Krypto-Streit: Hoskinson kritisiert Ripple-CEO Garlinghouse wegen CLARITY Act

Krypto-Streit: Hoskinson kritisiert Ripple-CEO Garlinghouse wegen CLARITY Act

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Charles Hoskinson, Mitbegründer von Ethereum und Gründer von Cardano, hat Ripple-CEO Brad Garlinghouse scharf kritisiert. Anlass ist Garlinghouse's Haltung zum aktuellen Entwurf des CLARITY Act, einem Gesetzentwurf zur Regulierung des Kryptomarktes, den Hoskinson als Gefahr für die dezentrale Finanzwelt sieht. Die Debatte offenbart tiefe Risse innerhalb der Krypto-Branche über den richtigen Weg zur regulatorischen Klarheit.

Scharfe Kritik am CLARITY Act

Am Sonntag äußerte Charles Hoskinson in einem Livestream auf seinem offiziellen X-Account seine Empörung über Brad Garlinghouse. Hoskinson warf dem Ripple-CEO vor, sich nicht entschieden gegen die neueste Version des Kryptowährungs-Marktstrukturgesetzes, bekannt als CLARITY Act, zu stellen. Viele Branchenvertreter befürchten, dass dieser Entwurf Banken und etablierte Finanzinstitute begünstigt, während er die dezentrale Finanzwelt (DeFi) benachteiligt.

Hoskinson betonte, dass der Gesetzentwurf nach 137 Änderungen "die gesamten Schlüssel zum Kryptowährungs-Königreich" der SEC übergebe. Er kritisierte, dass alle neuen Projekte standardmäßig als Wertpapiere eingestuft würden und Ausnahmen beantragen müssten. "Wie ist das besser als das, was der beängstigende Gary [Gensler] uns unter Biden gab?", fragte Hoskinson.

Garlinghouse's pragmatische Haltung

Im Gegensatz dazu lobte Brad Garlinghouse den Senatsausschuss für Banken für die Bereitstellung "umsetzbarer Rahmenwerke" für Krypto. Er erklärte, dass "Klarheit Chaos schlägt" und zeigte sich optimistisch, dass offene Fragen im Überarbeitungsprozess gelöst werden. Diese pragmatische Haltung stieß bei Hoskinson auf heftigen Widerstand.

"Sorry, Brad. Es ist nicht besser als Chaos. Nimm das Chaos und kämpfe für das Richtige. Kämpfe für Integrität", erwiderte ein sichtlich wütender Hoskinson. Er lehnte das Argument "besser als nichts" ab und hinterfragte, ob einmal verabschiedete, fehlerhafte Gesetze wie der Securities Exchange Act von 1933 jemals korrigiert werden könnten. "93 Jahre später, konnten wir ihn ändern? Nein. Man verabschiedet ihn, man besitzt ihn für immer", so Hoskinson.

Die Ideale der Krypto-Revolution

Der Cardano-Gründer positionierte seine Opposition ideologisch. Er erklärte, er habe sich "für Freiheit" und "eine Revolution" angemeldet, nicht um die Kontrolle an Banken zu übergeben. Hoskinson kritisierte ein System, in dem "alles eine Verwahrungs-Wallet ist", "jede Transaktion KYC ist" und "alles veränderbar und reversibel" sei.

Er warf Branchenführern vor, kompromittierte Gesetzgebung im Austausch für Macht und Status zu akzeptieren. "Sie haben ihr Silber genommen, damit sie Teil einer neuen Oligarchie sein können", so Hoskinson, der befürchtet, dass die Ideale der Krypto-Revolution dabei aufgegeben werden.

Politische Verstrickungen und Branchenreaktionen

Hoskinsons Kritik fällt in eine Zeit, in der er auch den Rücktritt von David Sacks, dem Krypto-Zar des Weißen Hauses, forderte, sollte der Gesetzentwurf im ersten Quartal scheitern. Er machte Sacks dafür verantwortlich, nichts unternommen zu haben, um Trump daran zu hindern, Projekte wie den Official Trump (CRYPTO: TRUMP) Memecoin zu starten, die die Verabschiedung von Krypto-Gesetzen behindert hätten.

Interessanterweise war Hoskinson selbst ein großer Unterstützer Trumps vor den Präsidentschaftswahlen 2024 und beschuldigte den ehemaligen Präsidenten Joe Biden, die Krypto-Industrie aktiv zu unterdrücken. Parallel zu dieser Debatte zog Coinbase Global Inc. (NASDAQ:COIN) seine Unterstützung für den Gesetzentwurf zurück, was zu einer unbestimmten Verschiebung der Abstimmung führte.

Marktperspektiven für ADA und XRP

Die regulatorische Unsicherheit, die durch solche Debatten entsteht, führt oft zu erhöhter Volatilität auf dem Kryptomarkt. Historische Daten zeigen, dass Ankündigungen zu US-Krypto-Gesetzen zu starken Preisschwankungen führen können; so führten ähnliche Debatten Mitte 2025 zu einer intraday-Schwankung von 15 % bei XRP-Preisen. Aktuell handelt XRP um wichtige Unterstützungsniveaus nahe 0,50 US-Dollar, mit Widerstand bei 0,65 US-Dollar. Das tägliche Transaktionsvolumen von XRP stieg nach Garlinghouses Äußerungen um 20 %.

Hoskinsons vehemente Opposition könnte die Attraktivität von Cardano (CRYPTO: ADA) bei Händlern stärken, die dezentrale Governance-Modelle bevorzugen. Über 70 % des ADA-Angebots sind laut On-Chain-Daten vom 18. Januar 2026 gestaked. Wenn das Handelsvolumen von ADA in 24 Stunden 1 Milliarde übersteigt, korreliert dies historisch mit Aufwärtsbewegungen von 10-15 % (Q4 2025). Zudem zeigen Marktbeobachtungen, dass ADA oft als Absicherung profitiert, wenn Ripple von regulatorischem Gegenwind betroffen ist, mit inversen Bewegungen von bis zu 8 % in volatilen Perioden.

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