
Karibikflüge starten wieder: US hebt Luftraumsperrung nach Venezuela-Militäraktion auf
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Fluggesellschaften wie United Airlines und Delta Air Lines haben am frühen Sonntag, dem 4. Januar 2026, damit begonnen, ihre Karibikflüge wieder aufzunehmen. Dies geschieht, nachdem die US-Luftfahrtbehörden die temporären Luftraumbeschränkungen aufgehoben haben, die infolge von US-Militärschlägen in Venezuela verhängt worden waren. Tausende Reisende waren am Ende der Neujahrsferien von den Flugausfällen betroffen.
Aufhebung der Luftraumbeschränkungen und Flugwiederaufnahme
Die temporären Luftraumbeschränkungen, die am Samstag, dem 3. Januar 2026, in Kraft traten, liefen um Mitternacht Eastern Time aus. US-Verkehrsminister Sean Duffy bestätigte dies in einem Post auf X und erklärte, dass die Fluggesellschaften informiert seien und ihre Flugpläne schnell aktualisieren würden. Die Aufhebung ermöglichte es den Airlines, den Großteil des Linienflugverkehrs am Sonntag wieder aufzunehmen.
United Airlines kündigte an, den Dienst mit Flügen nach San Juan, Puerto Rico, wieder aufzunehmen und plante zusätzliche Abflüge am Sonntag, um betroffene Passagiere zu befördern. Delta Air Lines bestätigte ebenfalls die Wiederaufnahme des Karibikdienstes und arbeitet daran, umgebuchte Kunden zu betreuen, während sich die Flugpläne normalisieren. Auch Frontier Airlines bestätigte die Wiederaufnahme des normalen Betriebs.
Hintergrund der Luftraumsperrung
Die Federal Aviation Administration (FAA) hatte am Samstag kommerziellen Flugzeugen befohlen, Teile der Region zu meiden. Dies geschah aufgrund von "Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit anhaltenden militärischen Aktivitäten". Die Sperrung folgte einer US-Militäroperation in Venezuela, die zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau führte, wie Präsident Donald Trump am Samstag mitteilte.
Die Militäraktion umfasste gezielte Luftschläge in und um Caracas. Präsident Trump erklärte, das Land werde vorerst unter amerikanische Kontrolle gestellt, notfalls durch den Einsatz von US-Truppen. Die FAA warnte auch nicht-US-Fluggesellschaften vor dem venezolanischen Luftraum und riet britischen Betreibern zu erhöhter Vorsicht wegen "potenzieller Risiken durch Flugabwehrwaffen und erhöhte militärische Aktivitäten" innerhalb von 100 Meilen des venezolanischen Luftraums.
Auswirkungen auf Reisende und Fluggesellschaften
Die temporären Luftraumbeschränkungen führten zu Hunderten von Flugausfällen und betrafen Tausende von Reisenden. Am Luis Munoz Marin International Airport in Puerto Rico drängten sich Passagiere in den Terminals, nachdem Flüge annulliert worden waren. Auch Flughäfen in Miami und Fort Lauderdale waren von Verspätungen und Annullierungen betroffen.
Zu den von den Beschränkungen betroffenen Fluggesellschaften gehörten American Airlines, Southwest Airlines, JetBlue Airways und Spirit Airlines. JetBlue allein annullierte 215 Flüge. American Airlines gab an, dass Flüge zu 19 Zielen in der östlichen Karibik betroffen waren, darunter Aruba, Curaçao, San Juan (Puerto Rico), St. Thomas (US-Jungferninseln) sowie Trinidad und Tobago.
Normalisierung und weitere Details
Die Fluggesellschaften reagierten auf die Situation, indem sie Umbuchungsgebühren und Tarifdifferenzen für Kunden erließen, die von den Schließungen betroffen waren und ihre Flüge später im Monat umbuchten. Mehr als ein Dutzend Flughäfen in der Region waren in diese Regelungen eingeschlossen.
Obwohl die Beschränkungen aufgehoben wurden, wird die vollständige Normalisierung des Flugbetriebs noch einige Tage in Anspruch nehmen. Fluganalyst Robert Mann merkte an, dass die Fluggesellschaften "im Grunde genommen Passagiere eines ganzen Tages" haben, die bereits in der Karibik gestrandet sind. Es wird erwartet, dass die Flugpläne schrittweise wiederhergestellt werden.
Es ist wichtig zu beachten, dass große US-Fluggesellschaften Venezuela selbst seit Jahren nicht mehr direkt angeflogen haben. American Airlines war die letzte große Fluggesellschaft, die 2019 ihre Flüge in das Land aufgrund von Unruhen eingestellt hatte. Die kurze Sperrung des Luftraums unterstreicht, wie schnell militärische Aktionen den zivilen Flugverkehr weit über die unmittelbare Konfliktzone hinaus stören können.