Iran-Unruhen treiben Ölpreise und spalten die Märkte: Dow steigt, Nasdaq fällt

Iran-Unruhen treiben Ölpreise und spalten die Märkte: Dow steigt, Nasdaq fällt

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Die globalen Finanzmärkte zeigen sich am Freitagmorgen gespalten: Während die Dow Jones Industrial Average Futures leicht zulegen, geben die Nasdaq Futures nach. Ursache hierfür sind die anhaltenden Unruhen im Iran, die Inflationsrisiken eines potenziellen Nahostkonflikts in den Vordergrund rücken lassen und die Rohölpreise in die Höhe treiben.

Märkte im Spannungsfeld geopolitischer Risiken

Die Futures des Dow Jones Industrial Average stiegen am Freitagmorgen um 0,01 Prozent, gestützt durch Schwergewichte aus den Bereichen Verteidigung und Energie. Im Gegensatz dazu fielen die Nasdaq 100 Futures um 0,03 Prozent, da Anleger die potenziellen Inflationsrisiken eines Nahostkonflikts einpreisten. Auch die S&P 500 Futures zeigten sich mit einem Minus von 0,01 Prozent leicht schwächer, während die Russell 2000 Futures um 0,05 Prozent zulegten.

Am Donnerstag schlossen der SPDR S&P 500 ETF Trust (NYSE:SPY) und der Invesco QQQ Trust ETF (NASDAQ:QQQ), die den S&P 500 bzw. den Nasdaq 100 Index abbilden, niedriger. Der SPY verzeichnete laut Benzinga Pro Daten ein Minus von 0,01 Prozent bei 689,51 US-Dollar, während der QQQ um 0,60 Prozent auf 620,47 US-Dollar sank. Diese Divergenz zwischen den Indizes ist ein klares Zeichen für die aktuelle Marktunsicherheit.

Rohölpreise steigen durch Iran-Unruhen

Die West Texas Intermediate (WTI) Rohöl-Futures für die Februar-Lieferung stiegen um 0,64 Prozent auf 58,13 US-Dollar pro Barrel und beendeten damit eine jüngste Abwärtsphase. Dieser Anstieg ist direkt auf die Befürchtungen von Versorgungsunterbrechungen zurückzuführen, da das iranische Regime seiner schwersten existenziellen Bedrohung seit Jahrzehnten gegenübersteht.

Händler sichern sich aggressiv gegen eine mögliche Schließung der Straße von Hormus oder Schäden an der iranischen Ölinfrastruktur ab. Dies geschieht nach der Warnung von Präsident Donald Trump, dass die USA möglicherweise eingreifen könnten, um Demonstranten zu "retten". Die iranische Regierung hat zudem einen landesweiten Internet-Blackout verhängt, um den Widerstand zu unterdrücken, was die Risikoprämie an den Energiemärkten deutlich erhöht hat. Berichte über Streiks an Pipelines und Gasengpässe verstärken die Sorgen um einen unmittelbaren Versorgungsschock.

Edelmetalle: Kurze Verschnaufpause nach Rekordhochs

Trotz der "sicheren Hafen"-Erzählung, die die Woche dominierte, verzeichneten Edelmetalle am Freitag einen leichten technischen Rückgang, nachdem sie historische Höchststände erreicht hatten. Spot Gold wurde bei 4.460,77 US-Dollar gehandelt, ein Minus von 0,37 Prozent, bleibt aber nahe seinem 52-Wochen-Hoch von etwa 4.550 US-Dollar.

Silber folgte einer ähnlichen Entwicklung und sank um 0,61 Prozent auf 76,53 US-Dollar. Rahul Kalantri, VP Commodities bei Mehta Equities Ltd., kommentierte die technischen Niveaus: „Gold hat Unterstützung bei 4410-4355 US-Dollar, während der Widerstand bei 4525-4560 US-Dollar liegt. Silber hat Unterstützung bei 75,10-73,45 US-Dollar, während der Widerstand bei 80,05-82,40 US-Dollar liegt.“

Bitcoin unter Volatilität durch Sanktionsumgehung

Auf den Kryptomärkten bewegte sich Bitcoin (CRYPTO: BTC) um 90.873 US-Dollar und fiel in den letzten 24 Stunden leicht um 0,19 Prozent. Das Asset hat eine erhöhte Volatilität erfahren, nachdem Berichte aufkamen, dass das iranische Verteidigungsministerium versucht, militärische Vermögenswerte in Kryptowährung zu liquidieren, um Sanktionen zu umgehen.

Während dies die Nützlichkeit von Krypto zur Umgehung traditioneller Bankwege bestätigt, hat es auch regulatorische Ängste geschürt. Dies hält den Preis vorerst unter der 100.000 US-Dollar-Schwelle.

Blick auf Asien und den US-Arbeitsmarkt

Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Freitag überwiegend höher, aber vorsichtig, da Anleger auf die Veröffentlichung wichtiger US-Arbeitsmarktdaten und eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu den Zöllen von Präsident Donald Trump warteten. Der chinesische Shanghai Composite Index stieg um 0,6 Prozent, während der Hang Seng Index in Hongkong um 0,2 Prozent zulegte. Japans Nikkei Index verzeichnete einen Anstieg von fast 1 Prozent.

Der bevorstehende US-Arbeitsmarktbericht (NFP) wird weitere Hinweise auf den Zinspfad der Federal Reserve geben. Die Märkte preisen derzeit mindestens zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte im Jahr 2026 ein. Viele einflussreiche Händler und institutionelle Anleger halten sich vor der Veröffentlichung des NFP-Berichts zurück, um ihre ersten großen Makro-Wetten des Jahres 2026 zu platzieren.

Rückblick: US- und europäische Märkte am Donnerstag

Am Donnerstag schlossen die US-Aktienmärkte uneinheitlich. Der technologieintensive Nasdaq Composite fiel um 0,4 Prozent, während der Dow um 0,6 Prozent zulegte und der S&P 500 geringfügig höher schloss. Der Verteidigungssektor verzeichnete Gewinne, nachdem Präsident Trump eine Erhöhung der jährlichen Verteidigungsausgaben um 500 Milliarden US-Dollar gefordert hatte.

Auch die europäischen Aktienmärkte beendeten den Donnerstag gemischt. Der paneuropäische Stoxx 600 gab um 0,2 Prozent nach. Während der britische FTSE 100 geringfügig niedriger schloss, legte der deutsche DAX leicht zu und der französische CAC 40 gewann 0,1 Prozent.

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