Lululemon stoppt Leggings-Verkauf nach Transparenz-Kritik: Aktie unter Druck

Lululemon stoppt Leggings-Verkauf nach Transparenz-Kritik: Aktie unter Druck

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Lululemon Athletica Inc. hat kürzlich den Online-Verkauf einer neuen Bekleidungslinie eingestellt, nachdem Nutzer Beschwerden über die zu freizügige Kleidung geäußert hatten. Die Entscheidung betrifft die "Get Low"-Kollektion, deren Leggings laut Kunden beim Bücken oder in der Hocke "durchsichtig" seien. Dieser Schritt erfolgt inmitten einer Reihe von Herausforderungen für das Unternehmen, darunter ein bevorstehender CEO-Wechsel und ein intensiver Wettbewerb im Athleisure-Markt.

Lululemon stoppt Online-Verkauf von "Get Low"-Leggings

Die Beschwerden über die "Get Low"-Leggings, die auf Plattformen wie Reddit und in sozialen Medien geteilt wurden, führten dazu, dass Lululemon den Online-Verkauf in Nordamerika vorübergehend aussetzte. Ein Unternehmenssprecher erklärte gegenüber FOX Business, dass die Kollektion in den nordamerikanischen Filialen weiterhin erhältlich sei. Die vorübergehende Aussetzung des Online-Verkaufs diene dazu, das anfängliche Kundenfeedback besser zu verstehen und die Produktaufklärung zu unterstützen.

Die "Get Low"-Kollektion wurde entwickelt, um Kunden beim Training zu unterstützen. Sie zeichnet sich durch nahtlose Technologie aus, die für ein geformtes Aussehen und Gefühl in einem schwerelosen, schnell trocknenden Stoff sorgen soll. Auf der europäischen Website von Lululemon sind die Leggings weiterhin in acht Farben für 98 € (oder 114,99 $) erhältlich und werden als "nahtlose Tights" beschrieben, die "ein umarmtes Gefühl und ein definiertes Aussehen Ihrer Quads und Gesäßmuskeln bei jeder aufgeladenen Bewegung" bieten. Das Unternehmen erwartet, die Kollektion bald wieder über seine E-Commerce-Kanäle in Nordamerika anzubieten.

Wiederkehrende Qualitätsprobleme belasten das Markenimage

Die aktuellen Probleme mit den "Get Low"-Leggings sind kein Einzelfall für Lululemon. Bereits vor etwa 18 Monaten zog das Unternehmen seine "Breezethrough"-Leggings kurz nach deren Einführung aufgrund negativer Kundenbewertungen zurück. Ein noch prominenterer Vorfall ereignete sich 2013, als Lululemon seine charakteristischen schwarzen Yogahosen vom Markt nahm, weil sie als "zu durchsichtig" galten. Diese wiederkehrenden Qualitätsprobleme stellen die Rechtfertigung der Premiumpreise von Lululemon infrage und können die Markentreue der Kunden untergraben.

Führungskrise und intensiver Wettbewerb

Die Produktprobleme fallen in eine turbulente Zeit für Lululemon. CEO Calvin McDonald wird das Unternehmen zum 31. Januar verlassen. Als Interims-Co-CEOs werden Finanzvorständin Meghan Frank und Chief Commercial Officer André Maestrini fungieren, während der Verwaltungsrat eine umfassende Suche nach einem dauerhaften Nachfolger durchführt.

Lululemon, bekannt dafür, Athleisure-Bekleidung populär gemacht zu haben, kämpft in den letzten Jahren zunehmend mit dem Wettbewerb, insbesondere in den USA. Rivalen wie Alo Yoga und Vuori üben erheblichen Druck aus. Hinzu kommt der aktivistische Investor Elliott Management, der im Dezember eine Beteiligung von rund 1 Milliarde US-Dollar offengelegt hat und mit der ehemaligen Ralph Lauren-Managerin Jane Nielsen als potenzieller CEO-Kandidatin zusammenarbeitet. Auch Gründer Chip Wilson, weiterhin einer der größten Aktionäre, versucht, den Verwaltungsrat umzustrukturieren.

Aktienkurs unter Druck

Die jüngsten Nachrichten über die "Get Low"-Leggings haben sich auch auf den Aktienkurs von Lululemon ausgewirkt. Die Aktien des Unternehmens schlossen am Dienstag mit einem Minus von 6,5 Prozent. Obwohl die Aktien in den letzten drei Monaten um etwa 20 Prozent gestiegen sind, ist der Kurs von Lululemon in den letzten zwölf Monaten um fast 50 Prozent gefallen. Diese Entwicklung spiegelt die Unsicherheiten wider, die durch Produktqualitätsprobleme, den CEO-Wechsel und den verschärften Wettbewerb entstehen.