KI-Revolution: Von der Informations- zur Intelligenz-Ära mit Tokens

KI-Revolution: Von der Informations- zur Intelligenz-Ära mit Tokens

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Die digitale Landschaft durchläuft einen fundamentalen Wandel: Nach dem Zeitalter der Information, das mit der Miniaturisierung von Computern begann und im World Wide Web gipfelte, betreten wir nun die "Intelligenz-Ära". Diese neue Phase, geprägt durch den Aufstieg der Künstlichen Intelligenz (KI), fordert von Unternehmen ein Umdenken in der Datenverarbeitung und -generierung.

Die neue Intelligenz-Ära

Prakhar Mehrotra, Senior Vice President und Global Head of AI bei PayPal, erklärte kürzlich auf der Fortune Brainstorm AI Konferenz, dass wir uns von einer Informations- zu einer Intelligenz-Ära entwickelt haben. Im Gespräch mit Fortune-Reporterin Sharon Goldman erläuterte Mehrotra, dass diese Ära den Übergang von der Speicherung und dem Abrufen von Daten hin zur spontanen Generierung von Daten durch KI markiert. Das ultimative Ziel sei dabei, ein hohes Maß an Autonomie in verschiedenen Arbeitsbereichen zu erreichen.

KI-Anwendungen und ihre Herausforderungen

Unternehmen weltweit bemühen sich, die Versprechen von KI – insbesondere hinsichtlich gesteigerter Produktivität und Leistung – in ihren Arbeitsabläufen umzusetzen. Die Erfolge sind jedoch gemischt. Eine MIT-Studie vom August dieses Jahres zeigte, dass 95 % der KI-Initiativen in Unternehmen keine schnelle Umsatzbeschleunigung erreichten. Mehrotra betont, dass dies ein Prozess sei: „Es wird eine Reise sein… Man muss durch dieses Krabbeln, Gehen und Laufen gehen.“ Er fügte hinzu, dass dieses Sprichwort, das schon vor zehn Jahren galt, auch in der aktuellen Ära seine Gültigkeit behält.

Die Zukunft der KI-Fabriken

Marc Hamilton, Vice President of Solutions Architecture and Engineering bei Nvidia, der ebenfalls auf der Konferenz interviewt wurde, sieht die Zukunft des KI-Ausbaus am Arbeitsplatz in Investitionen in sogenannte KI-Fabriken. Diese können entweder vor Ort in den Unternehmen oder in der Cloud betrieben werden. Der Grund dafür ist, dass die für Unternehmen benötigten Daten nicht mehr primär von Menschen oder Computern abgerufen, sondern von KI generiert werden. Hamilton erklärte: „Wenn Sie sagen: ‚Generiere eine PowerPoint-Folie, die dies besagt‘, oder ‚Ich arbeite an dieser Codierungsfunktion, kannst du Code generieren?‘, wird es nicht aus der Datenbank abgerufen, sondern ein Modell nimmt diese Daten und generiert sie.“

Tokens als neue Währung der KI

Um die notwendige Rechenleistung für die Datengenerierung effektiv aufzubauen, müssen Unternehmen laut Mehrotra eine neue atomare Einheit schätzen: Tokens. Tokens sind die grundlegenden Komponenten, die KI benötigt, um Sprache zu verstehen und zu verarbeiten. Sie dienen sowohl als Informationsschnipsel zum Trainieren von Daten als auch als das, was die KI nach Erhalt einer Anweisung generiert. „Jedes Unternehmen muss seine Daten in Bezug auf Tokens denken, denn dann kann es diese Intelligenz daraus ableiten“, so Mehrotra.

Tokens als Leistungskennzahl und Investitionsfaktor

Die Generierung von Tokens, als Maß für Input und Output, ist zu einer Schlüsselmetrik geworden, insbesondere für Technologieunternehmen. Im Mai dieses Jahres verkündete Nvidia, dass Microsoft, ein Nutzer von Nvidias Chips, im ersten Quartal über 100 Billionen Tokens generierte – eine Verfünffachung gegenüber dem Vorjahr. Solche Leistungsindikatoren können KI-Unternehmen helfen, sich bei Investoren zu positionieren und Bewertungen zu steigern, obwohl Daten zeigen, dass die Korrelation von Tokens mit Nachfrage und Gewinnen schwächer ist, als Technologieunternehmen oft suggerieren.

Mehrotra und Hamilton sind sich einig, dass viele Unternehmen den Wert von Tokens zur Steigerung der KI-Fähigkeiten erkennen, aber noch abwägen, wie sie diese am besten in ihre Bedürfnisse integrieren können. Fragen wie welche Tokens erworben oder gekauft werden sollten, was intern generiert werden soll und zu welchem Zweck, stehen im Vordergrund. Jedes Unternehmen entwickelt so seine eigene Art von KI-Fabrik, die sowohl Tokens aufnimmt als auch wertvolle Tokens ausgibt. Mehrotra fasst zusammen: „Ich sehe es einfach als den Aufbau dieses Muskels. Wenn alle Mitarbeiter anfangen, in Bezug auf Tokens, in Bezug auf die Generierung von Prozessen zu denken, dann ist es ein anderes Unternehmen.“

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