
Larry Ellison verliert 25 Mrd. USD: Oracle-Aktie stürzt nach KI-Bedenken ab
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Larry Ellison, Mitbegründer von Oracle, erlebte einen signifikanten Rückgang seines Nettovermögens um rund 25 Milliarden US-Dollar an einem einzigen Tag. Dieser Verlust folgte auf einen starken Einbruch des Oracle-Aktienkurses, nachdem das Unternehmen enttäuschende Quartalsergebnisse und Bedenken hinsichtlich seiner massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur bekannt gab.
Larry Ellisons Nettovermögen schrumpft um 25 Milliarden US-Dollar
Larry Ellison, Mitbegründer und Chairman von Oracle, musste am Donnerstag einen geschätzten Verlust von 25 Milliarden US-Dollar seines Nettovermögens hinnehmen. Laut Bloombergs Billionaires Index sank sein Vermögen auf 258 Milliarden US-Dollar, was einen der größten Ein-Tages-Vermögensrückgänge im Jahr 2025 darstellt. Dieser Rückgang führte dazu, dass Ellison im Ranking der reichsten Menschen der Welt vom zweiten auf den dritten Platz zurückfiel.
Oracle-Aktie stürzt nach Quartalszahlen ab
Der massive Vermögensverlust Ellisons ist direkt auf einen Kurssturz der Oracle-Aktie zurückzuführen, die um mehr als 11% fiel. Die Aktie notierte bei 198,85 US-Dollar, was einem Rückgang von 10,83% entspricht. Auslöser waren die am Mittwoch veröffentlichten Quartalsergebnisse, die die Umsatzprognosen der Wall Street verfehlten. Trotz eines Umsatzwachstums von 14% im Jahresvergleich konnten die Zahlen die Bedenken der Anleger nicht zerstreuen.
KI-Investitionen und Analystenbedenken
Investoren zeigten sich besorgt über die "rasante Ausgabenentwicklung" von Oracle für den Ausbau seiner Künstliche-Intelligenz-Infrastruktur. Die erhöhten Investitionsausgaben für KI-Rechenzentren führten zu Spekulationen über einen möglichen "KI-Blasen-Platzer". Clay Magouyrk, Co-CEO von Oracle, wies Befürchtungen zurück, dass das Unternehmen über 100 Milliarden US-Dollar für den Aufbau seiner Rechenzentren benötigen könnte. Er erklärte: "Wir erwarten, dass wir weniger, wenn nicht sogar wesentlich weniger, Kapital aufnehmen müssen", und betonte, dass Oracles Schulden weiterhin "Investment Grade" seien. Dennoch erreichte das Kreditrisiko des Unternehmens den höchsten Stand seit 2009.
Ellisons finanzielle Verpflichtungen und Marktkontext
Der jüngste Vermögensrückgang Ellisons fällt mit seiner Zusage zusammen, seinen Sohn David bei einem 108 Milliarden US-Dollar schweren Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery, Inc. zu unterstützen. Die Familie Ellison und RedBird Capital Partners sicherten das Angebot mit 41 Milliarden US-Dollar an neuem Eigenkapital ab. Ellison verfügt über Barmittel und Äquivalente von rund 34,8 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich aus früheren Oracle-Aktienverkäufen. Ein Teil seines Vermögens ist jedoch in weniger liquiden Vermögenswerten wie Immobilien und Kunst gebunden, und er hat etwa 30% seiner Oracle-Beteiligung als Sicherheit für persönliche Schulden verpfändet.
Andere Milliardäre erlitten im April ähnliche oder größere Verluste: Elon Musk verlor innerhalb von drei Tagen 35 Milliarden US-Dollar, und Mark Zuckerberg büßte etwa 24 Milliarden US-Dollar ein. Zuvor hatte Ellison im September kurzzeitig den Titel des reichsten Menschen der Welt inne, als Oracle-Aktien aufgrund einer starken Prognose für das Cloud-Geschäft um bis zu 43% stiegen.
Oracles strategische Ausrichtung und Analystenstimmen
Trotz der aktuellen Herausforderungen weist Oracle eine robuste Jahresperformance auf, mit einem Plus von 19,93% seit Jahresbeginn. Analysten von Smartkarma beleuchten Oracles Ambitionen im Bereich der KI-Infrastruktur. Baptista Research hebt Oracles Beteiligung am 38 Milliarden US-Dollar schweren Jacquard AI-Rechenzentrumsfinanzierungsprojekt hervor und seine Positionierung als kritischer KI-Infrastrukturanbieter. Zudem wird Oracles 300 Milliarden US-Dollar schwerer Cloud-Infrastruktur-Deal mit OpenAI erwähnt, der seine Position im KI-Wettlauf festigt.
Douglas Kim äußert hingegen Bedenken hinsichtlich eines 1,4 Billionen Won schweren Steuerstreits von Oracle Korea und einer übermäßigen Verschuldung. Fallacy Alarm diskutiert Oracles Ziel, mit großen Cloud-Anbietern zu konkurrieren und eine zehnfache Umsatzsteigerung im Cloud Computing innerhalb von nur vier Jahren anzustreben. Basierend auf den Smartkarma Smart Scores hat Oracle Corp einen positiven langfristigen Ausblick, mit guten Bewertungen in Wachstum und Momentum sowie einer soliden Widerstandsfähigkeit.