Kalshi: Neue Regeln gegen Insiderhandel in Prognosemärkten und politische Kritik

Kalshi: Neue Regeln gegen Insiderhandel in Prognosemärkten und politische Kritik

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Die Prognosemärkte stehen zunehmend im Fokus der Regulierung, insbesondere hinsichtlich des Risikos von Insiderhandel. Die in New York City ansässige Plattform Kalshi hat nun neue Schutzmaßnahmen angekündigt, um Politiker und Sportler vom Handel in bestimmten Märkten auszuschließen und damit auf entsprechende Gesetzesvorschläge zu reagieren.

Kalshi verschärft Regeln gegen Insiderhandel

Kalshi, eine führende Plattform für Prognosemärkte, hat am Montag eine Reihe neuer Schutzmaßnahmen vorgestellt. Diese sollen "präventiv Politiker, Sportler und andere relevante Personen vom Handel in bestimmten Politik- und Sportmärkten ausschließen". Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit der Notwendigkeit, kongressrelevanten Vorschlägen zum Verbot von Insiderhandel nachzukommen.

Für Politiker galt bereits ein Handelsverbot für gewählte Amtsträger. Dieses Verbot wird nun auf politische Kandidaten ausgeweitet, die versuchen könnten, auf ihre eigenen Kampagnen zu wetten. Im Bereich des Sports werden Personen aus dem College- und Profisport, darunter Athleten, Personal und Schiedsrichter, "präventiv vom Handel in Märkten ausgeschlossen, an denen sie beteiligt sind".

Kalshi betonte in seiner Pressemitteilung, dass solche Geschäfte schon immer verboten waren. Der Unterschied besteht darin, dass Untersuchungen vor der Einführung der neuen Funktion erst nach getätigten Geschäften durchgeführt wurden. Nun sollen die Personen bereits vor dem Handel blockiert werden. Zudem wurde eine Whistleblower-Funktion eingeführt, die es Nutzern ermöglicht, potenzielle Verstöße zu melden, da "kein Screening-System perfekt ist".

Gesetzgeber im Fokus: "Prediction Markets Are Gambling Act"

Die Ankündigung von Kalshi erfolgte am selben Tag, an dem der kalifornische Senator Adam Schiff und der Senator John Curtis aus Utah einen parteiübergreifenden Gesetzentwurf im Senat einbrachten. Dieser trägt den Titel "Prediction Markets Are Gambling Act".

Die Gesetzgebung zielt darauf ab, von der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) regulierten Unternehmen, wie Kalshi und Polymarket, zu verbieten, Prognosen anzubieten, die Sportwetten oder "Casino-ähnlichen Spielen" ähneln. Dies unterstreicht den wachsenden Druck auf die Branche, sich strengeren Regeln zu unterwerfen.

Kritik und Reaktionen aus der Politik

Die New Yorker Abgeordnete Alexandra Ocasio-Cortez reagierte am Montag auf die Ankündigung von Kalshi in einem X-Post. Sie bezeichnete die Maßnahmen als "nur ein Feigenblatt, um von Kritik abzulenken", und als "absolut nicht ausreichend". Ocasio-Cortez äußerte Bedenken, dass viele andere Personen, darunter Mitarbeiter, Berater, Kabinettssekretäre und Ehepartner, weiterhin mit Insiderinformationen handeln könnten.

Tarek Mansour, CEO von Kalshi, antwortete auf Ocasio-Cortez' X-Post. Er erklärte, dass Kalshi "bereits alle von ihr genannten Gruppen verbietet, überwacht und gegen sie vorgeht". Die neuen Funktionen würden lediglich "Pre-Trade-Screens" hinzufügen, um die Teilnahme dieser Personen präventiv zu blockieren.

Kontrastierende Ansätze im Prognosemarkt

Während Kalshi öffentlich gegen die Nutzung nicht-öffentlicher Informationen vorgeht, verfolgt der Konkurrent Polymarket einen anderen Ansatz. Shayne Coplan, Gründer und CEO von Polymarket, äußerte in einem "60 Minutes"-Interview im November, dass einige Personen einen Vorteil auf dem Markt haben werden. Er bezeichnete diese Unvermeidbarkeit als "eine gute Sache". Dies verdeutlicht die unterschiedlichen Philosophien innerhalb der aufstrebenden Branche der Prognosemärkte.

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