IWN vs. SLYV: Small-Cap Value ETFs im Vergleich der Sektorallokation

IWN vs. SLYV: Small-Cap Value ETFs im Vergleich der Sektorallokation

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Zwei prominente ETFs, der iShares Russell 2000 Value ETF (IWN) und der State Street SPDR S&P 600 Small Cap Value ETF (SLYV), bieten Anlegern Zugang zu US-amerikanischen Small-Cap-Value-Aktien. Obwohl beide das gleiche Marktsegment ansprechen, unterscheiden sie sich erheblich in ihrer Indexnachbildung, der Portfoliobreite, der Sektorallokation und den Kostenstrukturen. Diese Unterschiede sind entscheidend für Anleger, die eine fundierte Entscheidung treffen möchten.

IWN und SLYV: Ein Überblick über Small-Cap Value ETFs

Der iShares Russell 2000 Value ETF (IWN) und der State Street SPDR S&P 600 Small Cap Value ETF (SLYV) sind Exchange Traded Funds (ETFs), die sich auf US-amerikanische Small-Cap-Value-Aktien konzentrieren. Sie richten sich an Anleger, die ein Engagement im Value-Faktor bei kleineren Unternehmen suchen. Trotz dieses gemeinsamen Ziels weisen die beiden Fonds deutliche Unterschiede auf, die es zu beleuchten gilt.

Indexnachbildung und Portfoliobreite

Ein wesentlicher Unterschied liegt in den zugrunde liegenden Indizes, die IWN und SLYV nachbilden. IWN folgt dem Russell 2000 Value Index und hält aktuell 1.407 Aktien. Dies macht ihn zu einem der breitesten verfügbaren Small-Cap-Value-ETFs und bietet eine umfassende Marktexposition. Mit über 25 Jahren am Markt und einem verwalteten Vermögen (AUM) von 12,5 Milliarden US-Dollar bietet IWN zudem eine tiefe Liquidität.

Im Gegensatz dazu bildet SLYV den S&P SmallCap 600 Value Index ab und umfasst 454 Unternehmen. Dieser Ansatz führt zu einem konzentrierteren Portfolio von Small-Cap-Value-Aktien. SLYV verwaltet ein AUM von 4,2 Milliarden US-Dollar.

Sektorallokation und Top-Positionen

Die Sektorallokation ist ein entscheidender Faktor, der Anlegern bei der Wahl zwischen IWN und SLYV helfen kann. Beide Fonds weisen den größten Anteil dem Finanzdienstleistungssektor zu, divergieren jedoch in den nachfolgenden Sektoren.

IWN hat seine Sektorgewichtung am stärksten in Finanzdienstleistungen (27%), Industriewerten (13%) und Gesundheitswesen (11%). Zu den Top-Positionen gehören Blk Csh Fnd Treasury Sl Agency (XTSLA), Echostar (NASDAQ:SATS) und Hecla Mining (NYSE:HL). Es ist bemerkenswert, dass die größte Position von IWN ein Geldmarktfonds ist, der 1% des Fonds ausmacht.

SLYV hingegen neigt zu Finanzdienstleistungen (23%), Konsumgütern (16%) und Industriewerten (15%). Seine Top-Positionen sind Borgwarner (NYSE:BWA), Hecla Mining und Lincoln National (NYSE:LNC). Im Gegensatz zu IWN bestehen die zehn größten Positionen von SLYV ausschließlich aus Aktien. Anleger, die ein höheres Engagement im Technologiesektor wünschen, könnten SLYV bevorzugen, während IWN für diejenigen interessant ist, die mehr Gesundheitswesen-Exposure suchen.

Kosten, Rendite und Liquidität

Bei den Gebühren ist SLYV die günstigere Option mit einer jährlichen Expense Ratio von 0,15%. IWN ist mit 0,24% jährlich um 0,09 Prozentpunkte teurer. SLYV bietet zudem eine leicht höhere Dividendenrendite von 2,1% im Vergleich zu IWN mit 1,7%, was für einkommensorientierte Anleger attraktiv sein könnte.

Hinsichtlich der Performance zeigte IWN über das letzte Jahr (Stand 19. Dezember 2025) eine bessere Rendite von 13,4% gegenüber 6,4% bei SLYV. Langfristig betrachtet entwickeln sich die Fonds jedoch vergleichbar. Die maximale Drawdown über fünf Jahre lag bei SLYV bei -29,6% und bei IWN bei -29,0%. Ein Investment von 1.000 US-Dollar über fünf Jahre hätte bei SLYV zu 1.420 US-Dollar und bei IWN zu 1.414 US-Dollar geführt. Beta, ein Maß für die Preisvolatilität relativ zum S&P 500, wird aus fünfjährigen wöchentlichen Renditen berechnet.

Was dies für Anleger bedeutet

Die Wahl zwischen IWN und SLYV hängt von den individuellen Präferenzen und Anlagezielen ab. SLYV punktet mit einer niedrigeren Expense Ratio und einer höheren Dividendenrendite, was für kostenbewusste oder einkommensorientierte Anleger von Vorteil sein kann.

Die Sektorallokation ist ein weiterer entscheidender Faktor. Anleger, die ein stärkeres Engagement im Gesundheitswesen wünschen, könnten IWN bevorzugen. Wer hingegen eine stärkere Gewichtung in Konsumgütern oder potenziell mehr Technologieaktien sucht, könnte SLYV als passender empfinden. Die unterschiedliche Portfoliobreite und die Art der Top-Holdings – IWN mit einem Geldmarktfonds, SLYV ausschließlich mit Aktien – sind ebenfalls wichtige Überlegungen für die Diversifikation.