Jump Trading investiert in Prognosemärkte: Kalshi & Polymarket im Fokus

Jump Trading investiert in Prognosemärkte: Kalshi & Polymarket im Fokus

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Jump Trading, ein führendes Handelsunternehmen aus Chicago, steigt Berichten zufolge mit Eigenkapitalbeteiligungen in die Prognosemärkte von Kalshi und Polymarket ein. Diese strategische Bewegung, die über traditionelle Barinvestitionen hinausgeht, unterstreicht die wachsende Bedeutung von Liquidität in einem Sektor, der bereits auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Jump Trading steigt in Prognosemärkte ein

Jump Trading, ein in Chicago ansässiges Handelsunternehmen, positioniert sich Berichten zufolge als wichtiger Akteur in der aufstrebenden Welt der Prognosemärkte. Das Unternehmen soll Eigenkapitalbeteiligungen an Kalshi Inc. und Polymarket erwerben. Dieser Schritt markiert den Übergang von Jump Trading von einem Beobachter zu einem direkten Anteilseigner in einem Sektor, dessen kombinierter Wert auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Die Vereinbarungen wurden von Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen gemeldet, obwohl keine der Plattformen die Partnerschaft offiziell bekannt gegeben hat. Jump Trading, ein 1999 gegründetes proprietäres Handelsunternehmen, ist damit auf dem besten Weg, kleine Anteile an diesen Plattformen zu erwerben.

"Equity-for-Liquidity": Ein neues Modell

Die Beteiligungen von Jump Trading werden nicht durch traditionelle Barinvestitionen, sondern durch sogenannte "Equity-for-Liquidity"-Vereinbarungen aufgebaut. Diese strukturierten Venture-Vereinbarungen betonen die entscheidende Rolle tiefer Liquidität für den Erfolg dieser Prognosemarkt-Plattformen.

Die Vereinbarung mit Kalshi, einer von der CFTC regulierten Plattform, umfasst eine festgelegte Menge an Eigenkapital. Die Beteiligung an Polymarket wird sich hingegen danach richten, wie viel Handelskapazität Jump Trading den US-Operationen der Plattform zur Verfügung stellt. Jump Trading hat Berichten zufolge über 20 Mitarbeiter speziell für den Prognosemarktsektor abgestellt.

Die Rolle von Jump Trading und die Marktbedeutung

Die Deals positionieren Jump Trading als Eigentümer in zwei führenden Prognosemarkt-Plattformen, genau in einer Phase des Hyperwachstums des Sektors. Prognosemärkte haben an Popularität gewonnen und bieten Kontrakte auf eine Vielzahl von Ereignissen an, von Zinserhöhungen der Fed bis hin zu Super Bowl-Ergebnissen.

Während hochkarätige Ereignisse wie Präsidentschaftswahlen und der Super Bowl große Handelsvolumina anziehen, stellt die Liquidität von Jump Trading sicher, dass auch dünnere Nischenmärkte handelbar bleiben. Dies ist Teil der breiteren Entwicklung von Jump Trading über traditionelle Aktienmärkte hinaus.

Institutionelle Präsenz: Chancen und Herausforderungen

Der Einstieg von institutionellem Geld wie Jump Trading wirft grundlegende Fragen über das Kernversprechen von Prognosemärkten auf. Sowohl Kalshi als auch Polymarket vermarkten sich als Peer-to-Peer-Alternative zu traditionellen Sportwettenanbietern, bei denen Nutzer angeblich gegeneinander wetten und nicht gegen ein "Haus".

Wenn jedoch ein institutioneller Gigant wie Jump Trading konsequent die andere Seite von Retail-Trades einnimmt, könnte die Unterscheidung zwischen einem "Peer" und einem "Haus" unschärfer werden. Für die Plattformen bietet Jump Trading die notwendige Stabilität, um Mainstream zu werden; für den Kleinanleger könnte dies bedeuten, dass der Wettbewerb erheblich härter wird.

Jump Tradings breitere Strategie und rechtliche Auseinandersetzungen

Jump Trading ist derzeit in einen 4-Milliarden-Dollar-Rechtsstreit aus der Insolvenzmasse von Terraform Labs verwickelt. Die Klage behauptet, das Unternehmen habe den Stablecoin TerraUSD (UST) während seines De-Pegging-Ereignisses im Jahr 2021 heimlich gestützt, während es "Hinterzimmergeschäfte" mit dem Gründer Do Kwon abgeschlossen habe. Do Kwon wurde kürzlich wegen seiner Rolle beim 40-Milliarden-Dollar-Kollaps zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.