
Kleine Hedgefonds dominieren 2025: Agilität schlägt Größe am Aktienmarkt
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Das Jahr 2025 erwies sich für Hedgefonds als äußerst erfolgreich, mit einer beeindruckenden Gesamtperformance. Überraschenderweise waren es jedoch nicht die Branchenriesen, sondern kleinere Fonds, die die besten Renditen erzielten und damit den Trend des Vorjahres umkehrten. Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die Agilität und spezifischen Strategien kleinerer Akteure in einem dynamischen Marktumfeld.
Hedgefonds-Performance 2025: Ein starkes Jahr mit Überraschungen
Hedgefonds lieferten 2025 erneut ein starkes Ergebnis ab und belohnten Investoren, die Hunderte Milliarden Dollar in die Branche investierten. Bis November verzeichneten Hedgefonds laut dem Composite Index des Branchenforschungsunternehmens PivotalPath eine Rendite von 10,8%. Damit war die Branche auf dem besten Weg, das Ergebnis von 2024 zu übertreffen, wobei fast jede große Strategie positive Renditen erzielte.
Im Gegensatz zu 2024, als große Hedgefonds die Branche zu einem herausragenden Jahr führten, dominierten 2025 die kleinen Hedgefonds. Diese Verschiebung in der Performance-Führerschaft markierte einen bemerkenswerten Wandel im Marktgeschehen.
Kleine Fonds dominieren den Markt
Fonds, die weniger als 500 Millionen US-Dollar verwalteten, übertrafen ihre größeren Konkurrenten bis November, wie Daten von PivotalPath zeigen. Die kleinsten Firmen, die weniger als 100 Millionen US-Dollar beaufsichtigten, führten das Feld an und erzielten eine Rendite von 14,6%.
Selbst bei großen Multistrategie-Firmen waren es deren kleinere Fonds, die über weite Teile des Jahres glänzten. Dies deutet darauf hin, dass die Größe des einzelnen Fonds, unabhängig von der Gesamtgröße der Muttergesellschaft, ein entscheidender Faktor für den Erfolg war.
Warum kleine Hedgefonds 2025 glänzten
Die Outperformance kleinerer Fonds war kein Zufall, sondern das Ergebnis mehrerer Faktoren, die 2025 zu ihren Gunsten wirkten. Der größte Rückenwind war ein heißlaufender Aktienmarkt: Der S&P 500 stieg bis November um 18% und der Nasdaq um 21%. Dies schuf ein besonders günstiges Umfeld für Stock Picker.
Kleinere Firmen neigen dazu, stärker auf Long-Short-Equity-Strategien zu setzen, die weniger Kapital und Infrastruktur erfordern. Jon Caplis, CEO von PivotalPath, erklärte dazu: "Typischerweise übertreffen kleinere Fonds, wenn Aktienmärkte übertreffen." Er fügte hinzu: "Wenn es große Ausverkäufe gibt, unterperformen kleinere Manager."
Ihre Größe verleiht ihnen zudem größere Flexibilität bei der Auswahl und Gewichtung von Aktien, was ihnen einen agileren Handel ermöglichte. Diese Wendigkeit war ein klarer Vorteil in einem schnelllebigen Markt.
Herausforderungen für aktive Manager im breiten Markt
Während kleine Hedgefonds glänzten, standen viele aktive Manager vor erheblichen Herausforderungen. Der S&P 500 übertraf 2025 seine gleichgewichtete Version, was bedeutet, dass wenige Tech-Super-Aktien, oft als "Magnificent Seven" bezeichnet, einen überproportionalen Anteil an den Renditen hatten. Diese Konzentration erschwerte es aktiven Managern, den Markt zu schlagen.
Rund 1 Billion US-Dollar wurde im Laufe des Jahres aus aktiven Aktien-Investmentfonds abgezogen, was das elfte Jahr in Folge mit Nettoabflüssen markierte und den steilsten Zyklus seit Langem darstellte. Im Gegensatz dazu flossen über 600 Milliarden US-Dollar in passive Aktien-ETFs. Dave Mazza, CEO von Roundhill Investments, kommentierte: "Die Konzentration macht es aktiven Managern schwerer, gut abzuschneiden." Er warnte: "Wer die Magnificent Seven nicht benchmarkgewichtet, riskiert wahrscheinlich eine Underperformance."
Die Kosten, vom Benchmark abzuweichen, blieben hartnäckig hoch. An vielen Tagen im ersten Halbjahr stieg laut Daten von BNY Investments weniger als jede fünfte Aktie mit dem breiteren Markt. In den USA blieben 73% der Aktien-Investmentfonds 2025 hinter ihren Benchmarks zurück, der vierthöchste Wert seit 2007.
Strategien jenseits des S&P 500: Geringe Korrelation als Erfolgsfaktor
Angesichts der Bedenken hinsichtlich einer potenziellen KI-Blase und des hohen US-Marktrisikos – die USA machen 70% des MSCI World Index aus – suchten viele Anleger nach Strategien mit geringer Korrelation zum S&P 500. Im IA Global Sektor, der 581 Fonds umfasst, wiesen 76 Fonds (etwa 13%) eine niedrige Korrelation (unter 0,7) zum S&P 500 auf.
Zu den Fonds, die sich durch geringe Korrelation auszeichneten, gehörten:
- **iShares Gold Producers UCITS ETF:** Mit der niedrigsten Fünfjahreskorrelation und einer Top-Performance 2025 dank der massiven Gold-Rallye.
- Schroder ISF Global Energy und **SSGA SPDR MSCI World Energy UCITS ETF:** Beide konzentrieren sich auf den Energiesektor.
- SVS Kennox Strategic Value und Jupiter Global Value Equity: Diese Fonds verfolgen einen Value-Ansatz und differenzieren sich durch ihren Fokus auf Konsumgüter (23%) und Materialien (19%) sowie eine Präferenz für asiatische Unternehmen (37%).
- Kleinere-Unternehmen- und All-Cap-Fonds: Wie der Heptagon Kopernik Global All Cap Equity ($2.3 Mrd.) und der Oldfield Partners Overstone UCITS Global Smaller Companies (£53 Mio.).
- Thematische Fonds: Darunter Active Solar, iShares Agribusiness UCITS ETF und AXA People & Planet Equity.
Unter den 76 Fonds mit geringer Korrelation waren auch drei, die von FE fundinfo Alpha Managern geleitet werden: Artemis SmartGARP Global Equity (Raheel Altaf), Baillie Gifford Global Discovery (John MacDougall) und Lindsell Train Global Equity (Nick Train und James). Raheel Altaf von Artemis erzielte 2025 hohe Renditen.
Ausblick: Bleibt der Trend bestehen?
Ob die Erfolgsserie der kleinen Fonds bis ins Jahr 2026 anhält, ist ungewiss. Angesichts von Aktienkursen nahe Allzeithochs und einer zunehmenden Vorsicht der Anleger vor "Crowding" – der Konzentration vieler Investitionen in denselben Anlagen – gibt es keine Garantie für eine Fortsetzung des Trends. Die Flexibilität und spezifischen Strategien kleinerer Fonds könnten jedoch weiterhin eine Rolle spielen, insbesondere wenn sich die Marktbedingungen ändern.