
KI flacht Managementebenen ab: McKinsey sieht "The Great Flattening
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Künstliche Intelligenz (KI) steht davor, die Managementstrukturen von Unternehmen grundlegend zu verändern. Experten sehen in KI-Agenten das Potenzial, Hierarchien abzuflachen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, ein Phänomen, das bereits als "The Great Flattening" bezeichnet wird. Dies könnte Unternehmen helfen, effizienter und agiler zu werden.
KI als Katalysator für flachere Hierarchien: McKinsey-Perspektive
Alexis Krivkovich, Senior Partner bei McKinsey & Company, äußerte sich im "The McKinsey Podcast" hoffnungsvoll über die Fähigkeit der KI, Organisationen zu straffen. Laut Krivkovich stattet KI Führungskräfte mit einer "superhuman capacity" aus, größere Bereiche zu managen. Dies würde es Unternehmen ermöglichen, ihre Strukturen abzuflachen und dadurch schneller zu agieren.
In den letzten zehn Jahren haben Unternehmen laut Krivkovich mindestens eine, oft sogar zwei oder drei, Managementebenen zwischen dem CEO und der Frontlinie eingefügt. Diese zusätzlichen Ebenen sind nicht nur kostspielig, sondern verlangsamen auch die Entscheidungsfindung erheblich, da mehr Personen und Schichten in jeden Entscheidungsprozess involviert sind. KI kann stattdessen Entscheidungsprozesse und Verbindungspunkte erleichtern.
"The Great Flattening": Eine neue Ära der Organisation
Die Umstrukturierung von Unternehmenshierarchien im Zuge der KI wird von einigen als "The Great Flattening" bezeichnet. Eno Reyes, Chief Technology Officer und Mitbegründer von Factory, einem Unternehmen, das autonome Coding-Agenten für Beratungsfirmen wie EY sowie Unternehmen wie Nvidia und Adobe entwickelt, erklärte im März gegenüber Business Insider, dass sich das Organigramm wahrscheinlich horizontal abflachen wird.
Branchenspezifische Auswirkungen und neue Managementansätze
Die Art und Weise, wie sich Organisationen verändern werden, dürfte je nach Branche variieren. In den Biowissenschaften können "squads of agents" die Innovation erheblich vorantreiben. Gleichzeitig können KI-Agenten die Arbeit in Abteilungen wie Personalwesen, Finanzen und Recht automatisieren und sogar Ressourcen in andere Geschäftsbereiche umverteilen, so Krivkovich.
Auch bei IBM, das über eine eigene Beratungssparte verfügt, erwartet Senior Vice President Mohamed Ali neue Managementstrukturen. IBM integriert "digitale Mitarbeiter" neben seinen 150.000 menschlichen Beratern. Ali betonte, dass menschliche Manager diese digitalen Entitäten nicht auf die gleiche Weise führen werden wie Menschen. Stattdessen werden Systeme für das Management und die Festlegung von Leitplanken zuständig sein.