
Hollywood-Stars warnen vor Paramount-WBD-Fusion: "Uneingeschränkter Widerstand
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Mehr als 1.000 Hollywood-Größen haben sich in einem offenen Brief gegen die geplante Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery ausgesprochen. Sie befürchten eine weitere Medienkonsolidierung, die zu weniger Arbeitsplätzen, geringeren Chancen für Kreativschaffende und einer eingeschränkten Auswahl für das Publikum führen könnte. Der Deal im Wert von rund 110 Milliarden US-Dollar steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung.
Prominente Stimmen gegen die Fusion
Am Montag, dem 13. April, veröffentlichten über 1.000 Hollywood-Kreativschaffende einen offenen Brief, in dem sie ihren "uneingeschränkten Widerstand" gegen die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) durch Paramount zum Ausdruck brachten. Zu den Unterzeichnern gehören bekannte Namen wie Ben Stiller, JJ Abrams, Lin-Manuel Miranda, Kristen Stewart, David Fincher und Joaquin Phoenix. Auch Größen aus dem WBD-Umfeld, wie "The Sopranos"-Schöpfer David Chase und "Dune"-Regisseur Denis Villeneuve, haben den Brief unterzeichnet.
Weitere prominente Schauspieler wie Mark Ruffalo, Noah Wyle, Cynthia Nixon, Don Cheadle, Ted Danson, Julianna Margulies, Javier Bardem, Bryan Cranston, Elliot Page, Rose Byrne, Tiffany Haddish, John Cusack, Jason Bateman, Kathy Griffin, Lily Gladstone, Ramy Yousseff, Rosario Dawson, Emma Thompson, Kristin Scott Thomas, Sandra Huller und Glenn Close unterstützen die Initiative. Der Brief wurde unter anderem vom Democracy Defenders Fund, dem Committee for the First Amendment und der Future Film Coalition verbreitet.
Die Bedenken der Kreativschaffenden
Die Unterzeichner argumentieren, dass die Fusion "eine bereits konzentrierte Medienlandschaft weiter konsolidieren" würde. Dies hätte zur Folge, dass es "weniger Möglichkeiten für Kreativschaffende, weniger Arbeitsplätze im gesamten Produktionsökosystem, höhere Kosten und weniger Auswahl für das Publikum in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt" gäbe. Alarmierend sei, dass die Fusion die Anzahl der großen US-Filmstudios auf nur noch vier reduzieren würde.
Der Brief hebt hervor, welche Auswirkungen die Medienkonsolidierung bereits hatte: Sie beschleunigte das Verschwinden des Mid-Budget-Films, die Erosion des unabhängigen Vertriebs, den Zusammenbruch des internationalen Verkaufsmarktes, die Eliminierung sinnvoller Gewinnbeteiligungen und die Schwächung der Integrität von Filmtiteln. Diese Faktoren bedrohen die Nachhaltigkeit der gesamten Kreativgemeinschaft und gefährden zehntausende Arbeitsplätze in kleinen und unabhängigen Unternehmen.
Auswirkungen auf die Filmindustrie und Arbeitsplätze
Paramount Skydance, unter der Führung von David Ellison, hat Investoren Kosteneinsparungen von mindestens 6 Milliarden US-Dollar durch den WBD-Deal versprochen. Viele in Hollywood befürchten, dass diese Kostensenkungen zu massiven Entlassungen führen werden, obwohl Paramount die Rolle von Arbeitsplatzverlusten in seinen Plänen heruntergespielt hat. Die Führungsebene von WBD warnte bereits vor der Unterzeichnung des Deals vor einem potenziellen Exodus von Mitarbeitern, die Entlassungen befürchteten.
Die Fusion würde einen Unterhaltungsriesen mit nahezu 200 Millionen Streaming-Abonnenten und beliebten Franchises wie Harry Potter und DC sowie TV-Kanälen wie CBS, CNN, TNT, TBS und Nickelodeon schaffen. Paramount hat zugesagt, dass die fusionierten Unternehmen mindestens 30 Kinofilme pro Jahr produzieren und die Kinostartfenster beibehalten werden. Trotzdem sehen viele in der Filmbranche die Gefahr umfangreicher Jobverluste und einer Machtkonzentration.
Argumente der Befürworter und regulatorische Hürden
Paramount argumentiert, dass eine Vereinigung mit WBD eine effektivere Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen würde. Zum Vergleich: Netflix hatte Ende 2025 325 Millionen Abonnenten, während Disney+ und Hulu Ende September 196 Millionen Abonnenten verzeichneten. Paramount betonte in einer Stellungnahme, die Fusion würde Kreativschaffenden "mehr Möglichkeiten für ihre Arbeit bieten, nicht weniger", indem sie komplementäre Stärken vereine, um mehr Projekte zu ermöglichen und Talente global zu unterstützen.
Der Deal, der im Februar von David Ellisons Paramount Skydance vereinbart wurde, wartet noch auf die Zustimmung der Aktionäre und die behördliche Genehmigung. Kartellrechtsexperten erwarten im Allgemeinen eine Genehmigung durch die US-Regulierungsbehörden, jedoch ist auch grünes Licht von Regulierungsbehörden in Übersee, wie in Großbritannien und Europa, erforderlich. Zudem könnte Paramount mit rechtlichen Anfechtungen von Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten konfrontiert werden, darunter Kaliforniens Rob Bonta, der eine genaue Prüfung des Deals versprochen hat.
Ein Blick auf den breiteren Kontext
Die geplante Fusion ist nicht die erste massive Konsolidierung in Hollywood. Im Jahr 2019 wurde 20th Century Fox von The Walt Disney Co. für 71,3 Milliarden US-Dollar übernommen. Die Unterzeichner des Briefes äußerten ihre Besorgnis darüber, dass die Unterstützung für diese Fusion die Interessen einer kleinen Gruppe mächtiger Akteure über das breitere öffentliche Wohl stelle. Sie befürchten, dass die Integrität, Unabhängigkeit und Vielfalt der Branche ernsthaft beeinträchtigt würden.
Der Deal zwischen Paramount und WBD, der Paramounts Sieg nach monatelangen Verhandlungen und einem gescheiterten Gegenangebot von Netflix darstellt, unterstreicht den anhaltenden Trend zur Konsolidierung in der Medienbranche. Die Diskussionen um die Auswirkungen auf Kreativschaffende, Arbeitsplätze und die Vielfalt des Angebots für das Publikum bleiben dabei zentral.
Erwähnte Persönlichkeiten
Ben Stiller
Hollywood-kreativschaffender
JJ Abrams
Hollywood-kreativschaffender
Lin-Manuel Miranda
Hollywood-kreativschaffender
Kristen Stewart
Hollywood-kreativschaffende
David Fincher
Hollywood-kreativschaffender
Joaquin Phoenix
Hollywood-kreativschaffender
David Chase
"the Sopranos"-schöpfer
Denis Villeneuve
"dune"-regisseur
Mark Ruffalo
Schauspieler
Noah Wyle
Schauspieler
Cynthia Nixon
Schauspielerin
Don Cheadle
Schauspieler
Ted Danson
Schauspieler
Julianna Margulies
Schauspielerin
Javier Bardem
Schauspieler
Bryan Cranston
Schauspieler
Elliot Page
Schauspieler
Rose Byrne
Schauspielerin
Tiffany Haddish
Schauspielerin
John Cusack
Schauspieler
Jason Bateman
Stimme Von Nick Wilde
Kathy Griffin
Schauspielerin
Lily Gladstone
Schauspielerin
Ramy Yousseff
Schauspieler
Rosario Dawson
Schauspielerin
Emma Thompson
Schauspielerin
Kristin Scott Thomas
Schauspielerin
Sandra Huller
Schauspielerin
Glenn Close
Schauspielerin