
Kryptomarkt unter Druck: Bitcoin, Ethereum fallen – Geopolitik und Liquidierungen
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Führende Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum verzeichneten jüngst Kursrückgänge, während geopolitische Spannungen um Iran und eine volatile Aktienmarktentwicklung die Anlegerstimmung trübten. Gleichzeitig wurden erhebliche Krypto-Positionen liquidiert, was die Marktvolatilität unterstreicht.
Kryptomarkt unter Druck
Am Donnerstag verzeichneten führende Kryptowährungen Rückgänge. Bitcoin fiel auf 68.100 US-Dollar, wobei das Handelsvolumen gegenüber dem Vortag um 10 % anstieg. Ethereum sank ebenfalls unter die Marke von 2.100 US-Dollar, während XRP und Dogecoin noch stärkere Verluste hinnehmen mussten.
Die globale Marktkapitalisierung für Kryptowährungen lag bei 2,44 Billionen US-Dollar, nach einem leichten Anstieg von 0,73 % gegenüber dem Vortag. Dies deutet auf eine mögliche Erholung oder eine Verschiebung innerhalb des Marktes hin, trotz der Rückgänge bei den Top-Assets.
Liquidierungen und Handelsaktivität
Die jüngsten Kursbewegungen führten zu erheblichen Liquidierungen im Kryptomarkt. Innerhalb von 24 Stunden wurden Krypto-Positionen im Wert von über 330 Millionen US-Dollar liquidiert. Davon entfielen 293 Millionen US-Dollar allein auf bullische Long-Positionen.
Interessanterweise waren fast 500 Millionen US-Dollar an Bitcoin-Short-Positionen auf Binance von einer Liquidierung bedroht, sollte die führende Kryptowährung wieder auf 71.000 US-Dollar steigen. Das Open Interest bei Bitcoin-Futures sank in den letzten 24 Stunden um 0,37 %, während Retail- und Whale-Trader auf Binance ihr Long-Exposure erhöhten.
Geopolitische Spannungen und Aktienmärkte
Die Kursrückgänge im Kryptomarkt erfolgten parallel zu einer volatilen Entwicklung an den Aktienmärkten und geopolitischen Spannungen. US-Präsident Donald Trump warnte im Zusammenhang mit den Verhandlungen mit Iran, diese seien "sehr anders" und "seltsam". Er mahnte, Iran "sollte bald ernst machen", sonst gäbe es "kein Zurück mehr". Dies geschah, nachdem Iran Berichten zufolge einen 15-Punkte-Vorschlag der USA für einen Waffenstillstand abgelehnt und eigene Forderungen zur Beendigung der Kämpfe gestellt hatte.
Die Aktienmärkte verzeichneten am Donnerstag ebenfalls Rückgänge:
- Der Dow Jones Industrial Average fiel um 1,01 % auf 45.960,11 Punkte.
- Der S&P 500 sank um 1,74 % auf 6.477,16 Punkte.
- Der technologieintensive Nasdaq Composite verlor 2,38 % und schloss bei 21.408,08 Punkten.
Auch die West Texas Intermediate (WTI) Rohöl-Futures, die kurzzeitig 95 US-Dollar pro Barrel erreichten, fielen bis 20:38 Uhr EDT auf 93,75 US-Dollar.
Analysten sehen Kaufgelegenheiten
Der bekannte Krypto-Analyst und Trader Ali Martinez äußerte sich zu den aktuellen Kursbewegungen von Bitcoin. Er wies darauf hin, dass vergangene Bitcoin-Bullzyklen oft auf Rückgänge unter den "Long-term holder realized price" – aktuell bei 48.387 US-Dollar – und das "-0.2 Standard Deviation Band" bei 36.657 US-Dollar folgten.
Martinez erklärte, der "Long-term holder realized price" sei der durchschnittliche Anschaffungspreis für Coins, die länger als 155 Tage gehalten werden. Das "Standard Deviation Band" stelle eine statistische Unterstützung dar, die sich aus Preisabweichungen um den realisierten Wert ergibt. Martinez fügte hinzu: "Ich werde diese Zonen für Dip-Kaufgelegenheiten vor dem nächsten Bullenzyklus beobachten."
Konträres Signal der Marktstimmung
Die Blockchain-Analysefirma Santiment beobachtete, dass die Stimmung der Kleinanleger in den sozialen Medien zunehmend pessimistisch wird. Begriffe wie "dip", "pullback" und "rejection" dominieren den Krypto-Diskurs.
Santiment stellte fest: "Historisch bewegen sich die Preise entgegengesetzt zur Erzählung der Masse, was diese Stimmung als stärkeres Kaufsignal offenbart." Dies deutet darauf hin, dass eine weit verbreitete bärische Stimmung unter Kleinanlegern oft ein Indikator für eine bevorstehende Trendwende sein kann.