Iran-Proteste eskalieren: Opferzahlen, US-Sanktionen und globale Reaktionen

Iran-Proteste eskalieren: Opferzahlen, US-Sanktionen und globale Reaktionen

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Die landesweiten Proteste im Iran haben in den letzten 17 Tagen laut Aktivisten mehr als 2.500 Menschenleben gefordert. Während die Gewalt eskaliert, hat US-Präsident Donald Trump seine Unterstützung für die Demonstranten bekundet und mögliche amerikanische Interventionen sowie weitreichende finanzielle Maßnahmen gegen die Regierung in Teheran angedeutet. Die Unruhen, die ursprünglich aus wirtschaftlicher Unzufriedenheit entstanden, nehmen zunehmend eine explizit regierungsfeindliche Haltung an.

Eskalation der Proteste und Opferzahlen

Seit Beginn der Proteste am 28. Dezember haben sich die Zahlen der Todesopfer drastisch erhöht. Die Human Rights Activists News Agency (HRANA) hat bis zum 14. Januar 2026 insgesamt 2.571 Todesfälle verifiziert und prüft Berichte über weitere 779 Todesfälle. Diese Zahlen umfassen 2.403 erwachsene Demonstranten, 12 Demonstranten unter 18 Jahren, 147 regierungsnahe Personen und neun nicht protestierende Zivilisten.

Zusätzlich zu den Todesfällen wurden laut HRANA 1.134 Demonstranten schwer verletzt und mindestens 18.137 Personen verhaftet. Die iranische Regierung hat bisher keine offiziellen zivilen Opferzahlen im Zusammenhang mit den anhaltenden Protesten veröffentlicht. ABC News konnte diese Zahlen nicht unabhängig überprüfen, doch unbestätigte Videos vom 13. Januar 2026 zeigten Dutzende Leichen im Forensischen Diagnose- und Laborzentrum der Provinz Teheran in Kahrizak.

Wirtschaftliche Ursachen und Regierungserklärungen

Die Proteste begannen Ende Dezember in der Innenstadt Teherans, wobei die Teilnehmer zunächst gegen die steigende Inflation und den fallenden Wert der Landeswährung Rial demonstrierten. Mit der Ausbreitung der Unruhen nahmen sie jedoch einen zunehmend regierungsfeindlichen Ton an.

Präsident Masoud Pezeshkian wurde am Mittwoch von staatlichen Medien zitiert, dass bei einer Verbesserung der wirtschaftlichen Bedingungen "wir ihre Proteste auf den Straßen nicht erleben würden". Der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei und andere hochrangige iranische Beamte haben sich bereit erklärt, auf die wirtschaftlichen Beschwerden der Demonstranten einzugehen, die Unruhen jedoch als von "Randalierern" und "Terroristen" bezeichnet, die von ausländischen Nationen wie den USA und Israel gesponsert werden.

US-Reaktion und mögliche Sanktionen

US-Präsident Donald Trump hat sich entschieden auf die Ereignisse im Iran geäußert. Am Dienstag schrieb er in sozialen Medien: "Iranische Patrioten, PROTESTIERT WEITER – ÜBERNEHMT EURE INSTITUTIONEN!!! Speichert die Namen der Mörder und Täter. Sie werden einen hohen Preis zahlen." Er kündigte an, alle Treffen mit iranischen Beamten abzusagen, bis die Tötung der Demonstranten aufhört, und fügte hinzu: "HILFE IST UNTERWEGS."

Auf Nachfrage von Reportern in Michigan, was er mit "Hilfe ist unterwegs" meine, antwortete Trump: "Das müssen Sie selbst herausfinden, es tut mir leid." Er riet Amerikanern, den Iran zu verlassen, und das Außenministerium forderte alle US-Bürger auf, das Land zu verlassen. Am Montag hatte Trump einen 25-prozentigen Zoll auf jedes Land angekündigt, das Geschäfte mit dem Iran macht.

Weitere Optionen werden diskutiert, darunter neue Sanktionen gegen wichtige Regimefiguren oder gegen den Energie- und Bankensektor des Iran. Mitglieder von Trumps nationalem Sicherheitsteam, darunter Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Direktor John Ratcliffe, trafen sich am Dienstag, um die Lage zu besprechen. Vizepräsident JD Vance leitete ebenfalls ein Strategietreffen zum Iran. Präsident Trump hat zudem mit Elon Musk über die Wiederherstellung des Internetzugangs für Iraner über Starlink gesprochen.

Interne Reaktionen und Internet-Blackout

Die iranischen Regierungskräfte haben mit einem massiven Sicherheitsvorgehen reagiert. Eine landesweite Internetabschaltung ist seit über 132 Stunden in Kraft, wie die Online-Überwachungsgruppe NetBlocks am Mittwoch mitteilte. Dies erschwert die Verbreitung von Informationen und Videos über die Proteste.

Der Leiter der iranischen Justiz, Gholamhossein Mohseni-Ejei, schlug am Mittwoch beschleunigte Gerichtsverfahren und Hinrichtungen für die bei den Protesten Verhafteten vor. Er betonte die Notwendigkeit schnellen Handelns, da eine Verzögerung die Wirkung mindern würde.

Internationale Drohungen und Appelle

Iranische Beamte haben Vergeltungsschläge gegen US-amerikanische und israelische Ziele angedroht, sollte es zu einer externen Intervention kommen. Russland verurteilte Trumps Drohung mit militärischen Maßnahmen.

Exilierte Dissidentenfiguren haben die Iraner aufgefordert, die Proteste fortzusetzen und die Regierung in Teheran zu stürzen. Der im Exil lebende iranische Kronprinz Reza Pahlavi appellierte am Montag an Trump, die Demonstranten zu unterstützen, und rief am Dienstag die Mitglieder des iranischen Militärs auf, sich den Protesten anzuschließen. Er betonte, dass sie die nationale Armee des Iran seien und die Pflicht hätten, das Leben ihrer Landsleute zu schützen.

Erwähnte Persönlichkeiten