HiPP Babykost-Rückruf: Rattengift in Gläschen entdeckt – Krimineller Akt vermutet
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Der Babykosthersteller HiPP hat in Österreich einen vorsorglichen Rückruf von Babykostgläschen eingeleitet. Dies geschieht, nachdem Proben in Österreich, der Slowakei und Tschechien positiv auf Rattengift getestet wurden, wie Behörden am Sonntag mitteilten. Die Vorfälle werden als krimineller Akt eingestuft und sind Gegenstand laufender Ermittlungen.
HiPP-Rückrufaktion in Österreich
Die Behörden gehen davon aus, dass die Manipulation an 190-Gramm-Gläschen mit Karotten und Kartoffeln für Babys ab 5 Monaten erfolgte. Diese Produkte wurden in Österreich über SPAR-Supermärkte vertrieben, zu denen SPAR, EUROSPAR, INTERSPAR und Maximarkt gehören. Der erste positive Test wurde am Samstag gemeldet.
HiPP betonte in einer Stellungnahme: „Dieser Rückruf ist nicht auf einen Produkt- oder Qualitätsmangel unsererseits zurückzuführen. Die Gläschen haben unser HiPP-Werk in einwandfreiem Zustand verlassen.“ Das Unternehmen sieht den Rückruf als Reaktion auf eine kriminelle Handlung, die derzeit von den Behörden untersucht wird.
Warnzeichen und Vorsichtsmaßnahmen
Die Polizei Burgenland in Österreich wies auf mögliche Warnzeichen für manipulierte Produkte hin. Dazu gehören ein weißer Aufkleber mit einem roten Kreis auf dem Glasboden, ein beschädigter oder geöffneter Deckel sowie ein ungewöhnlicher oder verdorbener Geruch. Zudem könnte das typische Plopp-Geräusch beim ersten Öffnen des Gläschens fehlen.
HiPP ruft vorsorglich alle Babykostgläschen zurück, die in den genannten SPAR-Supermärkten in Österreich verkauft wurden. Kunden können eine volle Rückerstattung erhalten, auch ohne Vorlage eines Kassenbons. In der Slowakei und der Tschechischen Republik haben die Händler bereits alle HiPP-Babygläschen aus dem Verkauf genommen. Ein Kunde hatte die Manipulation eines Gläschens gemeldet, jedoch wurde die Babykost glücklicherweise nicht konsumiert.
Gesundheitsrisiken durch Rattengift
Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit enthält Rattengift typischerweise Bromadiolon, ein Antikoagulans, das die Blutgerinnung verhindert. Die Einnahme von Rattengift kann zu verschiedenen Blutungen führen, darunter Zahnfleischbluten, Nasenbluten sowie Blutergüsse und Blut im Stuhl.
Die Symptome einer Vergiftung können in der Regel zwei bis fünf Tage nach der Einnahme auftreten. Verbraucher werden dringend gebeten, auf die genannten Warnzeichen zu achten und betroffene Produkte nicht zu verwenden.