Iranische Raketen treffen Israel: Dutzende Verletzte nahe Nuklearanlage

Iranische Raketen treffen Israel: Dutzende Verletzte nahe Nuklearanlage

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Bei iranischen Raketenangriffen auf die südisraelischen Städte Dimona und Arad, die sich in der Nähe von Israels wichtigstem Nuklearforschungszentrum befinden, wurden am Sonntag, den 22. März 2026, mindestens 90 Menschen verletzt. Es war das erste Mal in dem vor drei Wochen begonnenen Krieg, dass das Gebiet des israelischen Nuklearforschungszentrums zum Ziel wurde. Die Vorfälle ereigneten sich Stunden, nachdem Irans Nuklearanreicherungsanlage Natanz von einem Luftangriff getroffen worden war, für den Israels Militär die Verantwortung bestritt.

Angriffe auf Dimona und Arad

Die iranischen Angriffe trafen zwei Gemeinden in der dünn besiedelten Negev-Wüste. Die israelische Armee gab an, die iranischen Raketen, die die Städte Dimona und Arad trafen, nicht abfangen zu können. Dies führte zu einer Untersuchung durch die israelische Luftwaffe und das Home Front Command.

In Arad wurden laut der Notfallrettungsorganisation Magen David Adom (MDA) mindestens 59 Menschen verletzt. Sechs Personen wurden in ernstem Zustand, 13 in mittelschwerem und 40 in leichtem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Die MDA-Teams suchten weiterhin in den Trümmern nach weiteren Opfern. In der nahe gelegenen Stadt Dimona wurden Stunden zuvor bei einem separaten iranischen Angriff mindestens 33 Menschen verletzt, wie die MDA zuvor berichtete. Andere Quellen sprachen von nahezu 100 Verletzten insgesamt, darunter ein 12-jähriger Junge und ein 5-jähriges Mädchen in ernstem Zustand.

Umfangreiche Schäden und viele Verletzte

Die direkten Treffer in Arad verursachten weitreichende Schäden an mindestens zehn Wohngebäuden, von denen drei stark beschädigt waren und einzustürzen drohten. Aufnahmen des israelischen Rettungsdienstes zeigten einen großen Krater neben scheinbar abgerissenen Außenwänden von Apartmentgebäuden. Die Rakete schien ein offenes Gebiet getroffen zu haben, führte aber zu erheblichen Kollateralschäden.

Einige Berichte deuteten auf mögliche Todesfälle hin, die jedoch nicht offiziell bestätigt wurden. Eli Bin, der Geschäftsführer von Magen David Adom, beschrieb die Szene als "ein Ereignis enormen Ausmaßes" und äußerte Bedenken hinsichtlich vermisster Personen.

Israels Luftabwehr und die Folgen

Die Unfähigkeit der israelischen Luftabwehr, die iranischen Raketen abzufangen, wurde von Brigadegeneral Effie Defrin, einem Sprecher der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF), bestätigt. Er erklärte auf X, dass die Luftabwehrsysteme zwar operierten, die Rakete jedoch nicht abfingen. Eine Untersuchung des Vorfalls wurde eingeleitet.

Der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf kommentierte auf X, dass es, wenn das israelische Regime nicht in der Lage sei, Raketen im stark geschützten Dimona-Gebiet abzufangen, operativ ein Zeichen für den Eintritt in eine neue Phase des Kampfes sei. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu gelobte nach den Angriffen, dass Israels Militär seine Kriegsanstrengungen im Nahen Osten fortsetzen werde. Er sprach von einem "sehr schwierigen Abend im Kampf um unsere Zukunft" und betonte die Entschlossenheit, "unsere Feinde an allen Fronten weiter zu treffen".

Hintergrund: Gegenseitige Angriffe und nukleare Anlagen

Die iranischen Angriffe erfolgten nur Stunden, nachdem Irans Nuklearanreicherungsanlage Natanz, etwa 217 Kilometer südöstlich von Teheran gelegen, von einem Luftangriff getroffen wurde. Israel bestritt am Samstag die Verantwortung für diesen Angriff. Die offizielle Nachrichtenagentur der iranischen Justiz, Mizan, berichtete, es habe keine Leckage gegeben. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) teilte auf X mit, sie untersuche den Angriff, es seien jedoch keine erhöhten Strahlungswerte außerhalb des Geländes gemeldet worden.

Die Natanz-Anlage war bereits im Juni 2025 während des zwölftägigen Iran-Israel-Krieges von israelischen Luftangriffen getroffen worden, später im selben Monat auch von den USA. Die IAEA hat erklärt, dass der Großteil der geschätzten 440 Kilogramm angereicherten Urans des Iran sich an einem anderen Ort befindet, unter den Trümmern seiner Isfahan-Anlage, die ebenfalls im vergangenen Juni von den USA bombardiert wurde.

Internationale Reaktionen und die Zukunft

Israel gilt als die einzige Nation im Nahen Osten mit Atomwaffen, obwohl seine Führung deren Existenz weder bestätigt noch dementiert. Die IAEA, die Atomaufsichtsbehörde der Vereinten Nationen, erklärte auf X, sie habe keine Berichte über Schäden am israelischen Zentrum oder anormale Strahlungswerte erhalten.

Die jüngsten Ereignisse unterstreichen die anhaltende Eskalation der Spannungen in der Region. Berichten zufolge hat die Trump-Administration am Freitag Methoden und Optionen zur Sicherung oder Extraktion iranischer Nuklearmaterialien strategisch erörtert. Der Zeitpunkt einer solchen Operation, sollte Präsident Trump sie anordnen, blieb jedoch unklar. Ein Insider gab an, dass noch keine Entscheidung getroffen wurde. Lt. Col. Nadav Shosh, ein Sprecher der IDF, äußerte auf Social Media, es werde "zunehmend klar, dass das iranische Regime auf rücksichtslose Angriffe zurückgreift, die nur seine Instabilität und Missachtung menschlichen Lebens weiter offenbaren, während es strategisch Zivilisten ins Visier nimmt."

Erwähnte Persönlichkeiten