Krypto-Zahlungen im US-Einzelhandel: Chancen und Risiken für Verbraucher

Krypto-Zahlungen im US-Einzelhandel: Chancen und Risiken für Verbraucher

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Die Zukunft der Finanzen nimmt Gestalt an: Immer mehr US-Einzelhändler akzeptieren Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Dieser Prozess beinhaltet jedoch einen Zwischenschritt, bei dem die digitalen Münzen zunächst in Bargeld umgewandelt werden müssen.

Indirekte Krypto-Zahlungen im Einzelhandel

Kunden von Walmart können beispielsweise ihre Bitcoin- oder Ethereum-Bestände innerhalb der Walmart OnePay Mobile App verkaufen. Anschließend ist die Zahlung über die App durch Scannen eines Barcodes an der Kasse oder online möglich. Auch Starbucks akzeptiert laut QZ.com seit 2021 Bitcoin und Ethereum über einen ähnlichen Prozess mittels der SPEDN Mobile App. Aktuell akzeptiert jedoch kein Einzelhändler diese Instrumente als direkte Zahlungsmethode.

Brian Spinelli, Co-CIO bei Halbert Hargrove, merkt an: „Ich habe noch keine dieser Geschäfte gesehen, die Zahlungen mit Krypto [direkt] beworben haben.“ Er fügt hinzu, dass Walmart die Integration in die OnePay App vorantreibt.

Vorteile für "Unbanked" und digitale Finanzen

Die Möglichkeit, Kryptowährungen bei Bedarf in Bargeld umzuwandeln, bietet vielen Menschen einen erheblichen Vorteil. Dies könnte die Welt der digitalen Finanzen für Verbraucher und Investoren gleichermaßen verändern. Brian Spinelli betont, dass es selbst in den USA zahlreiche Menschen gibt, die kein traditionelles Bankkonto besitzen – sogenannte "Unbanked".

„Wenn man kein Bankkonto hat, aber Krypto auf dem Handy besitzt… Dies überbrückt die Lücke, um Mainstream-Einzelhändler für eine Verbraucherbasis zu öffnen, die möglicherweise keinen Zugang zu kostenlosem Banking hat, wie viele von uns“, so Spinelli. Die Nutzung von Krypto-Beständen für alltägliche Einkäufe, sei es Babynahrung oder ein Frappuccino, wird dadurch erleichtert.

Steuerliche Aspekte und finanzielle Risiken

Der Verkauf von Kryptowährungen zur Deckung von Ausgaben kann jedoch eine kostspielige Entscheidung sein, insbesondere wenn Bitcoin weiterhin an Wert gewinnt. CK Zheng, Mitbegründer und CIO von ZX Squared Capital, vertritt die Ansicht: „Bitcoin [sollte] als Investition gegen die Abwertung der Fiat-Währung betrachtet werden.“

Es ist wichtig, sich der steuerlichen Auswirkungen bewusst zu sein. Der IRS (US-Steuerbehörde) besteuert digitale Assets derzeit als Eigentum, nicht als Währung. Das bedeutet, dass alle Transaktionen als Kapitalgewinne oder -verluste gemeldet werden müssen. Brian Spinelli warnt: „Sie werden viele Gewinn-Verlust-Szenarien haben, bei denen Sie viele Transaktionen melden müssen.“ Dies kann ohne die Hilfe eines Steuerberaters oder Finanzberaters aufwendig sein.

Ein weiteres Risiko besteht bei Warenrücksendungen: Wenn Sie Bitcoin verkaufen, um einen Kauf zu tätigen, und die Ware anschließend zurückgeben, erhalten Sie den Barwert zurück. Dies könnte einen Verlust gegenüber Ihrer ursprünglichen Investition bedeuten.

Wann der Verkauf von Krypto sinnvoll sein kann

Trotz der potenziellen Risiken gibt es Situationen, in denen der Verkauf von Krypto-Beständen vorteilhaft sein kann. Wenn die Wahl zwischen dem Halten eines Saldos auf einer hochverzinslichen Kreditkarte und dem Zugriff auf Krypto-Bestände besteht, rät CK Zheng: „Die Vermeidung der hochverzinslichen Kreditkarte ist wahrscheinlich die bessere Option.“

Ausblick für Investoren

Insgesamt könnte die zunehmende Akzeptanz von Bitcoin als Währung dazu beitragen, seinen Wert im Laufe der Zeit zu steigern. Diese Entwicklung im Einzelhandel ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer breiteren Integration von Kryptowährungen in den Alltag.

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