Holpriger Dezemberstart: Zölle und Fed-Zweifel belasten globale Märkte

Holpriger Dezemberstart: Zölle und Fed-Zweifel belasten globale Märkte

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Der Dezember hat für die globalen Finanzmärkte einen holprigen Start hingelegt. Obwohl das "Buy the Dip"-Verhalten an den Aktienmärkten weiterhin lebendig ist, haben die Wall Street-Indizes ihre Höchststände von Anfang November noch nicht wieder erreicht. Die Unsicherheit bezüglich der Zölle bleibt ein zentrales Thema, das die Märkte weiterhin belastet.

US-Fertigungssektor und Fed-Zinsspekulationen

Der November-Bericht des Institute for Supply Management (ISM) zeigte eine anhaltende Kontraktion der Aktivität im US-Fertigungssektor. Gleichzeitig stieg das Wachstum der Inputpreise von bereits erhöhten Niveaus wieder an, wobei Zölle weithin als Ursache genannt werden. Dieser ISM-Bericht führte am Montag zu einem deutlichen Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen über die gesamte Kurve hinweg.

Der Bericht säte auch Zweifel an einer weithin erwarteten Zinssenkung der Federal Reserve am 10. Dezember. Eine dritte Zinssenkung in diesem Jahr war vor dem Bericht fast vollständig eingepreist, doch die Wahrscheinlichkeit eines solchen Schritts wurde leicht auf etwas über 80 % reduziert. Die Entscheidungsträger der Fed befinden sich vor dem Treffen in ihrer traditionellen Ruhephase, sodass vorab keine weiteren öffentlichen Stellungnahmen erwartet werden.

Zollstreitigkeiten und rechtliche Herausforderungen

Die Frage der Zölle wurde durch den ISM-Bericht erneut in den Fokus gerückt. Der Oberste Gerichtshof der USA muss noch über die Rechtmäßigkeit der Notstandsbefugnisse von Präsident Donald Trump zur Einführung dieser Abgaben entscheiden. Auch Einzelhändler betonen den Druck, den die Zölle verursachen.

Costco ist das jüngste Unternehmen, das die US-Regierung verklagt hat, um sicherzustellen, dass es Rückerstattungen erhält, falls der Oberste Gerichtshof Trumps weitreichende Befugnis zur Verhängung dieser Zölle ablehnt.

Turbulenzen an den Kryptomärkten und Ölpreise

Die Unsicherheit erfasste am Montag auch die Aktien- und Anleihemärkte, wobei der S&P 500 um etwa 0,5 % nachgab. Zusätzlich wurde die Stimmung durch die anhaltenden Turbulenzen an den Kryptomärkten getrübt. Bitcoin verlor am Montag über 5 % und fiel wieder unter 90.000 US-Dollar, bevor er sich am Dienstag stabilisierte. Auch Kryptowährungsaktien waren betroffen.

Festere Rohölpreise belasteten ebenfalls, nachdem die OPEC+ am Wochenende beschlossen hatte, die Förderquoten Anfang nächsten Jahres unverändert zu lassen.

Beruhigung und regionale Entwicklungen

Am Dienstag beruhigten sich die Weltmärkte vor der Eröffnungsglocke etwas, da der Kalender dünn besetzt war. Die Futures auf US-Aktienindizes stiegen wieder leicht an, und auch die europäischen Aktienmärkte verzeichneten Gewinne. Südkoreas Kospi-Benchmark übertraf erneut die Erwartungen mit einem Plus von fast 2 %.

US-Handelsminister Howard Lutnick bestätigte am Montag, dass der allgemeine Zollsatz auf Importe aus Südkorea, einschließlich Autos, ab dem letzten Monat von 15 % gesenkt wird. Dies geschieht, weil Südkorea im Parlament Gesetze zur Umsetzung der strategischen US-Investitionszusagen des Landes eingeführt hat.

Japans Nikkei hielt sich ebenfalls, nachdem er am Montag aufgrund verstärkter Spekulationen über eine Zinserhöhung der Bank of Japan in diesem Monat einen starken Verlust erlitten hatte. Die Renditen japanischer Staatsanleihen und der Yen gaben nach einer erfolgreichen 10-jährigen Schuldenauktion dort etwas nach.

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