Marine Corps: Frühere Jobvermittlung und hohe Boni für Fachkräfte

Marine Corps: Frühere Jobvermittlung und hohe Boni für Fachkräfte

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Der oberste Unteroffizier des Marine Corps, Sergeant Major Carlos Ruiz, setzt sich vehement für eine frühere und aggressivere Jobvermittlung für ausscheidende Marines ein, um deren Übergang ins Zivilleben zu erleichtern und kritische Phasen der Vulnerabilität zu überbrücken. Parallel dazu incentiviert das Marine Corps den Verbleib von Fachkräften in hochtechnologischen und kritischen Bereichen durch signifikante Boni, um militärische Expertise zu sichern und den Personalbedarf zu decken.

Herausforderungen beim Übergang ins Zivilleben

Jedes Jahr verlassen rund 200.000 Militärangehörige den aktiven Dienst, davon etwa 14 % Marines. Diese Übergangsphase ist oft mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Daten zeigen, dass Veteranen kurz nach dem Verlassen des Militärs besonders anfällig für psychische Probleme sein können. Das VA's neueste Suizidbericht zeigt, dass Marine Corps Veteranen das höchste Suizidrisiko innerhalb eines Jahres nach dem Ausscheiden haben, verglichen mit anderen Diensten.

Ein Bericht aus dem Jahr 2023 stellte fest, dass ein Viertel der Truppen, die die meiste Unterstützung beim Übergang benötigten, diese nie erhielten. Zudem begannen 70 % den Prozess nicht ein Jahr vor ihrer Trennung, was viele dazu zwang, hastig zivile Möglichkeiten zu suchen. Sergeant Major Ruiz sieht in dieser Verzögerung eine mögliche Ursache für eine "Abwärtsspirale in Richtung Negativität", die mit breiteren psychischen Problemen verbunden ist.

Ruiz' Forderung: Beschleunigte Jobvermittlung

Sergeant Major Ruiz fordert Regierungsbehörden und zivile Unternehmen auf, Marines bereits bis zu einem Jahr vor ihrem Ausscheiden aus dem Dienst zu rekrutieren. Er betonte die Notwendigkeit, "Barrieren zu beseitigen" und eine "Pipeline aufzubauen, durch die ein Marine direkt vom letzten Tag des aktiven Dienstes zu Ihrer Ausbildung wechseln kann".

Als Beispiel nannte Ruiz den Secret Service, dessen Bewerbungsverfahren 18 Monate dauern kann. Er schlug vor, dass Arbeitgeber Hintergrundüberprüfungen, Interviews und Papierkram bereits im letzten Dienstjahr eines Marines beginnen sollten, auch während eines Einsatzes. Dies würde die "Zwischenzeit, in der die Gehaltsschecks ausbleiben, die medizinische Versorgung teuer wird und das Leben zuschlägt", verkürzen, so Ruiz. Der Secret Service versucht bereits, seinen Einstellungsprozess zu verkürzen, indem er qualifizierende Ereignisse wie Lügendetektortests und verschiedene Prüfungen für Bewerber verdichtet und den Prozess in einigen Fällen um sechs Monate verkürzt.

Potenzielle Partnerschaften und Karrierestabilität

Ruiz brachte auch die Idee formeller Partnerschaften zwischen dem Marine Corps und Unternehmen des Privatsektors, einschließlich großer Technologieunternehmen, ins Spiel. Solche Partnerschaften könnten bereits bei der Rekrutierung beginnen und ausgewählten Marines nach Abschluss ihrer Dienstzeit eine Arbeitsplatzgarantie bieten, sofern sie vereinbarte Kriterien erfüllen.

Diese frühen Kooperationen könnten Rekruten und ihren Familien größere Karrierestabilität und mehr Vorhersehbarkeit bieten. Viele Rekruten planen bereits, ein oder zwei Touren zu absolvieren und ihren Dienst als wichtiges Sprungbrett für ihre zivile Karriere zu nutzen. Auch Branchen wie der Schiffbau, die mit Personalmangel kämpfen, könnten von einer direkteren Pipeline profitieren. Ruiz betonte: "Es ist nicht gut genug. Es dauert zu lange, und wir können besser sein."

Attraktive Boni zur Bindung von Fachkräften

Parallel zu den Bemühungen um den Übergang ins Zivilleben setzt das Marine Corps auf Anreize, um qualifizierte Marines im Dienst zu halten. Für das Fiskaljahr 2027 werden erhebliche Retention-Boni angeboten, die in einigen Fällen 60.000 US-Dollar überschreiten können.

Diese Boni zielen darauf ab, hochqualifizierte Marines in kritischen und technologieintensiven Bereichen zu halten oder sie für diese umzuschulen. Dazu gehören:

  • Cyber-Kriegsführung
  • Drohnen-Operationen und -Wartung (z.B. MQ-9 Reaper Drohnenmechaniker, Drohnentechniker)
  • Nachrichtendienstliche Tätigkeiten (z.B. Counterintelligence/Human Intelligence Spezialisten, Kriminalermittler)
  • Spezialoperationen (z.B. Marine Raider)
  • Spezialisten für Einflussoperationen
  • Niedrigflughöhen-Luftverteidigungsschützen

Spezifische Anreize für Schlüsselpositionen

Marines, die sich für einen Wechsel in aufstrebende Felder entscheiden, können bis zu 50.000 US-Dollar erhalten. Für einen siebenjährigen Wiedereintritt in bestimmte Positionen sind die höchsten Boni vorgesehen. Beispielsweise können Lance Corporals, die Cyber-Operatoren werden, bis zu 53.500 US-Dollar erhalten, während Sergeants und höhere Ränge 57.750 US-Dollar erhalten können.

Spezialisten für Einflussoperationen können als Corporal 64.000 US-Dollar und als Sergeant oder höher 65.000 US-Dollar verdienen. Auch für traditionelle Rollen wie Infanterie, Flugzeugwartung und Flugsicherung gibt es kleinere Boni, die je nach Wiedereinstellungsdauer zwischen 5.000 und 30.000 US-Dollar liegen. Infanterie-Marines erhalten beispielsweise 7.000 US-Dollar für eine zweijährige und bis zu 30.000 US-Dollar für eine dreijährige Wiedereinstellung.

Die Boni werden ausgezahlt, nachdem die Marines ihre neue primäre MOS-Ausbildung (Military Occupational Specialty) abgeschlossen haben. Diese Programme unterstreichen die Priorität des Marine Corps, "die besten und talentiertesten Marines zu halten", wie es in einem Memo heißt.

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