Iran-Konflikt: US-Militärschläge, Ölpreise und globale Wirtschaftssorgen

Iran-Konflikt: US-Militärschläge, Ölpreise und globale Wirtschaftssorgen

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Die militärische Eskalation im Iran-Konflikt hat sich am Sonntag, dem 29. März 2026, mit weiteren US-Militärschlägen fortgesetzt. US-Präsident Donald Trump meldete "viele lang gesuchte Ziele" seien im Iran getroffen und zerstört worden. Die globalen Finanzmärkte reagieren besorgt auf die anhaltenden Spannungen, insbesondere angesichts der steigenden Öl- und Gaspreise und der Diskussionen über die Sicherung strategischer Seewege.

Eskalation der Militäroperationen

Präsident Trump erklärte in einem Social-Media-Beitrag, dass die USA "viele lang gesuchte Ziele" im Iran getroffen und zerstört hätten. Er bezeichnete dies als einen "großen Tag im Iran" für das US-Militär. Zuvor hatte Trump der Financial Times mitgeteilt, dass die USA bereits 13.000 Ziele bombardiert hätten und noch etwa 3.000 Ziele verblieben seien.

Am Montag, dem 30. März 2026, wurde ein indischer Arbeiter bei einem iranischen Angriff auf ein Kraftwerk in Kuwait getötet. Zudem wurde eine Anlage von Tabriz Petrochemical im Norden Irans getroffen, wobei jedoch keine gefährlichen Materialien freigesetzt wurden. Die UNIFIL-Mission im Libanon meldete den Tod eines ihrer Friedenssoldaten am Sonntag, nachdem ein Projektil eine ihrer Stellungen getroffen hatte; die Herkunft des Projektils ist noch unbekannt.

Wirtschaftliche Auswirkungen und globale Besorgnis

Die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts sind weitreichend. Die Öl- und Gaspreise sind seit Beginn des Krieges am 28. Februar stark gestiegen. Dies hat unter anderem in den Philippinen zu erheblichen Engpässen geführt, wo über 300 Tankstellen geschlossen sind und sich die Kraftstoffpreise mehr als verdoppelt haben.

Die Finanzminister der G7-Staaten werden am Montag, dem 30. März 2026, in einer Videokonferenz zusammenkommen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten zu erörtern. An dem Treffen, das vom französischen Finanzminister Roland Lescure angekündigt wurde, nehmen auch Energie- und Finanzminister sowie Zentralbankchefs teil.

Debatte um Irans Ölreserven und die Straße von Hormus

Präsident Trump äußerte gegenüber der Financial Times die Überlegung einer Bodenoperation im Iran, möglicherweise mit dem Ziel der Ölverladeterminal auf der Insel Kharg im nördlichen Persischen Golf. Er betonte, dass die USA die Insel "sehr leicht" einnehmen könnten, was jedoch bedeuten würde, "eine Weile dort zu sein". Trump erklärte: "Um ehrlich zu sein, ist es mein Favorit, das Öl im Iran zu nehmen, aber einige dumme Leute in den USA sagen: 'Warum tun Sie das?' Aber das sind dumme Leute."

Die US-Regierung erwägt Berichten zufolge eine Bodenoperation im Persischen Golf, um die strategisch wichtige Straße von Hormus zu sichern. Dort wurde der kommerzielle Schiffsverkehr seit Beginn des Konflikts am 28. Februar iranischen Belästigungen und Zöllen ausgesetzt. Trump teilte Reportern auf der Air Force One mit, dass der Iran die Durchfahrt von 10 Öltankern genehmigt habe und weitere 20 bald folgen würden. Er behauptete, der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf habe die sichere Durchfahrt der Schiffe autorisiert.

Spekulationen um Irans neue Führung

Die Situation um Irans neuen Obersten Führer Mojtaba Khamenei, der seinem Vater Ayatollah Ali Khamenei nach dessen Tod bei US-israelischen Luftangriffen am 28. Februar nachfolgte, bleibt unklar. Präsident Trump spekulierte, Mojtaba sei "entweder tot oder in extrem schlechter Verfassung" und man habe "überhaupt nichts von ihm gehört".

Trotz Trumps Äußerungen hat Teheran darauf bestanden, dass Mojtaba Khamenei am Leben und in Sicherheit sei. Er hat sich seit seiner Ernennung nicht öffentlich gezeigt, aber am Sonntag eine schriftliche Botschaft veröffentlicht, in der er dem irakischen Volk für seine Unterstützung im Krieg gegen die USA und Israel dankte. Die Botschaft wurde nach einem Treffen zwischen dem Islamischen Obersten Rat des Irak und dem iranischen Botschafter in Bagdad übermittelt.

Internationale Reaktionen und Deeskalationsaufrufe

Australiens Premierminister Anthony Albanese forderte von Donald Trump mehr Klarheit über die Kriegsziele im Iran und drängte auf Schritte zur Deeskalation der Spannungen. Australien hat Flugzeuge zur Unterstützung der Verteidigung der Vereinigten Arabischen Emirate entsandt, schließt jedoch die Entsendung von Seestreitkräften zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus aus. Israel warnte unterdessen vor bevorstehenden Angriffen auf die südlichen Vororte Beiruts und forderte die Bewohner von sieben Gebieten auf, ihre Häuser zu verlassen, da es dort mutmaßliche Hisbollah-Militärstandorte angreife.

Erwähnte Persönlichkeiten