Kalifornien stoppt Klage um Bahn-Milliarden: Neue Finanzstrategie für Hochgeschwindigkeitszug

Kalifornien stoppt Klage um Bahn-Milliarden: Neue Finanzstrategie für Hochgeschwindigkeitszug

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Kalifornien hat eine Klage gegen die Trump-Regierung fallen gelassen, die auf die Wiederherstellung von 4 Milliarden US-Dollar an Bundesmitteln für das verzögerte Hochgeschwindigkeitsbahnprojekt des Staates abzielte. Diese Entscheidung markiert eine strategische Neuausrichtung, bei der sich die California High-Speed Rail Authority nun auf alternative Finanzierungsquellen und private Investoren konzentriert.

Hintergrund der Klage und Finanzierungsstreit

Die US-Verkehrsbehörde hatte im Juli 4 Milliarden US-Dollar an Mitteln für den Hochgeschwindigkeitszug gestrichen, der San Francisco mit Los Angeles verbinden soll. Die Trump-Regierung begründete diesen Schritt damit, dass die California High-Speed Rail Authority "keinen tragfähigen Plan" zur Fertigstellung eines großen Projektsegments im landwirtschaftlich geprägten Central Valley des Staates habe.

Als Reaktion darauf reichte die Behörde umgehend Klage ein. Der demokratische Gouverneur Gavin Newsom bezeichnete die Entscheidung der Bundesregierung damals als "politischen Trick, um Kalifornien zu bestrafen".

Kalifornien setzt auf neue Finanzierungsstrategien

Die Behörde gab diese Woche bekannt, die Klage fallen zu lassen und sich stattdessen auf andere Finanzierungsquellen zu konzentrieren, um das auf über 100 Milliarden US-Dollar geschätzte Projekt abzuschließen. Ein Sprecher der Behörde erklärte, diese Maßnahme spiegele die Einschätzung des Staates wider, dass die Bundesregierung kein "zuverlässiger, konstruktiver oder vertrauenswürdiger Partner" bei der Förderung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Kalifornien sei.

Die Entscheidung zur Klagerücknahme fällt in eine Zeit, in der die Gruppe private Investoren für die Unterstützung des Bullet Trains sucht. Das Projekt hat kürzlich eine jährliche Finanzierung von 1 Milliarde US-Dollar aus dem staatlichen Cap-and-Trade-Programm bis 2045 gesichert.

Das Cap-and-Trade-Programm als Finanzierungsquelle

Das Cap-and-Trade-Programm legt eine sinkende Obergrenze für die gesamten klimaschädlichen Emissionen der größten Umweltverschmutzer im Bundesstaat fest. Unternehmen müssen ihre Emissionen reduzieren, Emissionszertifikate vom Staat oder anderen Unternehmen kaufen oder Projekte finanzieren, die darauf abzielen, ihre Emissionen auszugleichen.

Die Einnahmen, die der Staat aus dem Verkauf dieser Zertifikate erzielt, fließen in verschiedene Bereiche. Dazu gehören die Eindämmung des Klimawandels, bezahlbarer Wohnraum und Transportprojekte sowie Gutschriften auf den Stromrechnungen für die Bürger Kaliforniens.

Kritische Stimmen und Zukunftsaussichten

Präsident Donald Trump und Verkehrsminister Sean Duffy hatten das Projekt zuvor als "Zug ins Nirgendwo" bezeichnet. Im Juli schrieb Trump auf Truth Social: "Die uns versprochene Eisenbahn existiert immer noch nicht und wird es auch nie tun. Dieses Projekt war stark überteuert, überreguliert und wurde NIE GELIEFERT."

Die California High-Speed Rail Authority sieht in der Abkehr von der Bundesfinanzierung eine "neue Chance". Ein Sprecher äußerte, dass das Vorankommen ohne die Beteiligung der Trump-Regierung der Behörde ermögliche, "bewährte globale Best Practices zu verfolgen, die von modernen Hochgeschwindigkeitsbahnsystemen weltweit erfolgreich angewendet werden." Die US-Verkehrsbehörde reagierte nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme bezüglich der Klagerücknahme Kaliforniens.

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