
Iran nutzt Kryptowährungen für Waffenhandel zur Umgehung von Sanktionen
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Berichten zufolge bietet Iran fortschrittliche Waffensysteme im Austausch gegen Kryptowährungen an ausländische Regierungen an. Dieser Schritt zielt darauf ab, westliche Finanzsanktionen zu umgehen und den Zugang zu internationalen Finanzmärkten zu gewährleisten. Das iranische Verteidigungsministerium, Mindex, erwägt digitale Währungen als Zahlungsmittel für Militärverträge.
Iran setzt auf Krypto im Waffenhandel
Iran soll Berichten zufolge fortschrittliche Waffensysteme im Austausch gegen Kryptowährungen an ausländische Regierungen verkaufen. Dieser Schritt wird als Versuch gewertet, westliche Finanzsanktionen zu umgehen, die die iranische Wirtschaft stark beeinträchtigen und den Zugang zu internationalen Finanzmärkten einschränken. Das iranische Verteidigungsministerium, genauer gesagt das Exportzentrum Mindex, ist offen für Verhandlungen über Militärverträge, die Zahlungen in digitalen Währungen ermöglichen, wie ein Bericht der Financial Times festhielt.
Mindex: Angebotspalette und Zahlungsoptionen
Mindex, die staatliche Stelle, die Irans Auslandsverteidigungsgeschäfte überwacht, zieht neben Kryptowährungen auch Tauschgeschäfte und iranische Rials als Zahlungsoptionen in Betracht. Die Webseite von Mindex listet einen Katalog von Waffen auf. Dieser umfasst unter anderem Sturmgewehre, ballistische Raketen, Drohnen, U-Boote und Kurzstrecken-Luftverteidigungssysteme.
Wirtschaftskrise treibt Irans Krypto-Strategie an
Iran hat Kryptowährungen bereits zuvor als Mittel zur Umgehung von Sanktionen in Betracht gezogen, die seine Wirtschaft beeinträchtigt und den Zugang zu internationalen Finanzmärkten eingeschränkt haben. Das Land hat sich dem Bitcoin (CRYPTO: BTC)-Mining zugewandt und Pläne zur Regulierung von Kryptowährungen signalisiert. Ziel ist es, "negative Auswirkungen zu eliminieren und gleichzeitig positive Effekte zu nutzen".
Internationale Spannungen und innenpolitische Herausforderungen
Die Nutzung von Kryptowährungen erfolgt vor dem Hintergrund einer tiefgreifenden politischen und wirtschaftlichen Krise im Iran. Letztes Jahr war Iran in einen größeren Konflikt mit Israel verwickelt, bei dem die USA später iranische Nuklearanlagen bombardierten. Präsident Donald Trump warnte Iran kürzlich davor, sein Atomprogramm wieder aufzubauen, und betonte, dass die USA über Irans Aktivitäten informiert seien und einen weiteren großen Schlag unterstützen könnten. Zusätzlich zu diesem internationalen Druck kämpft Iran mit einer landesweiten Abschaltung, die durch eskalierende Proteste ausgelöst wurde und Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Regierungsbüros in 21 Provinzen des Landes schwer getroffen hat.