Kalaschnikow entwickelt Anti-Drohnen-Munition: Globale Rüstungsinnovation

Kalaschnikow entwickelt Anti-Drohnen-Munition: Globale Rüstungsinnovation

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Der russische Kleinwaffenhersteller Kalaschnikow hat die Entwicklung von 5.45mm Gewehrpatronen bekannt gegeben, die speziell zur Deaktivierung von Drohnen konzipiert sind. Diese Initiative markiert eine Formalisierung nationaler Bemühungen, Drohnen-Abwehrmunition für individuelle Truppen zu produzieren, und spiegelt einen breiteren Trend in der globalen Verteidigungsindustrie wider.

Kalaschnikow entwickelt spezielle Anti-Drohnen-Munition

Kalaschnikow, Russlands führender Hersteller von Kleinwaffen, plant die Massenproduktion dieser neuen 5.45mm Gewehrpatronen. Obwohl ähnliche Munitionstypen seit letztem Jahr sporadisch auf dem russischen Schlachtfeld aufgetaucht sind, soll die geplante Massenproduktion die landesweiten Anstrengungen zur Herstellung von Drohnen-Abwehrmunition für einzelne Soldaten institutionalisieren.

Die Munition ist für das gasbetriebene Sturmgewehr AK-12 vorgesehen und verfügt über ein "Multi-Element-Projektil, das die Wahrscheinlichkeit eines Treffers von UAVs erheblich erhöht". Tests zeigten, dass sich die Fragmente der Geschosse beim Verlassen des Laufs systematisch trennten, sowohl bei schwebenden als auch bei entlang einer voreingestellten Route fliegenden Drohnen. Die Patronen können im Dauer- und Einzelfeuer-Modus verwendet werden.

Ukrainische Innovationen in der Drohnenabwehr

Auch die Ukraine entwickelt eigene Anti-Drohnen-Gewehrpatronen. Eine dieser Entwicklungen ist die 5.56mm Patrone namens "Horoshok" oder "Kleine Erbse", die in mehrere Fragmente zerfällt, um die Trefferfläche zu vergrößern. Kiew kündigte im Dezember an, monatlich 400.000 dieser Patronen produzieren zu wollen.

Die ukrainische 5.56mm Patrone zeichnet sich dadurch aus, dass das Geschoss eine gewisse Strecke zurücklegt, bevor es fragmentiert, was die Reichweite des Schusses erweitert. Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit und den Innovationsdruck im Kontext moderner Kriegsführung.

Die Rolle von Schrotflinten und improvisierten Lösungen

Das Konzept der Drohnenabwehr durch Kleinwaffen ist nicht neu und erinnert an den weit verbreiteten Einsatz von Schrotflinten im Ukraine-Krieg als letzte Verteidigungslinie gegen FPV-Drohnenangriffe (First-Person-View). Diese Taktik wurde besonders populär, als beide Seiten begannen, Glasfaser-Drohnen einzusetzen, die nicht ferngesteuert gestört werden können.

Bereits im Februar 2025 zeigten russische Soldaten, wie sie 7.62mm Patronen mit Stahlpellets und Schrumpfschläuchen in provisorische Schrotpatronen umwandelten. Solche improvisierten Lösungen verdeutlichen den Bedarf an effektiver und zugänglicher Drohnenabwehr.

Westliche Entwicklungen und die globale Verteidigungsindustrie

Das Konzept der Anti-Drohnen-Gewehrpatronen findet auch im Westen Beachtung. Das Naval Surface Warfare Center der US Navy gab im Februar bekannt, an einer "Drohnen-Killer-Patrone" zu arbeiten, deren Geschosse in drei Fragmente zerfallen. Auch andere amerikanische und europäische Start-ups bieten eigene Versionen von Split-Fragment-Gewehrpatronen an.

Darüber hinaus rückt das Konzept in den Fokus der größeren Verteidigungsindustrie. Die belgische Niederlassung von Thales, einem französischen Rüstungskonzern, entwickelt eine 70mm Airburst-Rakete, die mit Stahlpellets gefüllt ist, um Einweg-Angriffsdrohnen wie die Shahed abzuwehren. Diese globalen Entwicklungen zeigen, wie die Verteidigungsindustrie auf die sich ständig weiterentwickelnde Bedrohung durch Drohnen reagiert.