
KI-Boom: So investieren Sie diversifiziert in den Technologie-Wettlauf
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Der Wettlauf um die Vorherrschaft in der Künstlichen Intelligenz (KI) nimmt Fahrt auf, angetrieben durch rasante Fortschritte in Halbleitern, Cloud Computing und Softwareanwendungen. Für Anleger ist es jedoch eine Herausforderung, die langfristigen Gewinner in diesem dynamischen Sektor zu identifizieren, was ein erhebliches Konzentrationsrisiko birgt.
Diversifiziert in den KI-Wettlauf investieren
Der Global X Artificial Intelligence & Technology ETF (NASDAQ:AIQ) bietet eine Lösung, indem er breit gestreut in 86 KI-Unternehmen investiert. Ziel ist es, Anlegern eine umfassende Beteiligung am KI-Sektor zu ermöglichen, ohne sich auf einzelne Gewinner festlegen zu müssen. Der Fonds verwaltet ein Vermögen von 7,0 Milliarden US-Dollar und weist eine Kostenquote von 0,68 Prozent auf.
Portfolio-Struktur und geografische Streuung
Das Portfolio des AIQ ist darauf ausgelegt, Konzentrationsrisiken zu minimieren. Keine einzelne Position übersteigt 4,5 Prozent des Gesamtvermögens. Angeführt wird der Fonds von Alphabet (NASDAQ:GOOGL) mit 4,44 Prozent, gefolgt von Samsung Electronics mit 3,92 Prozent und Advanced Micro Devices (NASDAQ:AMD) mit 3,63 Prozent. Selbst NVIDIA (NASDAQ:NVDA), ein Schlüsselakteur im KI-Bereich, macht lediglich 2,84 Prozent der Vermögenswerte aus.
Diese gleichgewichtige Strategie erstreckt sich auch auf die geografische Verteilung. Neben US-amerikanischen Tech-Giganten sind auch Unternehmen wie Taiwan Semiconductor, Tencent Holdings und SK Hynix vertreten. Der Sektor Informationstechnologie dominiert mit 52,3 Prozent der Bestände, während Kommunikationsdienste und zyklische Konsumgüter weitere 16 Prozent beisteuern.
Performance und Volatilität
Der AIQ ETF hat in der Vergangenheit starke Renditen erzielt. Über das letzte Jahr lieferte der Fonds 26,29 Prozent und seit Jahresbeginn bis zum 12. Dezember 2025 ein Plus von 30,89 Prozent. Seit seiner Auflegung im Mai 2018 betrug die annualisierte Rendite 17,91 Prozent.
Trotz der positiven Entwicklung ist der Fonds mit einer Standardabweichung von 20,20 Prozent auch volatil. Jüngste Schwankungen zeigen sich in einem Rückgang von rund 53,76 US-Dollar Ende Oktober auf 47,33 US-Dollar Mitte November, was einem Drawdown von 12 Prozent entspricht. Seitdem hat sich der Kurs auf 50,52 US-Dollar erholt, wobei der RSI bei 48,91 eine neutrale Dynamik anzeigt.
Intel als Schlüsselakteur im KI-Infrastruktur-Aufbau
Während ETFs wie AIQ eine breite Streuung bieten, treiben einzelne Unternehmen den Aufbau der KI-Infrastruktur maßgeblich voran. Intel Corporation (INTC), der weltweit größte Halbleiterhersteller, verlagert seinen Fokus zunehmend von PC-zentrierten Geschäften auf datenzentrierte Bereiche wie KI und autonomes Fahren. Die IDM 2.0-Strategie des Unternehmens sieht eine erhebliche Erweiterung der Fertigungskapazitäten vor.
Intel hat im dritten Quartal 2025 neue Prozessoren wie den Intel Core Ultra series 3 (Codename Panther Lake) und den Xeon 6+ (Codename Clearwater Forest) vorgestellt. Diese Produkte, gefertigt im fortschrittlichsten Halbleiterprozess der USA (Intel 18A), sollen KI-PCs, Gaming-Geräte und Edge-Lösungen sowie Server für Unternehmenskunden antreiben. Panther Lake wird ab Januar breit verfügbar sein, Clearwater Forest folgt in der ersten Hälfte des Jahres 2026.
Das Unternehmen profitiert von erheblichen Investitionen und Partnerschaften. So erhielt Intel 7,86 Milliarden US-Dollar direkte Förderung vom US-Handelsministerium im Rahmen des CHIPS and Science Act. Zudem investierten NVIDIA Corporation 5 Milliarden US-Dollar und Softbank 2 Milliarden US-Dollar in Intel, um die Entwicklung von KI-Infrastrukturlösungen und die KI-Forschung voranzutreiben.
Abwägungen für Anleger
Für Anleger, die am KI-Boom teilhaben möchten, bietet ein diversifizierter ETF wie AIQ eine Möglichkeit, das Risiko der Einzeltitelauswahl zu mindern. Die breite Streuung über 86 Unternehmen und verschiedene geografische Regionen kann in einem sich schnell entwickelnden Sektor vorteilhaft sein.
Es ist jedoch zu beachten, dass die Kostenquote von 0,68 Prozent über der von breiten Marktindexfonds liegt, die oft nur 0,03 Prozent berechnen. Dies kann über einen Zeitraum von 20 Jahren bei einem Anlagebetrag von 100.000 US-Dollar zu Mehrkosten von etwa 15.000 US-Dollar führen. Die Konzentration auf den Technologiesektor ist ebenfalls ein Faktor, den Anleger bei der Portfolioallokation berücksichtigen sollten.