Kampf um Warner Bros. Discovery: Paramount überbietet Netflix mit $30 pro Aktie

Kampf um Warner Bros. Discovery: Paramount überbietet Netflix mit $30 pro Aktie

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Der Kampf um den Medienkonzern Warner Bros. Discovery (WBD) spitzt sich zu: Paramount hat ein feindliches Übernahmeangebot unterbreitet und damit Netflix' vorheriges Gebot übertroffen. Paramount bietet $30 pro Aktie in bar, während Netflix zuvor $27,75 pro Aktie offerierte. Dieser Schritt signalisiert eine Eskalation im Ringen um eines der größten Medienimperien.

Paramounts Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery

Paramount kündigte am Montag an, ein Angebot zur Übernahme von Warner Bros. Discovery abzugeben. Dies geschieht nur wenige Tage, nachdem Netflix einen $83 Milliarden schweren Deal zum Kauf eines großen Teils des Mediengiganten bekannt gegeben hatte. Paramounts Angebot von $30 pro Aktie für WBD-Aktionäre stellt einen Aufschlag von 139 % auf den Aktienkurs vom 10. September 2025 dar.

Das Angebot von Paramount umfasst den Streaming-Dienst HBO Max, die Filmproduktionsgesellschaft Warner Bros. sowie Kabelkanäle wie CNN. David Ellison, Chairman und CEO von Paramount, äußerte sich in einer Erklärung kritisch zum Vorgehen des WBD-Verwaltungsrats. Er betonte: "Wir glauben, dass der WBD-Verwaltungsrat einen minderwertigen Vorschlag verfolgt, der die Aktionäre einem Mix aus Bargeld und Aktien, einem unsicheren zukünftigen Handelswert des linearen Kabelgeschäfts von Global Networks und einem herausfordernden Genehmigungsprozess aussetzt." Weiter fügte Ellison hinzu: "Unser öffentliches Angebot, das zu denselben Bedingungen erfolgt, die wir dem Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery privat unterbreitet haben, bietet einen überlegenen Wert und einen sichereren und schnelleren Weg zum Abschluss."

Details der konkurrierenden Gebote

Netflix hatte seine Vereinbarung mit Warner Bros. Discovery zu einem niedrigeren Preis von $27,75 pro Aktie getroffen, wobei das Netflix-Angebot die Kabelkanäle ausschloss. Im Gegensatz dazu hat Paramount-Skydance Berichten zufolge für das gesamte WBD-Portfolio geboten, einschließlich der Kabelnetzwerke. Netflix und Comcast konzentrieren sich hingegen auf den Erwerb der Studio- und Streaming-Operationen von WBD, wobei Comcast auch die Fernseh-Assets und HBO im Visier hat.

WBD hat bisher zwei Runden von Angeboten erhalten, darunter ein hauptsächlich aus Bargeld bestehendes Gebot von Netflix. Der WBD-Vorstand hatte zuvor ein meist bargeldloses Angebot von Paramount in Höhe von fast $24 pro Aktie abgelehnt, das das Unternehmen mit rund $60 Milliarden bewertete.

Strategische Implikationen und Breakup Fee

Die Bieterschlacht um Warner Bros. Discovery, an der Netflix, Comcast und Paramount-Skydance beteiligt sind, hat eine weitere Entwicklung erfahren. Paramount-Skydance hat seine vorgeschlagene Breakup Fee von $2,1 Milliarden auf $5 Milliarden erhöht. Eine Breakup Fee ist eine vorab vereinbarte Vertragsstrafe, die bei einer M&A-Transaktion gezahlt wird, wenn ein Deal unter bestimmten Bedingungen beendet wird. Sie entschädigt den potenziellen Erwerber für Zeit und Kosten, die für die Transaktion aufgewendet wurden.

Netflix hat zudem angedeutet, dass eine Kombination seiner Plattform mit dem HBO Max-Dienst von WBD ein erschwinglicheres gebündeltes Angebot schaffen und die Streaming-Kosten für Verbraucher senken könnte. WBD forderte alle Bieter auf, bis zum 1. Dezember verbesserte Vorschläge einzureichen, was die Intensität des Wettbewerbs unterstreicht.

Der Kampf um Medienimperien

Die Übernahmeschlacht um Warner Bros. Discovery verdeutlicht den strategischen Wert von Inhalten und Distributionskanälen im aktuellen Medienmarkt. Mit ikonischen Marken wie HBO Max und CNN sowie einer umfangreichen Filmbibliothek ist WBD ein begehrtes Ziel für Unternehmen, die ihre Position im hart umkämpften Streaming- und Mediensektor stärken wollen. Die kommenden Wochen werden zeigen, welcher Bieter letztendlich die Oberhand gewinnen wird.

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