
IEI vs. FBND: Anleihen-ETFs im Vergleich – Stabilität oder Rendite?
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Der iShares 3-7 Year Treasury Bond ETF (IEI) und der Fidelity Total Bond ETF (FBND) sind beides Exchange Traded Funds (ETFs) für festverzinsliche Wertpapiere, die Anlegern Stabilität und Einkommen bieten sollen. Ihre Ansätze unterscheiden sich jedoch erheblich. Dieser Artikel vergleicht Kosten, Rendite, Risiko, Performance und Portfolioaufbau, um Anlegern bei der Entscheidung zu helfen, welcher ETF besser zu ihren Bedürfnissen passt.
Kosten und Erträge im Vergleich
Bei den jährlichen Kosten zeigt sich ein deutlicher Unterschied: IEI ist mit einer Kostenquote (Expense Ratio) von 0,15 % jährlich günstiger als FBND, dessen Kostenquote bei 0,36 % liegt. Im Gegenzug bietet FBND eine höhere Ausschüttung mit einer Dividendenrendite von 4,6 %, während IEI eine Dividendenrendite von 3,5 % aufweist.
Hinsichtlich des verwalteten Vermögens (AUM) ist FBND mit 23,4 Milliarden US-Dollar größer als IEI mit 17,7 Milliarden US-Dollar. Die 1-Jahres-Rendite (Stand: 9. Januar 2026) betrug für IEI 3,0 % und für FBND 2,5 %.
Portfolio-Zusammensetzung und Strategie
Die Portfoliostruktur ist der Kernunterschied zwischen den beiden Anleihen-ETFs. IEI konzentriert sich ausschließlich auf US-Staatsanleihen mit Laufzeiten zwischen drei und sieben Jahren. Seine Bestände fallen vollständig in die Kategorie "Cash & Others", und die größten Positionen sind spezifische Treasury Notes. IEI vermeidet somit Unternehmens- und Sektorrisiken und setzt ausschließlich auf staatlich besicherte Schuldtitel.
FBND hingegen verfolgt einen breiteren Ansatz mit über 4.400 Positionen und existiert seit über 11 Jahren. Der Fonds bildet eine Basis aus US-Staatsanleihen, Investment-Grade-Unternehmensanleihen und hypothekenbesicherten Wertpapieren (MBS). Zusätzlich schichtet er gezielte Allokationen in höher rentierliche Schuldtitel ein, darunter bis zu 20 % in Hochzins-Unternehmensanleihen und Schwellenländeranleihen. Zu den Top-Positionen gehören Anleihen großer Finanzinstitute wie Bank of America, JPMorgan Chase und Goldman Sachs, wobei jede weniger als 1 % des Vermögens ausmacht.
Risiko und Performance-Historie
Ein Blick auf Risiko und Performance zeigt, dass IEI in den letzten Jahren eine mildere Volatilität und einen geringeren Drawdown aufwies. Der maximale Drawdown über fünf Jahre betrug für IEI -14,05 %, während FBND einen maximalen Drawdown von -17,23 % verzeichnete.
Die Beta-Werte, die die Preisvolatilität im Verhältnis zum S&P 500 messen (berechnet aus fünfjährigen wöchentlichen Renditen), unterstreichen dies: IEI hat einen Beta-Wert von 0,71, während FBND einen höheren Beta-Wert von 0,97 aufweist. Auch die Entwicklung von 1.000 US-Dollar über fünf Jahre zeigt Unterschiede: Aus 1.000 US-Dollar wurden bei IEI 903 US-Dollar, bei FBND hingegen 862 US-Dollar.
Was bedeutet das für Anleger?
Die Entscheidung zwischen IEI und FBND hängt maßgeblich von der individuellen Anlagestrategie und Risikobereitschaft ab. Anleger, die auf "felsenfest" staatliche Schuldtitel setzen und Wert auf geringere Volatilität legen, finden in IEI eine passende Option. Dieser ETF bietet eine reine US-Staatsanleihen-Exposition ohne Unternehmens- oder Hochzinsrisiken.
Wer hingegen eine höhere Rendite anstrebt und bereit ist, dafür ein breiter diversifiziertes Portfolio mit potenziell höherem Risiko einzugehen, könnte FBND in Betracht ziehen. Dieser Fonds bietet eine breitere Sektorexposition und die Möglichkeit, von höher rentierlichen Segmenten des Anleihenmarktes zu profitieren. Die grundlegende Frage für Anleger bei der Wahl von Anleihen-ETFs bleibt: Soll es die Sicherheit von Staatsanleihen sein oder das Potenzial für höhere Erträge durch eine diversifizierte Mischung?