Kampf um Warner Bros. Discovery: Paramounts feindliche Übernahme fordert Netflix heraus

Kampf um Warner Bros. Discovery: Paramounts feindliche Übernahme fordert Netflix heraus

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Der Kampf um den Medienkonzern Warner Bros. Discovery (WBD) hat eine dramatische Wendung genommen. Paramount Skydance hat ein feindliches Übernahmeangebot für das gesamte Unternehmen unterbreitet, nur wenige Tage nachdem Netflix eine Vereinbarung zur Übernahme von WBDs Streaming- und Studio-Assets bekannt gegeben hatte. Diese Entwicklung sorgt für Bewegung an den Märkten und hält Investoren in Atem.

Kampf um Warner Bros. Discovery eskaliert

Paramount Skydance hat am Montag ein feindliches Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery gestartet. Dies geschieht, nachdem Netflix in der Vorwoche eine Vereinbarung zum Kauf des HBO-Eigentümers bekannt gegeben hatte. David Ellison, CEO von Paramount Skydance, erklärte gegenüber CNBC, sein Unternehmen sei "hier, um zu beenden, was wir begonnen haben".

Paramount bietet 30 US-Dollar pro Aktie in bar für das gesamte Unternehmen. Dies steht im Gegensatz zu Netflix' Angebot von 27,75 US-Dollar pro Aktie, einer Mischung aus Bargeld und Aktien, das sich ausschließlich auf die Streaming- und Studio-Assets von WBD bezog. Investoren reagierten positiv: Paramount-Aktien stiegen um 9 %, die WBD-Aktie um 4,4 %.

Die Angebote im Detail: Paramount vs. Netflix

Paramount Global, unter der Führung von Larry Ellison und seinem Sohn David, hat sein Angebot für Warner Bros. Discovery auf 108 Milliarden US-Dollar in bar erhöht. Dieses Angebot zielt auf den gesamten Konzern ab, einschließlich HBO, Warner Bros. Studios und CNN. Paramount-Manager warfen Warner vor, "nie sinnvoll" auf ihre sechs verschiedenen Vorschläge eingegangen zu sein.

Netflix hatte zuvor eine Vereinbarung im Wert von 83 Milliarden US-Dollar für WBDs Streaming-Dienste und Studios bekannt gegeben. Bei diesem Deal würden CNN und andere Kabelkanäle ausgegliedert. Ted Sarandos, Co-CEO von Netflix, zeigte sich unbeeindruckt von Paramounts Gegenangebot und betonte, der Deal sei "abgeschlossen".

Politische und regulatorische Hürden

Die Übernahmeschlacht wird durch politische Verbindungen und regulatorische Bedenken zusätzlich verkompliziert. Larry Ellison, der Oracle-Mitbegründer und Vater von David Ellison, ist ein Spender, informeller Berater und Freund von US-Präsident Donald Trump. Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn, ist mit seiner Investmentfirma Affinity Partners ebenfalls an der Finanzierung von Paramounts Gebot beteiligt.

Präsident Trump hatte zuvor Bedenken hinsichtlich des Netflix-Angebots geäußert und angedeutet, dass der Verkauf aufgrund des potenziell stark steigenden Marktanteils von Netflix "ein Problem sein könnte". Auch die demokratische Senatorin Elizabeth Warren forderte das Justizministerium auf, Netflix' Übernahme von Warner Bros. detailliert zu prüfen, und bezeichnete den Deal als "Anti-Monopol-Albtraum". Paramounts David Ellison deutete an, dass sein Deal aufgrund der geringeren regulatorischen Hürden schneller abgeschlossen werden könnte.

Markt reagiert auf Mediendrama und Tech-News

Abseits des Mediendramas gab es weitere wichtige Marktentwicklungen. US-Präsident Donald Trump genehmigte Nvidia den Export seiner fortschrittlicheren H200-Chips für künstliche Intelligenz an "zugelassene Kunden" in China und anderen Ländern, unter der Bedingung, dass ein Teil der Einnahmen in die USA zurückfließt. Nvidia-Aktien stiegen im nachbörslichen Handel um etwa 2 %.

Die großen US-Indizes fielen jedoch über Nacht, da Investoren die letzte Zinssitzung der Federal Reserve des Jahres am Mittwoch erwarteten. Der Markt rechnet laut dem CME FedWatch Tool mit einer fast 90-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um einen Viertelpunkt.

Blick auf die Federal Reserve: Zinsentscheidung erwartet

Die Hoffnung auf Zinssenkungen hat die Aktienmärkte in den letzten Wochen beflügelt. Stephen Kolano, Chief Investment Officer bei Integrated Partners, kommentierte: "Die Marktentwicklung der letzten ein oder zwei Wochen preist im Wesentlichen die sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer Senkung um 25 Basispunkte ein."

Sollte die Fed jedoch wider Erwarten keine Zinssenkung vornehmen, könnte dies zu einem deutlichen Rückgang der Märkte führen. Kolano warnte: "Aus einem sehr unwahrscheinlichen Grund, wenn sie nicht kürzen, vergessen Sie es. Ich denke, die Märkte fallen um 2 % bis 3 %." In diesem Szenario würden Investoren ungeduldig auf die Fed-Sitzung im nächsten Jahr warten.

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