Kalshi-CEO: Rivalität mit Polymarket treibt Prognosemärkte voran

Kalshi-CEO: Rivalität mit Polymarket treibt Prognosemärkte voran

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Die aufstrebende Branche der Prognosemärkte wird zunehmend von einem intensiven Wettbewerb geprägt, insbesondere zwischen den Plattformen Kalshi und Polymarket. Tarek Mansour, CEO von Kalshi, betrachtet diese Rivalität als eine treibende Kraft, die beide Unternehmen zu Höchstleistungen anspornt und letztlich der gesamten Industrie zugutekommt.

Die Dynamik der Rivalität

In einer aktuellen Folge des Podcasts "20VC" erklärte Tarek Mansour, dass die Konkurrenz mit Polymarket sein Unternehmen dazu ermutigt, Produkte und Marketing noch intensiver voranzutreiben. Mansour äußerte: "Was ich im Laufe der Zeit lerne, ist, dass eine Branche wirklich zu einer Branche wird, wenn es eine Rivalität gibt, denn diese Rivalität wird dich über die Grenzen dessen hinausdrängen, was du für möglich gehalten hast."

Er zog Vergleiche zu legendären Sportrivalitäten, darunter die der NFL-Quarterbacks Tom Brady und Eli Manning sowie der Fußballstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Mansour betonte, dass diese Art des Wettbewerbs beide Akteure dazu anspornt, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Er fügte hinzu: "Ohne Polymarket hätten wir unser Marketing und unsere Produkte nicht so hart vorangetrieben. Diese Art des internen Wettbewerbs wird uns beide dazu bringen, diese Branche zu skalieren und Höhen zu erreichen, die wir sonst ehrlich gesagt nicht hätten erreichen können, was langfristig tatsächlich netto positiv für den Kunden ist."

Kalshi und Polymarket im Überblick

Kalshi, gegründet im Jahr 2018, ermöglicht es Nutzern, auf die Ergebnisse verschiedener Ereignisse zu wetten, darunter Wahlen, Sportereignisse und Wirtschaftsindikatoren. Das Unternehmen gab letzte Woche Partnerschaften mit den Mediengrößen CNN und CNBC bekannt und meldete eine Kapitalbeschaffung von 1 Milliarde US-Dollar bei einer Bewertung von 11 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte Kalshi in diesem Jahr bereits 300 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 5 Milliarden US-Dollar erhalten.

Der blockchain-basierte Konkurrent Polymarket wurde 2020 gegründet und bietet ähnliche Dienste an. Laut PitchBook wurde Polymarket im November zuletzt mit 13,5 Milliarden US-Dollar bewertet. CEO Shayne Coplan gab jedoch an, dass die Bewertung seines Unternehmens aktuell 9 Milliarden US-Dollar beträgt.

Mehr als nur Wetten: Die Vision der Gründer

Die Führungskräfte beider Plattformen betonen, dass sie keine reinen Glücksspielplattformen betreiben, sondern etwas Größeres mit gesellschaftsverändernden Implikationen aufbauen. Nutzer können auf eine breite Palette von Fragen wetten, von der Popularität von Labubu-Puppen bis zum Nettovermögen von Elon Musk.

Shayne Coplan von Polymarket erklärte in einem Interview, dass Prognosemärkte genauere Informationen liefern als Umfragen und traditionelle Medien. Er bezeichnete sie als "das genaueste, was wir als Menschheit derzeit haben". Luana Lopes Lara, Mitbegründerin von Kalshi, verglich ihr Unternehmen mit dem Aktienmarkt und sagte auf CBS News: "Menschen können mit dem Geld verdienen, was sie wissen. Jeder ist ein Experte für etwas." Kalshi-CEO Mansour hob die Bedeutung von Prognosemärkten hervor und sagte, sie könnten der "größte" und "wichtigste" Finanzmarkt überhaupt werden, da sie die Prognose demokratisieren.

Ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen

Die Popularität von Prognoseplattformen ist seit einem rechtlichen Sieg für Kalshi in den USA im letzten Herbst stark angestiegen. Polymarket, das bis vor Kurzem aufgrund einer Einigung mit der US-Aufsichtsbehörde CFTC im Jahr 2022 vom US-Betrieb ausgeschlossen war, befindet sich seit einigen Wochen im Beta-Modus in den USA, wobei eine breitere Verfügbarkeit bald erwartet wird.

Die Rückkehr des Unternehmens in den US-Markt wurde beschleunigt, nachdem die Bundesregierung im Sommer Ermittlungen gegen Polymarket eingestellt hatte. Anschließend erwarb Polymarket QCX, eine staatlich lizenzierte Börse, und erhielt im Oktober eine Investition von bis zu 2 Milliarden US-Dollar von der Muttergesellschaft der New York Stock Exchange.

Kontroversen und die Zukunft der Branche

Trotz des positiven Ausblicks gab es auch Kontroversen. Mansour räumte ein, dass seine Mitarbeiter im letzten Jahr Social-Media-Influencer gebeten hatten, Memes über eine FBI-Razzia im Haus von Polymarket-CEO Shayne Coplan zu verbreiten. Mansour bezeichnete diesen Schritt im Podcast als "Fehler" und stellte klar: "Ich habe dem Team deutlich gemacht: 'Macht das nie wieder.'"

Polymarket reagierte nicht sofort auf die Anfrage von Business Insider bezüglich Mansours Vergleiche. Ungeachtet solcher Vorfälle scheint die Rivalität zwischen Kalshi und Polymarket die Branche der Prognosemärkte weiter anzutreiben und zu skalieren, was laut Mansour langfristig einen "netto positiven" Effekt für die Kunden haben wird.

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