Iran-Krise: Trump prüft "sehr starke" Militäroptionen und ihre Folgen

Iran-Krise: Trump prüft "sehr starke" Militäroptionen und ihre Folgen

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Angesichts der eskalierenden Proteste im Iran und einer brutalen Niederschlagung durch das Regime bereitet sich US-Präsident Donald Trump auf eine mögliche Intervention vor. Die Optionen reichen von verstärkter Online-Unterstützung für die Opposition bis hin zu militärischen Schlägen, während die Spannungen in der Region zunehmen.

Die Eskalation der Proteste im Iran

Die Unruhen im Iran begannen Ende Dezember 2025, ausgelöst durch stark steigende Preise und den Kollaps der iranischen Währung. Diese anfänglichen Proteste haben sich inzwischen zu breiteren Anti-Regierungs-Demonstrationen entwickelt, die das islamische Regime bedrohen. Berichten zufolge wurden Hunderte von Demonstranten getötet und der Internetzugang im Land unterbrochen.

Laut der in den USA ansässigen Human Rights Activists News Agency wurden mehr als 500 Menschen getötet, darunter 490 Demonstranten, und über 10.600 Personen von den iranischen Behörden verhaftet. Eine weitere Menschenrechtsorganisation, die in Norwegen ansässige Iran Human Rights Group, meldete am Sonntag mindestens 192 getötete Demonstranten. Die Opferzahlen variieren zwischen den Gruppen, da der Zugang zu Informationen aufgrund der Internetblockade erschwert ist. Das Regime hat keine eigenen Zahlen veröffentlicht.

Mögliche Interventionsszenarien der USA

US-Präsident Donald Trump wird am Dienstag von seinen Beratern über mögliche Interventionsoptionen im Iran informiert. Die vorgeschlagenen Schritte umfassen laut Berichten des Wall Street Journal und Politico eine breite Palette von Maßnahmen:

  • Online-Unterstützung: Stärkung von Anti-Regierungs-Quellen im Internet.
  • Cyberangriffe: Einsatz von Cyberwaffen gegen iranische Militär- und Zivilziele.
  • **Sanktionen:** Verhängung weiterer Sanktionen gegen das Regime.
  • Militärschläge: Gezielte Angriffe innerhalb des Iran.

Matt Gertken, Chef-Geopolitik-Stratege bei BCA Research, kommentierte die Situation: „Wenn die USA entscheiden, dass sie handeln müssen, um Personal oder Vermögenswerte zu schützen oder Energieflüsse zu sichern, dann stehen ihnen eine Reihe von Werkzeugen zur Verfügung, von Cyber- und Sabotageakten bis hin zu Drohnen- und Raketenangriffen aus der Luft und von See.“ Gertken fügte hinzu, die USA könnten auch nukleare oder militärische Infrastruktur sowie Regierungseinrichtungen angreifen, um die Fähigkeiten des Regimes zu reduzieren und es von „destruktiven Aktionen abzuschrecken.“

Die Haltung der Trump-Administration

Präsident Trump erklärte am Sonntag an Bord der Air Force One, dass Iran seine zuvor definierte rote Linie bezüglich der Tötung von Demonstranten „anscheinend überschreitet.“ Er betonte: „Wir nehmen das sehr ernst. Das Militär prüft es, und wir prüfen einige sehr starke Optionen. Wir werden eine Entscheidung treffen.“ Trump hatte zuvor gedroht, Demonstranten zu „retten“, falls die iranische Regierung sie töten sollte, und postete auf Truth Social: „Iran strebt FREIHEIT an, vielleicht wie nie zuvor. Die USA stehen bereit zu helfen!!!“

Interessanterweise behauptete Trump auch, Iran habe Verhandlungen vorgeschlagen. „Ich denke, sie sind es leid, von den Vereinigten Staaten verprügelt zu werden“, sagte er. „Iran will verhandeln.“

Irans Warnungen und regionale Risiken

Die iranische Führung hat die USA und Israel vor jeglicher Intervention gewarnt. Präsident Masoud Pezeshkian beschuldigte am Sonntag die USA und Israel, die Unruhen zu schüren. Mohammad Baqer Qalibaf, der iranische Parlamentssprecher und ehemalige Kommandeur der Revolutionsgarden, warnte Washington vor einer „Fehlkalkulation“.

Qalibaf erklärte deutlich: „Im Falle eines Angriffs auf Iran werden die besetzten Gebiete sowie alle US-Basen und Schiffe unser legitimes Ziel sein.“ Matt Gertken von BCA Research wies auf die Fähigkeit Irans zur Vergeltung hin: „Iran ist weitaus fähiger, gegen die USA zurückzuschlagen, insbesondere durch Angriffe auf die regionale Energieinfrastruktur.“ Gertken merkte an, dass die Trump-Administration „nicht unbedingt darauf aus ist, das Regime zu zerstören“, es sei denn, die Lage verschlechtert sich „so erheblich, dass die USA die Gelegenheit nicht ungenutzt lassen können, zu intervenieren, um einen Regimewechsel zu erzwingen.“

Internationale Reaktionen und Aufrufe

Reza Pahlavi, der in den USA lebende Sohn des gestürzten Schahs von Iran, rief am Sonntag die iranischen Sicherheitskräfte und Regierungsangestellten dazu auf, sich der wachsenden Protestbewegung anzuschließen. In einem Social-Media-Beitrag formulierte Pahlavi: „Mitarbeiter staatlicher Institutionen sowie Mitglieder der Streit- und Sicherheitskräfte haben eine Wahl: sich auf die Seite des Volkes stellen und Verbündete der Nation werden, oder Komplizenschaft mit den Mördern des Volkes wählen.“

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