Massiver Stromausfall in San Francisco: 130.000 Kunden betroffen

Massiver Stromausfall in San Francisco: 130.000 Kunden betroffen

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Am 20. Dezember 2025 wurde San Francisco von einem massiven Stromausfall heimgesucht, der über 130.000 PG&E-Kunden betraf und fast ein Drittel der Stadt ohne Elektrizität ließ. Die weitreichenden Störungen beeinträchtigten den Alltag, den öffentlichen Nahverkehr und zahlreiche Geschäfte kurz vor den Weihnachtsfeiertagen.

Umfassender Stromausfall legt San Francisco lahm

Der großflächige Stromausfall begann am Samstag, den 20. Dezember 2025, gegen 9:40 Uhr morgens und breitete sich schnell aus. Laut der Website von PG&E waren kurz vor 15 Uhr etwa 30 % der Stadt ohne Strom. Betroffen waren zahlreiche Stadtteile, darunter The Presidio, Seacliff, Outer und Inner Richmond, Golden Gate Park, The Panhandle, Inner und Outer Sunset, Teile von West of Twin Peaks sowie Bereiche der Western Addition und Downtown.

Insgesamt waren am späten Samstagnachmittag mehr als 130.000 Kunden von PG&E ohne Versorgung. Dies machte den Vorfall zu einem der größten Stromausfälle, die San Francisco in den letzten Jahren erlebt hat. Die Störung führte zu weitreichenden Beeinträchtigungen im gesamten Stadtgebiet.

Brand in Umspannwerk als möglicher Faktor

Gegen 15:15 Uhr meldete das San Francisco Fire Department (SFFD) einen Ein-Alarm-Brand in einem PG&E-Umspannwerk an der 8th und Mission Street. Die Feuerwehrleute arbeiteten daran, die Stromversorgung abzuschalten und den Brand mit Kohlenstoffdioxid zu löschen. Der Brand war bis 16:24 Uhr unter Kontrolle.

SFFD Lt. Mariano Elias äußerte, dass der Brand ein "beitragender Faktor" zu den Stromausfällen gewesen sei, die genaue und vollständige Ursache des Ausfalls ist jedoch weiterhin unbekannt. PG&E hat sich bisher nicht zur genauen Ursache geäußert. Das Unternehmen teilte mit, dass es keine Verletzungen gegeben habe.

Weitreichende Auswirkungen auf Verkehr und Alltag

Der Stromausfall führte zu erheblichen Störungen im gesamten Stadtgebiet. Die Powell Street und Civic Center Stationen des BART-Systems wurden geschlossen, wobei die Powell Street später wiedereröffnet wurde. Auch die Züge von Muni konnten aufgrund des Ausfalls nicht in die Muni Metro und Central Subway einfahren, der Dienst wurde jedoch später wiederhergestellt. BART meldete zudem 10-minütige Verspätungen in San Francisco.

Das San Francisco Department of Emergency Management warnte, dass Ampeln möglicherweise nicht funktionierten, und forderte Autofahrer auf, Kreuzungen als Vier-Wege-Stopps zu behandeln. Waymo, der Anbieter von Ride-Hailing-Diensten, stellte seine Dienste in der Stadt vorübergehend ein. Bürgermeister Daniel Lurie rief die Bewohner dazu auf, zu Hause zu bleiben, wenn nicht unbedingt notwendig, und betonte die erhöhte Präsenz von Beamten an Kreuzungen und Korridoren zur Gewährleistung der Sicherheit.

Soziale Medien und lokale Medienberichte zeigten weit verbreitete Störungen, darunter die Schließung zahlreicher Restaurants und Geschäfte, dunkle Straßenlaternen und nicht funktionierende Ampeln. Auch Weihnachtsdekorationen in mehreren Stadtteilen blieben unbeleuchtet.

Wiederherstellung der Versorgung und aktuelle Lage

PG&E berichtete, dass bis 21 Uhr etwa 90.000 Kunden wieder mit Strom versorgt waren. Die verbleibenden 40.000 Kunden konnten erwarten, dass die Stromversorgung über Nacht wiederhergestellt wird. Laut dem Stromausfall-Tracker PowerOutage.us waren am Samstagabend um 21:50 Uhr Ortszeit noch fast 39.000 Kunden ohne Strom.

PG&E erklärte, dass das Netz stabilisiert sei und keine weiteren Ausfälle zu erwarten seien. Das San Francisco Department of Emergency Management riet den Bewohnern zudem, während des Stromausfalls Haushaltsvorsichtsmaßnahmen zu treffen, wie das Schließen von Kühlschranktüren, um das Verderben von Lebensmitteln zu verhindern.

Wetterbedingungen und Weihnachtszeit

Der großflächige Ausfall ereignete sich an einem regnerischen Samstag inmitten der geschäftigen Vorweihnachtszeit. Wetterbehörden erwarteten, dass der "Pineapple Express"-Sturm, der San Francisco am Samstag traf, sich in Richtung Los Angeles bewegen würde, mit einer 80%igen Wahrscheinlichkeit für über 2 Zoll Regen in Downtown Los Angeles bis Weihnachten. Die Kombination aus schlechtem Wetter und der bevorstehenden Weihnachtszeit erhöhte die Herausforderungen für die betroffenen Bewohner und die Einsatzkräfte.

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