
Junge KI-Gründer: Highschool-Talente revolutionieren Tech- und Gesundheitsbranche
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Eine neue Welle junger Unternehmer, oft noch im Highschool-Alter, nutzt Künstliche Intelligenz und globale Online-Kollaboration, um innovative Startups zu gründen und komplexe Herausforderungen anzugehen. Diese Teenager beweisen, dass Alter kein Hindernis für bahnbrechende Forschung und Produktentwicklung ist, indem sie Netzwerke online aufbauen und frühzeitig bedeutende Meilensteine erreichen.
Junge Visionäre revolutionieren die Tech-Welt
Die Geschichten von Startups wie Reteena und InkVell illustrieren einen wachsenden Trend: Highschool-Schüler aus der ganzen Welt schließen sich zusammen, um mit KI-Technologien reale Probleme zu lösen. Sie nutzen das Internet nicht nur zur Kommunikation, sondern auch als Plattform, um Teams zu bilden, Forschung zu betreiben und Produkte zu entwickeln, die oft das Potenzial haben, ganze Branchen zu beeinflussen.
Reteena: KI für die Alzheimer-Diagnostik
Ein 18-jähriger Highschool-Absolvent aus Seoul gründete Reteena, ein KI-Forschungs- und Entwicklungs-Startup, mit Teammitgliedern, die er nie persönlich getroffen hat. Seine Motivation war die Verbesserung der Alzheimer-Diagnostik, inspiriert durch persönliche Familiengeschichten. Ohne bestehendes Netzwerk baute er eines online auf, indem er detaillierte Forschungsvorschläge auf Discord-Servern postete und GitHub-Repositories erstellte.
Das Team, bestehend aus Highschool-Schülern aus Kalifornien, Florida, Michigan und weiteren Orten, konzentrierte sich darauf, die Bildauflösung von Low-Field-MRTs zu verbessern. Durch den Einsatz von Machine Learning und Deep Learning wollten sie die Qualität dieser tragbaren und kostengünstigeren MRT-Geräte erhöhen, um Alzheimer-Diagnosen zugänglicher und erschwinglicher zu machen. Ihre erste Forschungsarbeit wurde auf der renommierten IEEE BigData 2024 Conference veröffentlicht.
Reteena wuchs von sechs auf zwölf Mitglieder und forschte weiter an der Früherkennung von Alzheimer durch Sprachmuster und genetische Marker. Kürzlich wurde das erste Verbraucherprodukt, "Remembrance", ein KI-Therapiedienst, eingeführt. Dieser soll Alzheimer-Patienten helfen, sich durch gezielte Fragen an alte Erinnerungen zu erinnern, die in Wissensgraphen organisiert werden. Die Gründer lernten dabei, dass der Gesundheitsmarkt mit seinen Compliance-Anforderungen und institutionellen Prüfungsausschüssen besonders herausfordernd ist.
InkVell: Ein Betriebssystem für die Wissenschaft
Auch die 17-jährigen Ishaan Gangwani und 18-jährigen Aayam Bansal aus Indien haben mit InkVell ein bemerkenswertes Startup gegründet. Ihre Idee entstand aus der Frustration über die Komplexität von LaTeX beim Formatieren wissenschaftlicher Arbeiten. InkVell entwickelte sich zu einem Full-Stack-Betriebssystem für die wissenschaftliche Forschung, das KI nutzt, um Wissenschaftler bei allen Schritten zu unterstützen – vom Lesen von Papieren über Brainstorming bis hin zur Durchführung von Experimenten und dem Verfassen von Forschungsarbeiten.
Die beiden trafen sich im August 2024 durch einen Professor der National University of Singapore. Innerhalb weniger Wochen verfassten sie gemeinsam Forschungsarbeiten und sicherten sich drei ICML-Akzeptanzen unter der Carnegie Mellon University. InkVell wurde als eines der jüngsten Unternehmen in den Winter 2026 Batch des weltweit größten Startup-Accelerators Y Combinator (YC) aufgenommen.
Das erste Feature von InkVell wurde im Juni 2025 eingeführt und zog über 500 Nutzer auf die Warteliste sowie mehr als 120 Beta-Tester an. Das Startup erhielt einen Emergent Ventures Grant von 25.000 US-Dollar und konnte bereits 1,4 Millionen US-Dollar (12,5 Crore Rupien) von Investoren wie Cory Levy und Z Fellows einwerben. Zwei InkVell-Whitepapers wurden für die NeurIPS 2025 akzeptiert, wo das Unternehmen im Dezember 2025 seine ersten Live-Versionen vorstellen will.
Die Kraft der Online-Kollaboration und KI
Diese Beispiele zeigen, wie junge Gründer geografische Barrieren überwinden, indem sie Online-Plattformen nutzen, um vielfältige Teams zusammenzustellen. Künstliche Intelligenz ist dabei oft das Herzstück ihrer Innovationen, sei es zur Verbesserung medizinischer Diagnostik oder zur Optimierung wissenschaftlicher Arbeitsabläufe. Die Transparenz ihrer Reise, etwa durch das Teilen auf LinkedIn, ermöglicht es ihnen zudem, Mentoren und Investoren zu gewinnen, die ihr Potenzial trotz ihres jungen Alters erkennen. Diese frühen Erfahrungen lehren sie, dass authentische Probleme wichtiger sind als viraler Erfolg und dass der Lernprozess selbst die größte Belohnung darstellt.