KI-Boom treibt Vermögen in die Höhe

KI-Boom treibt Vermögen in die Höhe

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Die Welt zählt eine Rekordzahl an Milliardären, deren Gesamtvermögen auf $15,8 Billionen angewachsen ist. Dieser Anstieg ist maßgeblich auf den KI-Boom und einen intensiver werdenden Vermögenstransfer durch Erbschaften zurückzuführen, wie aktuelle Berichte der Schweizer Bank UBS zeigen. Während Tech-Giganten wie Nvidia ihre Gründer zu noch größerem Reichtum verhelfen, prägen auch selbst gemachte Unternehmer und Erben das Bild der globalen Superreichen.

KI-Boom treibt Vermögen in die Höhe

Die Künstliche Intelligenz (KI) hat eine neue Ära des Reichtums eingeläutet und eine "neue Spezies" von Milliardären hervorgebracht. Laut einem Bericht der Schweizer Bank UBS, der auf Umfragen unter ihren Milliardärskunden und einer Datenbank mit PwC basiert, zählt die Welt aktuell 2.919 Milliardäre – ein Anstieg von 8,8 % gegenüber dem Vorjahr. Ihr Gesamtvermögen beläuft sich auf beeindruckende $15,8 Billionen, was einem Zuwachs von 13 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Dieser Vermögenszuwachs ist maßgeblich auf den KI-getriebenen Aufschwung von Tech-Aktien zurückzuführen. Unternehmen wie Meta, Oracle und Nvidia haben maßgeblich dazu beigetragen. Die "Magnificent Seven", eine Gruppe hochperformanter US-Tech-Unternehmen, verzeichneten in diesem Jahr einen kombinierten Aktienkursanstieg von 25 %. Allein das Vermögen von sechs US-Tech-Milliardären wuchs um $171 Milliarden, eng verbunden mit dem KI-Wachstum ihrer Unternehmen. Auch in China erlebten Tech-Milliardäre, die mit der Branche verbunden sind, einen Vermögensanstieg. Zu den prominentesten Namen, die vom KI-Boom profitierten, gehören Larry Page und Sergey Brin (Gründer von Alphabet), Larry Ellison (CEO von Oracle) und Jensen Huang (CEO von Nvidia).

Die neuen Milliardäre: Selbst gemacht und Erben

Die 287 neuen Milliardäre, die in diesem Jahr in den exklusiven Kreis aufgestiegen sind, haben vielfältige Quellen ihres Reichtums. Etwa 70 % von ihnen sind "self-made" Unternehmer. Dazu zählen Persönlichkeiten wie der Bio-Wissenschafts-Milliardär Ben Lamm, Gründer des "De-Extinktions"-Unternehmens Colossal, sowie die Brüder Zhang Hongchao und Zhang Hongfu, die das chinesische Fast-Food-Unternehmen Mixue Ice Cream & Tea gründeten. Insgesamt wurden 196 "self-made" Unternehmer in diesem Jahr zu Milliardären, mit einem kollektiven Vermögen von $386,5 Milliarden.

Gleichzeitig traten 91 Personen durch Erbschaft in den Milliardärsstand ein. Sie erhielten in den zwölf Monaten bis April kollektiv $298 Milliarden (£223 Milliarden), was den höchsten Wert seit Beginn der UBS-Forschung im Jahr 2015 darstellt. Unter diesen Erben befinden sich 15 Mitglieder zweier deutscher Pharmafamilien sowie die sechs Enkel des verstorbenen asiatischen Farbenmagnaten Goh Cheng Liang, die jeweils Anteile an einem börsennotierten Unternehmen im Wert von über $1 Milliarde erbten.

Der globale Vermögenstransfer

Die UBS prognostiziert, dass in den nächsten 15 Jahren $5,9 Billionen an die Kinder von Milliardären vererbt werden. Dieser "multi-year wealth transfer" intensiviert sich zusehends, wie Benjamin Cavalli, ein Manager der UBS, feststellt. Der Großteil dieser Erbschaften wird voraussichtlich aus den USA stammen, gefolgt von Indien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Das Vereinigte Königreich rangiert mit erwarteten $164 Milliarden an Vermögen, die in den nächsten 15 Jahren weitergegeben werden sollen, an siebter Stelle.

Interessanterweise zeigen die UBS-Erkenntnisse auch, dass Milliardäre zunehmend mobil sind. Sie wechseln ihren Wohnsitz, motiviert durch eine bessere Lebensqualität, geopolitische Bedenken und steuerliche Überlegungen. Trotz des Komforts, den der Reichtum bietet, haben 82 % der von UBS befragten Milliardäre mit Kindern den Wunsch geäußert, dass ihre Nachkommen unabhängig erfolgreich sein und sich nicht ausschließlich auf ihr Erbe verlassen sollen.

Debatte um Vermögenssteuern

Angesichts des wachsenden Reichtums der Superreichen sehen sich verschiedene europäische Regierungen in diesem Jahr mit Forderungen nach der Einführung einer Vermögenssteuer konfrontiert. In der Schweiz, wo die UBS für die nächsten 15 Jahre Erbschaften in Höhe von $206 Milliarden prognostiziert, lehnten die Wähler einen vorgeschlagenen 50 %-Steuersatz auf Erbschaften von £47 Millionen oder mehr ab.

Auch in anderen Ländern gibt es Entwicklungen:

  • Frankreich: Das Parlament stimmte im Oktober gegen eine vorgeschlagene 2 %-Steuer auf Vermögen über 100 Millionen Euro.
  • Italien: Plant, die Pauschalsteuer für ausländische Einkommen von wohlhabenden Einwohnern ab 2026 um 50 % auf 300.000 Euro pro Jahr zu erhöhen.
  • Vereinigtes Königreich: Beendete den "Non-Dom"-Status, der es Einwohnern mit permanentem Wohnsitz im Ausland ermöglichte, britische Steuern auf ausländische Einkommen und Gewinne zu vermeiden. Zudem wurden Pläne für eine "Mansion Tax" auf Häuser im Wert von über 2 Millionen Pfund angekündigt.

Spanien, Brasilien, Deutschland und Südafrika unterzeichneten im vergangenen Jahr auf dem G20-Gipfel einen Antrag für eine Mindeststeuer von 2 % auf Superreiche. Ziel ist es, die Ungleichheit zu verringern und öffentliche Gelder zu generieren. Eine Studie des französischen Ökonomen Gabriel Zucman schätzt, dass dies bis zu $250 Milliarden an zusätzlichen Einnahmen generieren könnte. Die vier Länder rufen weitere Regierungen auf, diese Kampagne zu unterstützen, um die Besteuerung der Ultrareichen zu ergänzen und die Bemühungen um eine globale Mindestkörperschaftsteuer fortzusetzen.

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KI-Boom und Erbschaften: Milliardäre reicher denn je

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Die Welt zählt eine Rekordzahl von 2.919 Milliardären mit einem Gesamtvermögen von $15,8 Billionen. Dieser Anstieg ist maßgeblich auf den KI-Boom und einen intensiver werdenden Vermögenstransfer durch Erbschaften zurückzuführen. Während Tech-Giganten wie Nvidia ihre Gründer zu noch größerem Reichtum verhelfen, prägen auch selbst gemachte Unternehmer und Erben das Bild der globalen Superreichen.

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Die Zahl der Milliardäre steigt auf 2.919, ihr Vermögen auf $15,8 Billionen. KI-Boom und Erbschaften treiben den Reichtum an. UBS-Bericht beleuchtet Trends und Vermögenssteuern.

Erwähnte Persönlichkeiten