Johnson bestreitet Kontrollverlust im Repräsentantenhaus nach ACA-Revolte

Johnson bestreitet Kontrollverlust im Repräsentantenhaus nach ACA-Revolte

Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Sprecher Mike Johnson hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe die Kontrolle über das Repräsentantenhaus verloren, nachdem eine Gruppe moderater Republikaner sich den Demokraten angeschlossen hatte. Diese Aktion zielte darauf ab, eine Abstimmung über eine dreijährige Verlängerung der Subventionen für den Affordable Care Act (ACA) zu erzwingen, was die ohnehin knappe Mehrheit der Republikaner vor erhebliche Herausforderungen stellt.

Johnsons Standpunkt zur knappen Mehrheit

Mike Johnson betonte die historische Dimension der aktuellen Situation: "Wir haben die kleinste Mehrheit in der Geschichte der USA, okay?" Er erklärte, dass dies keine normalen Zeiten seien und die Verfahren im Repräsentantenhaus bei größeren Mehrheiten seltener angewendet würden. Angesichts der hauchdünnen Mehrheit seien jedoch alle Verfahren denkbar, was die Komplexität der Gesetzgebungsarbeit erhöhe. Johnson äußerte sich dazu auf einer Pressekonferenz am 17. Dezember 2025.

Die republikanische Revolte und der Entlastungsantrag

Vier moderate Republikaner – Brian Fitzpatrick, Mike Lawler, Rob Bresnahan und Ryan Mackenzie – brachen die Reihen und unterzeichneten den Entlastungsantrag (discharge petition) von Hakeem Jeffries, dem Minderheitsführer der Demokraten. Damit erreichte der Antrag die erforderlichen 218 Unterschriften, um eine Abstimmung zu erzwingen. Diese Abstimmung wird voraussichtlich frühestens im Januar 2026 stattfinden.

Die Entscheidung der Republikaner erfolgte, nachdem der republikanisch kontrollierte House Rules Committee am Dienstagabend Änderungsanträge zur Verlängerung der ACA-Subventionen blockiert hatte. Johnson hatte sich zuvor geweigert, eine direkte Abstimmung über die auslaufenden Subventionen zuzulassen, die im Herbst der zentrale Punkt eines 43-tägigen Regierungsstillstands waren.

Motivation der moderaten Republikaner

Die moderaten Republikaner, insbesondere jene aus umkämpften Wahlbezirken, äußerten Bedenken hinsichtlich der politischen Konsequenzen, sollten die Subventionen nicht verlängert werden. Rep. Mike Lawler aus New York erklärte auf X, er unterstütze den Gesetzentwurf der Demokraten zwar nicht in seiner jetzigen Form, aber "wenn die Führung Maßnahmen vollständig blockiert, hat der Kongress die Verantwortung zu handeln." Seine Priorität sei es, sicherzustellen, dass Familien im Hudson Valley nicht im Stillstand gefangen seien.

Rep. Brian Fitzpatrick aus Pennsylvania forderte erneut eine direkte Abstimmung über die ACA-Subventionen und appellierte an die Führung, "das Repräsentantenhaus seinen Willen tun zu lassen." Er fügte hinzu: "Man kann Gesetzentwürfe nicht auf dem Boden liegen lassen, weil man Angst hat, dass sie verabschiedet werden. So sollte dieser Ort nicht funktionieren." Rep. Rob Bresnahan aus Pennsylvania kritisierte, dass die Führung beider Parteien keine überparteiliche Einigung erzielt habe.

Die verschiedenen Vorschläge zur Gesundheitsversorgung

Die Debatte dreht sich um verschiedene Ansätze zur Gesundheitsversorgung und den auslaufenden ACA-Subventionen:

  • Demokratischer Entlastungsantrag: Zielt auf eine saubere, dreijährige Verlängerung der ACA-Subventionen ab.
  • Fitzpatricks Vorschlag: Ein Entlastungsantrag, der eine zweijährige Verlängerung der Steuergutschriften bis 2027 vorsieht, gekoppelt mit einer Einkommensgrenze für Berechtigte und einer Ausweitung von Gesundheitssparkonten. Zudem soll eine kleine monatliche Prämie für Begünstigte mit dem niedrigsten Einkommen eingeführt werden, um betrügerische Anmeldungen zu bekämpfen.
  • Republikanisches Gesundheitspaket: Das Repräsentantenhaus wird am Mittwochabend über ein eng gefasstes republikanisches Gesundheitspaket abstimmen, das die auslaufenden ACA-Steuergutschriften nicht direkt adressiert. Dieser Vorschlag würde die Verfügbarkeit von Verbandsgesundheitsplänen und sogenannten "CHOICE-Vereinbarungen" erweitern, neue Transparenzanforderungen für Apothekenleistungsmanager einführen, um die Arzneimittelkosten zu senken, und Gelder für Kostenteilungsreduktionen bereitstellen, um Prämien auf dem individuellen Markt zu senken.

Ausblick und nächste Schritte

Die Abstimmung über den Entlastungsantrag wird voraussichtlich frühestens im Januar 2026 stattfinden. Die große Frage ist, wie der Senat reagieren wird. Der Senat hat eine saubere dreijährige Verlängerung der Subventionen bereits in der vergangenen Woche abgelehnt, obwohl mehrere republikanische Senatoren die Reihen durchbrachen und sich allen Demokraten anschlossen, um sie zu unterstützen.

Am Mittwochabend wird das Repräsentantenhaus über das republikanische Gesundheitspaket abstimmen. Sprecher Johnson benötigt eine einfache Mehrheit und kann sich nur drei republikanische Gegenstimmen leisten. Demokratische Führer mobilisieren ihre Mitglieder gegen den Gesetzentwurf, was die Abstimmung für Johnson, der weiterhin eine knappe Mehrheit navigieren muss, sehr eng machen wird. Johnson äußerte sich zu den laufenden Gesprächen mit Moderaten: "Wir hatten gerade eine intensive Gemeinschaft... Wir arbeiten uns durch sehr komplexe Probleme, wie wir es hier ständig tun, und es ist gut. Jeder arbeitet an Ideen. Wir halten das produktive Gespräch am Laufen. Das ist es, was passiert."

Erwähnte Persönlichkeiten