
Iran und USA: Pezeshkian fordert faire Gespräche – Atomprogramm im Fokus
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Irans Präsident Masoud Pezeshkian hat seinen Außenminister angewiesen, "faire und gerechte" Gespräche mit den Vereinigten Staaten zu führen. Diese Ankündigung erfolgt inmitten erhöhter regionaler Spannungen und Berichten über bevorstehende hochrangige diplomatische Treffen, die auf eine Entspannung der Lage abzielen könnten.
Irans Präsident fordert "faire und gerechte" Gespräche
Präsident Pezeshkian gab am Dienstag bekannt, seinen Außenminister angewiesen zu haben, Verhandlungen mit den USA aufzunehmen. Er betonte, dass diese Gespräche im Rahmen der nationalen Interessen Irans geführt werden sollen. Auf Social Media und X erklärte Pezeshkian, dass die Verhandlungen von den Prinzipien der Würde, Klugheit und Zweckmäßigkeit geleitet werden müssten. Ein geeigneter Ort, "frei von Drohungen und unzumutbaren Erwartungen", sei für diese Gespräche zu finden.
Bedingungen für Verhandlungen und regionale Vermittlung
Pezeshkian unterstrich, dass die Gespräche mit den USA nationale Interessen sichern sollten, solange "Drohungen und unzumutbare Erwartungen" vermieden werden. Er reagierte damit auch auf Forderungen "befreundeter regionaler Länder", die auf den Vorschlag des US-Präsidenten für Gespräche reagieren wollten. Irans Außenminister Abbas Araghchi deutete an, dass Gespräche unmittelbar stattfinden könnten. Bei einem Besuch am Schrein von Ayatollah Ruhollah Khomeini betonte Araghchi, dass Iran immer bereit für Diplomatie gewesen sei, vorausgesetzt es gebe gegenseitigen Respekt und Berücksichtigung der Interessen.
Hintergrund der Spannungen und militärische Präsenz
Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund einer massiven Ansammlung von US-Kriegsschiffen und Flugzeugen in der Region, die für einen potenziellen Schlag gegen Iran bereitstehen. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angedeutet, dass die Iraner "ernsthaft mit uns reden" und auf ein Abkommen zur Abwendung militärischer Schläge verwiesen. Am Montag bestätigte Trump gegenüber Reportern im Weißen Haus, dass Gespräche stattfänden, während er gleichzeitig die Präsenz großer US-Schiffe in Richtung Iran erwähnte. Die USA hatten zuvor zusammen mit Israel im Juni während eines zwölftägigen Krieges iranische Atom- und ballistische Raketenstandorte angegriffen, woraufhin Iran Hunderte von ballistischen Raketen auf israelische Städte abfeuerte. Trump hatte eine "massive Armada" entsandt, auch als Reaktion auf Irans Vorgehen gegen Demonstranten, bei dem Tausende getötet wurden.
Potenzielles Treffen in Istanbul zum Atomprogramm
Berichten zufolge bereiten sich hochrangige Gesandte der USA und Irans darauf vor, sich noch diese Woche in Istanbul zu treffen, um über das iranische Atomprogramm zu sprechen. US-Gesandter Steve Witkoff wird voraussichtlich in der Region eintreffen, um Gespräche in Israel mit Premierminister Benjamin Netanyahu zu führen. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärte, dass "mehrere Punkte angesprochen wurden und wir die Details jeder Phase des diplomatischen Prozesses prüfen und finalisieren, den wir in den kommenden Tagen abschließen wollen". Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Witkoff und Araghchi am Freitag in Istanbul zusammen mit Vertretern aus Katar, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Ägypten zusammentreffen könnten, um ein mögliches Atomabkommen zu erörtern. Dieses Treffen wäre das erste zwischen US-amerikanischen und iranischen Beamten seit April letzten Jahres.