Immobilienmarkt im Wandel: Gen Z vor neuer Realität und dem Ende alter Träume

Immobilienmarkt im Wandel: Gen Z vor neuer Realität und dem Ende alter Träume

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Der prominente Immobilienmakler Ryan Serhant konstatiert eine fundamentale Veränderung am US-Immobilienmarkt. Junge Amerikaner müssten die vertraute Erzählung vom "Vater, der ein Haus für 50.000 Dollar kaufte" vergessen, da diese Welt nicht mehr existiere. Die heutigen Käufer stünden vor einer neuen Immobilienrealität, in der Erschwinglichkeit, Eigentum und sogar der "American Dream" ganz anders aussähen als für frühere Generationen.

Eine neue Realität am Immobilienmarkt

Ryan Serhant betonte gegenüber Fox News Digital, dass die Ausgangsbasis für Immobilienkäufer heute liege und es keine Rückkehr zu früheren Marktbedingungen geben werde. "Wir gehen nirgendwohin zurück. Wir gehen nicht zurück zu den Zinsen und dem Markt, den wir 2021 hatten. Wir gehen nicht zurück ins Jahr 2015. Wir gehen auch nicht zurück ins Jahr 1991", so Serhant. Diese Aussage unterstreicht die Notwendigkeit, die aktuelle Marktlage als neue Normalität zu akzeptieren.

Das Ende der alten "American Dream"-Erzählung

Die frühere Vorstellung von Erschwinglichkeit, bei der ein Käufer mit mittlerem Einkommen vernünftigerweise den Kauf eines Hauses planen konnte, sei für den Großteil des Landes verschwunden, so Serhant. Er sieht eine massive Belastung für die "neue amerikanische Familie", da sich viele Menschen den Kauf oder Verkauf von Häusern und das Kinderkriegen nicht leisten könnten. Trotz dieser Herausforderungen bleibe die Nachfrage bestehen, wobei Erstkäufer weiterhin einen starken Markt bildeten.

Steigendes Alter der Erstkäufer und demografischer Wandel

Ein Bericht der National Association of Realtors, das "2025 Profile of Home Buyers and Sellers", zeigte im letzten Monat, dass das Medianalter der Erstkäufer auf einen Rekordwert von 40 Jahren gestiegen ist – der höchste jemals verzeichnete Wert. Der Bericht führte diese Entwicklung auf ein begrenztes Wohnungsangebot sowie längere Spar- und Suchzeiten zurück. Diese Rekordzahl spiegelt laut Serhant auch einen breiteren demografischen Wandel wider, bei dem Daten der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) zeigen, dass alterspezifische Geburtenraten gestiegen sind und ein größerer Anteil der Geburten von Müttern ab 30 Jahren stammt.

Die Rolle der Babyboomer: Finanzielle Unterstützung für Gen Z

Laut Serhant, einem der Top-Immobilienmakler Amerikas, bleiben Babyboomer die größten Hauskäufer – oft stellvertretend für ihre Kinder. Eine Studie von Intuit Credit Karma aus dem Jahr 2024 bestätigt diese Ansicht: 44 % der potenziellen Gen Z-Käufer planen, finanzielle Hilfe von ihren Eltern für ihr erstes Eigenheim zu erhalten, verglichen mit 16 % der Millennials. Serhant erklärt: "Es sind Boomer, die für Millennials und Gen Z kaufen. Und oft sind sie diejenigen, die am Abschlusstisch sitzen." Dies trage dazu bei, das Medianalter der Erstkäufer zu erhöhen, da die 60-Jährigen die Häuser kaufen. Er fügt hinzu, dass mehr junge Menschen in Häusern leben, die ihnen gehören oder für sie gekauft wurden, als je zuvor.

Neuinterpretation des "American Dream"

Serhant betont, dass für jeden Lebenshaltungskosten anfallen, sei es Miete, Grundsteuern oder Kreditzinsen. Obwohl es bei einer Wette auf Wertsteigerung besser sei zu besitzen als zu mieten, sei dies keine Pflicht. Für ihn ist der "American Dream" ein glückliches Leben, definiert durch Wachstum und Erfolg, auf welche Weise auch immer man seinen Erfolg bestimme. Die Erschwinglichkeit müsse neu definiert werden.

Eigenverantwortung und die nächste Generation

Als Vater distanziert sich Serhant von der Vorstellung, seinen eigenen Kindern eines Tages beim Kauf ihres ersten Eigenheims zu helfen, versteht aber den Wunsch, diesen "Stress" zu nehmen. Über seine sechsjährige Tochter sagte er: "Ich hoffe, sie wird es selbst herausfinden." Serhant selbst wurde von seinen Eltern nicht finanziell beim Hauskauf unterstützt. Seine Eltern sagten ihm: "Du kannst immer nach Hause kommen. Wenn du nach Hause kommst, musst du uns zuhören und unseren Regeln folgen. Es ist unser Haus. Aber du wirst niemals obdachlos sein. Du wirst niemals hungern. Du wirst nicht sterben. Du kannst immer nach Hause kommen. Aber wenn du etwas anderes mit deinem Leben anfangen willst, das nicht vom Leben bei deinen Eltern abhängt, dann liegt das an dir. Wir haben unseren Teil getan." Serhant schätzt, dass er dadurch den Wert des Geldes und die Funktionsweise der Welt gelernt hat, weil er es selbst herausfinden musste.