forderten in einem Schreiben eine sofortige öffentliche Anhörung mit Pentagon-Beamten, unter Verweis auf „mangelnde Transparenz“, sich ändernde Ziele, unbeantwortete Fragen zu Kosten und einem potenziellen zusätzlichen Haushalt von 200 Milliarden US-Dollar sowie dem möglichen Einsatz von Bodentruppen.

Rep. Jason Crow, ein Demokrat aus Colorado, betonte die Priorität des Schutzes der rund 50.000 US-Truppen in der Region und sah „mehr Fragen als Antworten“ zur Sicherheit. Rep. Derrick Van Orden, ein Republikaner, bekräftigte seine klare Ablehnung des Einsatzes von Bodentruppen.

Erwähnte Persönlichkeiten