Institutionelle Krypto-Adoption bleibt 2025 stabil trotz Stablecoin-Boom

Institutionelle Krypto-Adoption bleibt 2025 stabil trotz Stablecoin-Boom

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Eine globale Stimmungsbefragung hat ergeben, dass das Interesse von Institutionen an der operativen Krypto-Adoption zwischen dem ersten und zweiten Halbjahr 2025 unverändert geblieben ist. Dies geschieht trotz eines deutlichen Stablecoin-Booms. Laut GlobalData, den Herausgebern von RBI, berichten etwas mehr als 40 % der Insider aus der Finanzdienstleistungsbranche (FS) weltweit, dass sie Kryptowährungen in ihre Kernoperationen integrieren oder dies planen.

Institutionelle Krypto-Adoption stagniert im "Krypto-Winter"

Die Ergebnisse zeigen, dass viele Akteure den aktuellen "Krypto-Winter" abwarten, bevor sie strategische Schritte unternehmen. Dies führt dazu, dass die institutionelle Krypto-Adoption im Jahr 2025 auf einem gleichbleibenden Niveau verharrt. Die Zurückhaltung der Finanzdienstleister deutet darauf hin, dass eine tiefere Integration in die Kernsysteme noch aussteht.

Stablecoin-Wachstum ist nutzungsgetrieben

Das Wachstum der Stablecoins im Jahr 2025 scheint primär nutzungsgetrieben zu sein. Es resultiert nicht aus einer tieferen Kernsystemintegration durch regulierte Finanzinstitutionen. Dies unterstreicht eine Diskrepanz zwischen der steigenden Nutzung von Stablecoins und der tatsächlichen operativen Implementierung durch etablierte Finanzakteure.

Blandina Szalay, Banking & Payments Analystin bei GlobalData, betont, dass die Positionierung im kommenden Jahr entscheidend sein wird, da sich die Anwendungsfälle geografisch unterscheiden. Sie merkt an, dass lang erwartete regulatorische Fortschritte in einigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften im letzten Jahr zu viel Aufsehen um die Krypto-Adoption durch Finanzinstitutionen geführt haben. Die Hoffnung war, dass institutionelles Engagement die Nutzungsskala erreichen würde, die neue dezentrale Finanzdienstleistungen bisher nicht erzielen konnten.

Dezentralisierung vs. Regulierung: Ein Zielkonflikt

Jede Form der Institutionalisierung steht jedoch im Widerspruch zu den ursprünglichen Gründungsgedanken von Kryptowährungen. Frühe Anwender entschieden sich für dezentrales Geld, um Vermittler zu vermeiden und anonym zu bleiben. Was einst als die erste wirklich grenzenlose Währung und Geldbewegung positioniert wurde, ringt nun um nationale regulatorische Genehmigungen und AML/KYC-Prüfungen von Institutionen, um funktionieren zu können. Dabei verliert es einen Teil des ursprünglichen Impulses und der Anwendungsfälle, die diese Technologie populär gemacht haben.

Daher wird ein höheres institutionelles Engagement nicht automatisch zu einer höheren Nutzung für die Branche weltweit führen. Dies gilt insbesondere dann, wenn das ursprüngliche Wertversprechen verwässert wird. Die Balance zwischen Compliance und den Kernprinzipien der Kryptowährungen bleibt eine Herausforderung.

Bedarfsgetriebene Adoption in Schwellenländern

Kryptowährungen wurden ursprünglich so konzipiert, dass sie ohne Aufsicht funktionieren. Ein klares Beispiel hierfür sind die Ukraine und Nigeria, die laut einem aktuellen Bericht von Bybit an der Spitze des globalen Krypto-Transaktionsnutzungsindex stehen. Im Jahr 2025 erreichten diese beiden Länder die höchsten BIP-bereinigten Stablecoin-Flüsse.

Sie nutzten dabei den unregulierten UDST, wobei die Nachfrage organisch durch einen starken Bedarf an dessen Eigenschaften getrieben wurde. Diese Eigenschaften konnten von den Institutionen in erster Linie nicht erfüllt werden. Dies unterstreicht, dass in bestimmten Märkten die Krypto-Adoption primär bedarfsgetrieben ist. Sie füllt Lücken, die von den nationalen Geldsystemen hinterlassen wurden, anstatt als Ergebnis institutioneller Befürwortung zu entstehen.

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