
JPM Coin: JPMorgan startet Dollar-Einlagen-Token für institutionelle Kunden
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JPMorgan Chase & Co. hat mit der Einführung seines Einlagen-Tokens namens JPM Coin für institutionelle Kunden begonnen. Dieser digitale Token repräsentiert Dollar-Einlagen und ermöglicht schnelle Transaktionen über die öffentliche Blockchain Base von Coinbase. Damit vertieft die Großbank ihr Engagement im Bereich digitaler Vermögenswerte.
JPMorgan führt JPM Coin ein
JPMorgan Chase & Co. (NYSE:JPM) hat begonnen, seinen Einlagen-Token JPM Coin für institutionelle Kunden auszurollen. Dieser Schritt unterstreicht das wachsende Engagement von Banken im Bereich digitaler Vermögenswerte. Der Token repräsentiert Dollar-Einlagen bei der weltweit größten Bank und ermöglicht es Nutzern, Geld über die öffentliche Blockchain Base von Coinbase (NASDAQ:COIN) zu senden und zu empfangen. Dies bestätigte Naveen Mallela, globaler Co-Leiter von JPMorgans Blockchain-Division Kinexys, in einem Interview.
Technologie und Testphase
Die Einführung des JPM Coin, dessen Ticker JPMD lautet, folgt einer mehrmonatigen Testphase. An dieser Erprobung waren Unternehmen wie Mastercard (NYSE:MA), Coinbase und B2C2 beteiligt. Die Pläne für eine Pilotphase des JPM Coin wurden erstmals im Juni angekündigt. JPMorgan hat zudem den Ticker JPME für eine mögliche zukünftige Einführung eines auf Euro lautenden Einlagen-Tokens markenrechtlich schützen lassen, so Mallela.
Was sind Deposit Tokens?
Deposit Tokens sind digitale Münzen, die von Geschäftsbanken ausgegeben werden und einen Anspruch auf bestehende Kundeneinlagen darstellen. Sie sind im Wesentlichen tokenisierte Versionen von Geld, das bereits auf Bankkonten gehalten wird. Ihr Design ermöglicht eine nahtlose Bewegung über Blockchain-Netzwerke hinweg, was schnellere und effizientere Transaktionen ermöglicht.
Im Gegensatz zu Stablecoins, die typischerweise eins zu eins durch Reserven wie Staatsanleihen oder andere liquide Vermögenswerte gedeckt sind, stellen Deposit Tokens direkte Ansprüche auf Bankeinlagen dar und können sogar zinsbringend sein. Dies macht sie zu einer attraktiven Option für institutionelle Anleger. JPM Coin wird laut Berichten auch als Sicherheit auf Coinbase akzeptiert werden.
Strategische Ausweitung und Zukunftspläne
JPMorgan vertieft sein Blockchain-Engagement und folgt damit ähnlichen Schritten großer Banken wie Citigroup Inc. (NYSE:C), Goldman Sachs (NYSE:GS) und der Deutschen Bank. Diese Entwicklung erfolgt auch nach der Verabschiedung des Genius Act in den USA, der Stablecoins reguliert – eine weitere zunehmend beliebte Form von digitalem Geld.
Naveen Mallela äußerte zudem, dass die Bank beabsichtigt, den Token schließlich auch den Kunden ihrer Kunden zugänglich zu machen und Versionen in weiteren Währungen einzuführen, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung. Darüber hinaus plant die Bank, die Reichweite des Tokens in Zukunft auf andere Blockchain-Netzwerke auszudehnen. JPMorgan reagierte nicht unmittelbar auf eine Anfrage von Benzinga zur Stellungnahme.