KKR: Chancen in privaten Märkten trotz globaler Unsicherheit

KKR: Chancen in privaten Märkten trotz globaler Unsicherheit

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Das aktuelle Umfeld der privaten Märkte ist von erhöhungen Marktvolatilität, anhaltenden geopolitischen Spannungen, sich entwickelnder Geldpolitik und der Beschleunigung der KI-gesteuerten Disruption geprägt. Dennoch sieht das Investmentteam von KKR in dieser Unsicherheit neue Chancen über viele Anlageklassen hinweg, einschließlich der privaten Märkte. Der Fokus liegt dabei weniger auf der Reaktion auf kurzfristiges Rauschen, sondern vielmehr auf den Fundamentaldaten.

Private Märkte: Chancen in der Unsicherheit

In einem aktuellen Bericht vom April betonte KKR, dass die heutige Unsicherheit Möglichkeiten in verschiedenen Anlageklassen schafft. Das Unternehmen rät Anlegern, diversifiziert zu bleiben, sich auf Resilienz und Qualität zu konzentrieren und eine langfristige Perspektive beizubehalten. Diese Strategie soll helfen, die Komplexität des Marktes zu nutzen und interessante Chancen zu generieren.

Private Credit: Mehr als nur Unternehmenskredite

Dan Pietrzak, Partner im Bereich Private Credit bei KKR, weist auf ein häufiges Missverständnis hin: Private Credit werde oft fälschlicherweise ausschließlich mit Unternehmenskrediten gleichgesetzt. Tatsächlich sei das Anlageuniversum wesentlich breiter. Ein wachsendes Segment ist die private, asset-basierte Finanzierung, die beispielsweise Flugzeug-Leasingverträge und Geschäftsausstattungskredite umfasst. Pietrzak hebt deren historisch attraktive Renditen, die Marktgröße und das Diversifikationspotenzial hervor.

Obwohl jüngste Schlagzeilen erhöhte Ausfallraten im Private Credit, insbesondere im Softwarebereich, thematisierten, betont Pietrzak, dass der Stress bisher auf spezifische Emittenten konzentriert war. Dies sei kein Indikator für einen plötzlichen oder breiteren Schock im Private-Credit-System. Jamie Dimon, CEO von JPMorgan, und Jerome Powell, Vorsitzender der Federal Reserve, äußerten ähnliche Ansichten zum Private-Credit-Sektor.

KI als Werttreiber und Selektivität

Die künstliche Intelligenz (KI) wird als disruptiv angesehen, aber auch als Werkzeug zur Wertschöpfung. Alisa Amarosa Wood, Partnerin im Bereich Private Equity bei KKR, betont, dass es darum geht, wie Unternehmen KI nutzen können, um ihre Portfolios zu stärken und langfristigen Wert zu schaffen. KKR konzentriert sich auf die Auswahl und Investition in tief verwurzelte Softwareunternehmen mit proprietären Daten und hohen Kundenwechselkosten.

Pietrzak erklärt, dass es in vielen Fällen "fast wie eine Operation ist, diese Systeme herauszureißen", was die Widerstandsfähigkeit einiger Unternehmen gegenüber den Auswirkungen der KI unterstreicht. KKR sieht KI nicht als Abkehr von bewährten Anlagestrategien, sondern als Erweiterung, um Unternehmen mit dauerhaften Wettbewerbsvorteilen zu identifizieren.

HALO-Investitionen: Mission Critical Infrastruktur

Im Bereich der Infrastruktur konzentriert sich KKR auf sogenannte HALO-Assets (Heavy Assets, Low Obsolescence). Diese umfassen physische Infrastruktur und sind laut James Cunningham, Partner im Bereich Infrastruktur bei KKR, "nicht nur bequeme Assets; sie sind missionskritisch." Der Private-Credit-Markt verlagert sich Berichten zufolge von Software- zu Industrie- und anlagenintensiven Sektoren.

Große Firmen wie Blackstone, Bain Capital und Brookfield Asset Management zielen aufgrund ihrer geringeren Anfälligkeit für technologische Disruption auf HALO-Unternehmen ab. KKR sieht Chancen in Bereichen wie Energieerzeugung und -verteilung sowie digitaler Konnektivität.

Der Aufstieg der Hyperscaler und Digitalen Infrastruktur

Gleichzeitig schafft die KI einen "mächtigen neuen Rückenwind", so Cunningham. Die Entwicklung von Rechenzentren führt zu einem erhöhten Bedarf an Energie- und Konnektivitätsinfrastruktur. Hyperscaler werden voraussichtlich allein im Jahr 2026 rund 500 Milliarden US-Dollar ausgeben.

Mehrere Firmen haben Kapital für Investitionen in Industrietechnologien, Verteidigung oder Datensektoren aufgenommen:

  • Blue Owl Capital schloss im letzten Jahr seinen Digital Infrastructure Fund III mit 7 Milliarden US-Dollar ab, der sich auf Rechenzentren und digitale Infrastruktur konzentriert. Ein vierter Fonds wird dieses Jahr erwartet.
  • Andreessen Horowitz (a16z) investiert aktiv über seine "American Dynamism"-Praxis, die sich auf Verteidigungstechnologie, Luft- und Raumfahrt sowie industrielle Fertigung konzentriert. Die Firma führte kürzlich eine Series B Finanzierungsrunde über 175 Millionen US-Dollar für den Hersteller autonomer Oberflächenschiffe Saronic an.

KKR ist überzeugt, dass das Eingehen auf Komplexität "interessante" Marktchancen generieren wird. Das Unternehmen ermutigt Anleger, diversifiziert zu bleiben, sich auf Resilienz und Qualität zu konzentrieren und eine langfristige Perspektive für die Zukunft beizubehalten.

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