JPMorgan sieht 140% Potenzial bei Eve Holding (EVEX) eVTOL-Aktie

JPMorgan sieht 140% Potenzial bei Eve Holding (EVEX) eVTOL-Aktie

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Die eVTOL-Branche (electric Vertical Takeoff and Landing) wird oft von Visionen getragen, doch eine Aktie scheint ihr Potenzial am Markt nicht vollständig widerzuspiegeln. JPMorgan-Analyst Marcelo Motta sieht für Eve Holding, Inc. (NYSE:EVEX), die derzeit bei rund 2,50 US-Dollar gehandelt wird, ein Kurspotenzial von 140 % bis auf 6 US-Dollar. Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass der Markt die Fortschritte des Unternehmens möglicherweise unterbewertet.

JPMorgan sieht erhebliches Potenzial

JPMorgan Chase & Co. hat sein Kursziel für Eve Holding (NYSE:EVEX) von zuvor 7,00 US-Dollar auf 6,00 US-Dollar gesenkt, jedoch gleichzeitig die "Overweight"-Einstufung beibehalten. Dieses neue Kursziel impliziert ein Aufwärtspotenzial von 141,45 % gegenüber dem aktuellen Kurs. Marcelo Motta von JPMorgan betont, dass die Aktie trotz der positiven Entwicklung wie ein Unternehmen ohne Vision bewertet wird, was nach Ansicht der Bank auf eine Fehleinschätzung des Marktes hindeuten könnte.

Weitere Analysten haben ebenfalls Bewertungen abgegeben: Cantor Fitzgerald senkte am 18. März sein Kursziel von 7,00 US-Dollar auf 6,00 US-Dollar und setzte eine "Overweight"-Einstufung. Die Goldman Sachs Group nahm am 1. Dezember die Berichterstattung mit einer "Neutral"-Einstufung und einem Kursziel von 4,84 US-Dollar auf. Canaccord Genuity Group bestätigte am 18. März eine "Buy"-Einstufung mit einem Kursziel von 7,50 US-Dollar. Laut MarketBeat liegt die Konsensbewertung bei "Hold" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 6,47 US-Dollar.

Fortschritte bei der De-Risking-Strategie

Eve Holding zeichnet sich durch messbare Fortschritte in der Entwicklung aus, die das Risiko des Projekts reduzieren. Marcelo Motta hebt hervor, dass das Unternehmen bereits über 28 Flugtests mit mehr als einer Stunde Flugzeit absolviert hat. Dies ist Teil eines strukturierten Zertifizierungsplans, der Hunderte weiterer Flüge und mehrere Prototypen vor dem angestrebten Markteintritt umfasst.

In einem Sektor, in dem Zeitpläne häufig überschritten werden, ist dieser methodische Fortschritt von großer Bedeutung. Das Unternehmen arbeitet aktiv daran, die Risiken zu minimieren und die Zertifizierung voranzutreiben, was es von anderen Akteuren im eVTOL-Bereich abhebt.

Starke Liquidität als Rückhalt

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die solide Bilanz von Eve Holding. Das Unternehmen verfügt über liquide Mittel von mehr als 540 Millionen US-Dollar. Diese Liquidität reicht aus, um den Betrieb bis mindestens 2027–2028 zu finanzieren, selbst bei steigenden Ausgaben für Entwicklung und Produktion.

JPMorgan merkt an, dass die Aktie derzeit auf ihrem niedrigsten Niveau im Verhältnis zur Netto-Liquidität seit ihrer Börsennotierung gehandelt wird. Dies könnte darauf hindeuten, dass ein Großteil der potenziellen Abwärtsrisiken bereits im aktuellen Kurs eingepreist ist. Die starke Liquidität bietet einen wichtigen Puffer und erhöht die Überlebensfähigkeit des Unternehmens in der anspruchsvollen Entwicklungsphase.

Umfangreicher Auftragsbestand und Marktposition

Eve Holding verfügt über eine beeindruckende Pipeline von rund 2.700 Flugzeugen in Form von unverbindlichen Bestellungen. Diese repräsentieren ein potenzielles Volumen von etwa 13,5 Milliarden US-Dollar und eröffnen zudem wachsende Möglichkeiten im Dienstleistungsbereich. Die Größe dieses Auftragsbestands unterstreicht das Vertrauen in die Technologie und das Geschäftsmodell von Eve.

Der Wettbewerb im eVTOL-Sektor dreht sich nicht nur darum, wer zuerst am Ziel ist, sondern auch darum, wer die Reise überlebt. JPMorgan sieht Eve Holding als einen der am stärksten "de-risked" Namen in diesem Bereich, der gleichzeitig am stärksten unterbewertet ist. Die Aktie (EVEX) wurde am Dienstag im Mid-Day-Handel bei 2,49 US-Dollar gehandelt, mit einem Handelsvolumen von 538.701 Aktien. Die Marktkapitalisierung beträgt 865,54 Millionen US-Dollar, das KGV liegt bei -3,60 und der Beta-Wert bei 0,88. Das Unternehmen meldete für das letzte Quartal einen EPS von -0,18 US-Dollar und verfehlte damit die Konsensschätzungen von -0,14 US-Dollar.

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