
Maduro und Flores in New York: Anklage wegen Narco-Terrorismus
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Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores sind nach einer US-Militäroperation in Caracas in New York eingetroffen. Sie wurden am Samstagnachmittag auf der Stewart Air National Guard Base nördlich von New York City gelandet, um sich dort strafrechtlichen Anklagen zu stellen. Die Festnahme erfolgte über Nacht in ihrem Haus in Caracas.
Dramatische Festnahme und Überführung
Maduro und Flores wurden nach ihrer Festnahme zunächst auf das Kriegsschiff USS Iwo Jima gebracht, bevor sie nach New York geflogen wurden. Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, berichteten CBS News, dass das Paar voraussichtlich im Metropolitan Detention Center, einer Bundesanstalt in Brooklyn, untergebracht wird. Die Operation, die zur Festnahme führte, war das Ergebnis wochenlanger Planung, bei der Maduros Verhaltensmuster, einschließlich seiner Essgewohnheiten und Schlafplätze, verfolgt wurden.
Die Aktion markiert den Höhepunkt einer eskalierenden Druckkampagne der Trump-Administration gegen das ölreiche südamerikanische Land. Während der Operation kam es in der venezolanischen Hauptstadt zu mehreren Explosionen und Tiefflügen von Flugzeugen. Die venezolanische Regierung bezeichnete dies als "imperialistischen Angriff" und forderte die Bürger auf, auf die Straße zu gehen.
Schwere Anklagen wegen Narco-Terrorismus und Drogenhandel
In einer ergänzenden Anklageschrift, die im Southern District of New York gegen Maduro, Mitglieder seiner Familie und seines Kabinetts eingereicht wurde, beschuldigen die USA den südamerikanischen Staatschef der Verschwörung zum Narco-Terrorismus und zum Import von Kokain. Ihm wird auch der Besitz und die Verschwörung zum Besitz von "Maschinengewehren und zerstörerischen Geräten" vorgeworfen, wie aus der am Samstag von Generalstaatsanwältin Pam Bondi entsiegelten Anklageschrift hervorgeht. Bondi erklärte: "Sie werden bald die volle Wucht der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten erfahren."
Die Anklageschrift, die von New Yorks US-Staatsanwalt Jay Clayton vorbereitet wurde, besagt, dass "seit über 25 Jahren Führer Venezuelas ihre Positionen öffentlichen Vertrauens missbraucht und einst legitime Institutionen korrumpiert haben, um Tonnen von Kokain in die Vereinigten Staaten zu importieren." Weiter wird Maduro vorgeworfen, "an vorderster Front dieser Korruption zu stehen und mit seinen Mitverschwörern zusammengearbeitet zu haben, um seine illegal erlangte Autorität und die von ihm korrodierten Institutionen zu nutzen, um Tausende Tonnen Kokain in die Vereinigten Staaten zu transportieren."
Die Rolle von Cilia Flores und weitere Verwicklungen
Die US-Regierung behauptet auch, dass Cilia Flores in die mutmaßlichen Verbrechen ihres Mannes verwickelt ist. Laut Anklageschrift soll Flores im Jahr 2007 ein Treffen zwischen einem groß angelegten Drogenhändler und dem Direktor des venezolanischen Nationalen Anti-Drogen-Büros, Nestor Reverol Torres, vermittelt und dabei Hunderttausende Dollar an Bestechungsgeldern angenommen haben.
Die Staatsanwaltschaft wirft vor, dass der Drogenhändler eine Bestechung von 100.000 US-Dollar pro Flug an Reverol Torres arrangierte, um Kokain zu verschiffen. Nestor Reverol Torres wurde bereits 2015 von US-Staatsanwälten in New York angeklagt.
Historischer Kontext und frühere Anschuldigungen
Die aktuellen Anklagen scheinen dieselben zu sein, die bereits in einer Anklageschrift von 2020 gegen Maduro und mehrere seiner wichtigen Mitarbeiter erhoben wurden. Damals behaupteten Bundesstaatsanwälte, dass der venezolanische Führer und andere hochrangige Regierungsbeamte mit der kolumbianischen Guerillagruppe Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) zusammenarbeiteten, um Kokain und Waffen in die USA zu schmuggeln. Maduro hat die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen in der Vergangenheit stets bestritten.
US-Pläne für Venezuela und seine Ölreserven
Stunden nach der Operation erklärte Präsident Trump, die Vereinigten Staaten würden Venezuela zumindest vorübergehend regieren und dessen riesige Ölreserven anzapfen, um sie an andere Nationen zu verkaufen. Er betonte, die USA würden das Land führen, "bis ein sicherer, ordnungsgemäßer und umsichtiger Übergang stattfinden kann." Trump prahlte, diese "extrem erfolgreiche Operation sollte als Warnung für jeden dienen, der die amerikanische Souveränität bedrohen oder amerikanisches Leben gefährden würde." Die rechtliche Grundlage für den Angriff, der an die US-Invasion in Panama 1990 erinnerte, war zunächst unklar. Die US-Regierung erkennt Maduro nicht als legitimen Präsidenten an.