Historischer Nor'easter: Blizzard legt US-Nordosten lahm – Tausende Flüge gestrichen

Historischer Nor'easter: Blizzard legt US-Nordosten lahm – Tausende Flüge gestrichen

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Ein potenziell historischer Nor'easter mit Blizzard-Bedingungen und starken Winden trifft den Nordosten der USA, insbesondere New York City, und führt zu massiven Reiseeinschränkungen. Über 6.700 Flüge wurden bereits gestrichen, während Städte und Bundesstaaten Notstandsmaßnahmen ergreifen, um die erwarteten wirtschaftlichen und logistischen Herausforderungen zu bewältigen.

Historischer Nor'easter trifft den Nordosten

Ein hochwirksamer und potenziell historischer Nor'easter, der sich schnell zu einem "Bomb Cyclone" entwickeln soll, nimmt Kurs auf den Nordosten der USA. Ab Sonntag, dem 22. Februar 2026, werden Millionen von Menschen entlang des I-95 Korridors von Virginia bis Maine von extremen Winterbedingungen betroffen sein. Blizzard-Warnungen gelten für über 35 Millionen Amerikaner, darunter die gesamten Bundesstaaten Delaware, New Jersey und Rhode Island sowie die Metropolregionen von Philadelphia bis Boston.

In New York City und Philadelphia werden Schneefälle zwischen 16 und über 20 Zoll (ca. 40 bis über 50 cm) erwartet, begleitet von Windböen von über 55 mph (ca. 88 km/h). Dies könnte zu Whiteout-Bedingungen und extrem schwierigen bis unmöglichen Reiseverhältnissen führen. New York City stand zuletzt im März 2017 unter einer Blizzard-Warnung, Philadelphia im Januar 2016.

Massive Reiseeinschränkungen erwartet

Die Auswirkungen des Sturms auf den Reiseverkehr sind bereits erheblich. Laut FlightAware wurden über 6.700 Flüge für Sonntag und Montag gestrichen. An den Flughäfen John F. Kennedy und LaGuardia in New York City wurde bereits mehr als die Hälfte aller Flüge annulliert.

Für Montag sind an den New Yorker Flughäfen und in Boston zwischen 70 % und 80 % der geplanten Flüge gestrichen. Auch Flughäfen in Newark, Boston, Philadelphia, Reagan und Baltimore verzeichnen signifikante Annullierungen. Das National Weather Service (NWS) warnt, dass Reisen während des Höhepunkts des Blizzards "gefährlich, wenn nicht unmöglich" sein werden.

Städte und Bundesstaaten rüsten sich

Angesichts der drohenden Gefahr haben mehrere Bundesstaaten und Städte Notstandsmaßnahmen ergriffen. New Jerseys Gouverneur Mikie Sherrill rief ab Sonntagmittag den Notstand aus. In New York erklärte Gouverneurin Kathy Hochul für 22 von 62 Landkreisen den Notstand ab Sonntagmorgen und bezeichnete den Blizzard als "potenziell lebensbedrohlichen" und "historischen Sturm". Philadelphias Bürgermeisterin Cherelle Parker kündigte einen lokalen Schnee-Notstand ab Sonntagnachmittag an.

New York Citys Bürgermeister Zohran Mamdani erklärte am Sonntag in den sozialen Medien: "Der Schnee ist zurück, aber New York ist bereit." Er warnte, dass die Bedingungen schlimmer sein könnten als beim Wintersturm im letzten Monat. Die Stadt mobilisiert zusätzliche Schneeräumgeräte und -teams. Am 21. Februar 2026 rüsteten Mitarbeiter der New York City Department of Sanitation Müllwagen mit Pflügen aus. Zudem werden über 40 Wärmestuben geöffnet und spezielle Teams entsandt, um obdachlose New Yorker vor der Kälte zu schützen, nachdem der Sturm vom 25. Januar 2026 zu 20 Todesfällen führte.

Wirtschaftliche Auswirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Die weitreichenden Reiseeinschränkungen und die Notstandserklärungen deuten auf erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen hin. Fluggesellschaften und die Tourismusbranche stehen vor Umsatzeinbußen, während Unternehmen aufgrund von Mitarbeiterabwesenheiten und Lieferkettenstörungen mit Produktivitätsverlusten rechnen müssen. Die Kosten für die Schneeräumung und die Bereitstellung von Notunterkünften belasten die öffentlichen Haushalte.

Bürgermeister Mamdani riet den New Yorkern dringend, während des Höhepunkts des Sturms von Sonntagabend bis Montagmorgen die Straßen zu meiden, "es sei denn, es ist absolut notwendig. Wenn Sie zu Hause bleiben können, bleiben Sie zu Hause." Auch die Rückkehr zum Unterricht am Montag für öffentliche und private Schulen in New York City, die sich in den Winterferien befanden, könnte gefährdet sein. Eine Entscheidung über den Präsenzunterricht soll bis Sonntagmittag getroffen werden. Zudem sind Stromausfälle in Gebieten mit Freileitungen wahrscheinlich.

Keine offiziellen Namen für Winterstürme

Interessanterweise betonen das National Weather Service (NWS) und die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), dass sie Winterstürmen keine Namen geben. Im Gegensatz zu Hurrikanen, die klar definierte Systeme sind, sind Winterstürme oft breit, unorganisiert und können mehrere Zentren haben.

Ein einziger Wintersturm kann in einer Region sehr unterschiedliche Bedingungen hervorrufen, beispielsweise einen Blizzard in einem Gebiet und nur Regen in einem anderen, was einen einzelnen Namen potenziell irreführend machen würde. Die NWS-Sprecherin Marissa Anderson erklärte: "Das NWS benennt tropische Systeme, aber tut dies nicht einseitig – diese Namen stammen von einer Liste, die von einem internationalen Komitee der UN-Weltorganisation für Meteorologie erstellt wurde."