Humanoid-Roboter im Krieg: Foundation testet Phantoms in Ukraine

Humanoid-Roboter im Krieg: Foundation testet Phantoms in Ukraine

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Das Startup Foundation erprobt den Einsatz von Humanoid-Robotern in der Kriegsführung, um menschliche Soldaten bei gefährlichen Missionen zu ersetzen. Ein Pilotprojekt in der Ukraine hat die Fähigkeiten der "Phantom"-Roboter im Bereich der Nachschublogistik demonstriert, während das Pentagon bereits einen 24-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen hat. Diese Entwicklung wirft wichtige Fragen bezüglich der Zukunft moderner Konflikte und der Rolle autonomer Systeme auf.

Humanoid-Roboter im Fokus der Kriegsführung

Sankaet Pathak, Mitbegründer und CEO von Foundation, sieht einen "moralischen Imperativ" darin, Humanoid-Roboter an die Front zu schicken, anstatt sie für häusliche Aufgaben zu nutzen. Er äußerte, dass die derzeitige Kriegsführung oft auf "roher Gewalt" basiere, die entweder das Leben von Soldaten riskiere oder Gebäude zerstöre, um ein einzelnes Ziel zu eliminieren. Pathak glaubt, dass Humanoiden in Zukunft "chirurgische" Operationen wie die Zielerfassung durchführen könnten.

Kurzfristig könnten sie militärische Operationen wie Aufklärung und Logistik unterstützen. Fortschritte in der Drohnentechnologie und Robotik sind bereits zentrale Bestandteile des modernen Kriegsarsenals, ermöglichen Präzisionsangriffe in großem Maßstab und zu geringeren Kosten. Dennoch birgt die moderne Kriegsführung, selbst mit intelligenten Waffen und KI-gestützten autonomen Systemen, weiterhin ein hohes Risiko für zivile Opfer, insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten.

Praxistest in der Ukraine und Pentagon-Vertrag

Im Februar führte Foundation eine geschlossene Pilotdemonstration mit zwei seiner Phantom-Roboter an einem nicht genannten Ort in der Ukraine durch. Pathak beschrieb die Umgebung als aktive Kriegszone, in der Bomben zu hören und die Stromversorgung unterbrochen werden kann. Der Test konzentrierte sich ausschließlich auf die "Abholung von Nachschub", um zu zeigen, dass zweibeinige Roboter effektiv Vorräte von außen nach innen transportieren können, ohne dass ein Soldat beschossen wird.

Das Unternehmen berichtete von "erheblichem Interesse" nach der Demonstration. Foundation Future Industries, wie das Unternehmen auch genannt wird, hat zudem einen 24-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem Pentagon abgeschlossen. Im März wurde Eric Trump, der Sohn des ehemaligen US-Präsidenten, zum Chief Strategy Advisor ernannt. Trump betonte die Dringlichkeit, im Rennen um diese Technologie die Führung zu behalten, und erklärte, die Innovation sei entscheidend, um Amerikas Wettbewerbsvorteil im Kampf zu sichern.

Aktuelle Herausforderungen und zukünftige Visionen

Pathak warnte davor, den Erfolg des Ukraine-Piloten zu "überschätzen", da noch eine große Lücke zwischen einem Humanoiden, der langsam eine Testküche reinigen kann, und einem, der ein M4-Gewehr in einem Gefecht bedienen kann, bestehe. Zu den aktuellen Einschränkungen gehören:

  • Akkulaufzeit: Roboter-Soldaten benötigen eine längere Batterielebensdauer.
  • Haltbarkeit: Sie müssen Wasser, Staub und Stößen standhalten.
  • Zuverlässige Manipulation: Die Fähigkeit eines Roboters, einen Gegenstand aufzunehmen und damit etwas zu tun, wie den Abzug eines Gewehrs zu betätigen, bleibt ein großer technologischer Engpass.

Pathak äußerte sich jedoch optimistisch, dass wichtige technische Hürden innerhalb weniger Jahre überwunden werden könnten. Er prognostizierte, dass Humanoid-Roboter innerhalb von fünf bis zehn Jahren komplexe Missionen wie die Zielerfassung durchführen könnten. Das vorgestellte Modell wiegt 176 Pfund und kann sich mit bis zu 1,7 Metern pro Sekunde bewegen. Pathak kündigte zudem weitere Fortschritte an, darunter die nächste Generation des Phantom 2, die das Unternehmen in den kommenden Monaten vorstellen will.

Ethische Debatten und globaler Wettbewerb

Neben den technischen Fragen sind auch ethische Dilemmata im Zusammenhang mit autonomen Waffensystemen zu berücksichtigen, insbesondere Bedenken hinsichtlich der Verantwortlichkeit, wenn Menschen nicht mehr in den Entscheidungsprozess eingebunden sind. Pathak betonte, dass es zwar keine einfache Grenze für Autonomie gebe, man aber unter normalen Umständen "wahrscheinlich einen Menschen in der Schleife haben möchte, bevor irgendeine Art von Tötungshandlung ausgelöst wird". Dies sei auch bei Drohnen der Fall. Ausnahmen gebe es jedoch bei Systemen wie Anti-Drohnen-Geschützen oder dem Iron Dome, wo menschliche Reaktionszeiten nicht abgewartet werden können, da die Alternative eine 100%ige Todesrate sei.

Die Verteidigungsindustrie insgesamt treibt Robotik und autonome Waffen als nationale Sicherheitsfrage voran. Palmer Luckey, Mitbegründer von Anduril, hat wiederholt betont, dass die Vereinigten Staaten China bei KI-Waffen voraus sein müssen. Der oberste US-Admiral im Pazifik schätzte den Vorsprung Amerikas bei der KI-Technologie gegenüber China auf bestenfalls sechs Monate bis ein Jahr. Pathak argumentiert, dass China die Debatte über militärische Humanoiden nicht in gleicher Weise führe und die USA, Europa und ihre Verbündeten wachsam sein müssten. Er fügte hinzu: "Wenn man eine Utopie baut, muss man sie auch verteidigen können."

Phantom-Roboter: Technische Details und weitere Anwendungen

Die Phantom-Roboter von Foundation Future Industries sind darauf ausgelegt, feindliche Orte zu infiltrieren und Risiken für US-Streitkräfte zu reduzieren. Eric Trump betonte, dass die Einsatzmöglichkeiten unbegrenzt seien und er nach eigener Aussage zuversichtlich ist, dass diese Roboter die Kriegsführung transformieren könnten. Pathak erklärte, dass China ähnliche Technologien, insbesondere autonome Systeme zu Land und in der Luft, vorantreibe. Während die USA in der Luftkampfkapazität führend seien, konzentriere sich diese Initiative auf die Stärkung der Bodenoperationen.

Die Roboter sind so konstruiert, dass sie Stärke mit flüssigen, natürlichen Bewegungen verbinden. Laut Unternehmenswebsite wurde das steife, mechanische Gefühl, das oft mit Robotern assoziiert wird, bei der neuesten Version entfernt, um eine bessere Interaktion in menschlichen Umgebungen zu ermöglichen. Pathak äußerte sich überzeugt, dass die nächste Generation der Phantom-Roboter, die in den kommenden Monaten vorgestellt werden soll, der stärkste Humanoid-Roboter weltweit sein wird. Die Technologie könnte zudem über den militärischen Einsatz hinaus in Sektoren wie Bauwesen und Katastrophenschutz Anwendung finden.

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