
Hilton trennt sich von Minneapolis Hotel nach ICE-Agenten-Kontroverse
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Hilton Hotels hat die Beschilderung vor einem Hampton Inn in Lakeville, Minneapolis, entfernt und damit die Geschäftsbeziehung zu dem Hotel beendet. Diese Maßnahme folgt auf Vorwürfe, das Hotel habe Beamten des Department of Homeland Security (DHS) und der U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) die Zimmer verweigert. Der Schritt unterstreicht Hiltons Bemühungen, sich von den Handlungen des unabhängig geführten Hotels zu distanzieren.
Hintergrund der Kontroverse um die ICE-Agenten
Die Kontroverse entzündete sich, nachdem das Department of Homeland Security (DHS) am Montag in einem X-Post mitteilte, das Hampton Inn habe "sich geweigert, ICE-Agenten unterzubringen". DHS und ICE veröffentlichten Screenshots von E-Mails, die angeblich von Mitarbeitern des Hampton Inn by Hilton Lakeville stammten. Darin wurde Personen mit DHS-Reservierungen mitgeteilt, dass das Hotel keine ICE- oder andere Einwanderungsbeamte beherbergen würde. Die Trump-Administration hatte im Vormonat Bundesagenten in den Großraum Minneapolis-St. Paul entsandt, um gegen illegale Einwanderung und mutmaßlichen Betrug vorzugehen.
Ein späteres Video, aufgenommen von einem Influencer, zeigte eine Rezeptionistin, die angab, dass Reservierungen für DHS- oder ICE-Mitarbeiter nicht akzeptiert würden, da dies "einfach die Politik" sei. Dies geschah, obwohl der unabhängige Hotelbetreiber Hilton zuvor versichert hatte, das Problem behoben zu haben.
Hiltons Reaktion und Distanzierung von den Hotel-Aktionen
Hilton Worldwide Holdings reagierte schnell auf die Vorwürfe. Das Unternehmen entfernte die Immobilie aus seinem System und begann am Mittwoch mit der Entfernung der Beschilderung. Ein Sprecher von Hilton betonte, dass "Hilton Hotels als einladende Orte für alle dienen" und die genannten Handlungen nicht die Werte von Hilton widerspiegeln.
Hilton erklärte, dass das Hotel unabhängig betrieben werde, aber die Markenstandards von Hilton einhalten müsse. Das Unternehmen untersuchte den Vorfall und versicherte, dass es mit Regierungen, Strafverfolgungsbehörden und Gemeindevertretern weltweit zusammenarbeitet, um sicherzustellen, dass seine Immobilien für alle offen und einladend sind. Die Aktie von Hilton Worldwide Holdings Inc. (HLT) schloss am letzten Handelstag bei 298,23 USD, mit einem Anstieg von 4,76 USD (+1,62 %).
Die Rolle des Franchise-Modells und Everpeak Hospitality
Das Hampton Inn in Lakeville wird unabhängig von Everpeak Hospitality betrieben, einem Franchise-Nehmer der Marke Hampton by Hilton. Obwohl Franchise-Hotels unabhängig geführt werden, sind sie an die Markenstandards von Hilton gebunden. Everpeak Hospitality veröffentlichte eine Erklärung, in der es sich verpflichtete, alle Gäste willkommen zu heißen und in Übereinstimmung mit den Markenstandards, geltenden Gesetzen und seiner Rolle als professioneller Hotelanbieter zu handeln.
Nachdem das Video des Influencers aufgetaucht war, erklärte Hilton, dass es die Zusammenarbeit mit dem Franchise-Hotel beenden werde. Dies geschah, da das Video Bedenken aufwarf, dass die Standards und Werte von Hilton nicht eingehalten wurden, obwohl der Eigentümer zuvor versichert hatte, das Problem behoben zu haben.
Öffentliche Reaktionen und frühere Positionen von Hilton
Die Kontroverse löste unterschiedliche Reaktionen in der Öffentlichkeit aus. Während einige die Handlungen des Hotels verurteilten, lobten andere in sozialen Medien die Weigerung, ICE-Agenten zu bedienen. Eine X-Nutzerin äußerte sich "hocherfreut" und hoffte, dass andere Hotels diesem Beispiel folgen würden.
DHS Assistant Secretary Tricia McLaughlin äußerte sich in einer Erklärung gegenüber Fox News Digital empört über die Situation. Sie fragte, warum Hilton Hotels sich auf die Seite von "Mördern und Vergewaltigern" stelle, um die Strafverfolgung des DHS zu untergraben. Hilton hatte sich bereits 2020 klar gegen die Nutzung seiner Immobilien für Einwanderungshaft ausgesprochen und betont, dass "Hotels Orte der Gastfreundschaft sein sollten".