
Mattel erweitert Barbie-Linie um autistische Puppe für mehr Inklusion
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Mattel Inc. hat eine autistische Barbie als neuestes Mitglied seiner vielfältigen Puppenkollektion vorgestellt. Diese Erweiterung der Fashionistas-Linie, die bereits Barbies mit Down-Syndrom, eine blinde Barbie sowie Barbie- und Ken-Puppen mit Vitiligo umfasst, unterstreicht das Engagement des Spielzeugherstellers für mehr Inklusion und Repräsentation.
Mattel erweitert Vielfalt der Barbie-Linie
Die Einführung der autistischen Barbie ist Teil von Mattels fortlaufender Strategie, seine Modepuppen inklusiver zu gestalten. Ziel ist es, die Welt, die Kinder sehen, und die Möglichkeiten, die sie sich vorstellen, widerzuspiegeln. Jamie Cygielman, Global Head of Dolls bei Mattel, betonte, dass man stolz sei, die erste autistische Barbie als Teil dieser Arbeit einzuführen.
Die Fashionistas-Linie wurde bereits 2023 um eine Puppe mit Down-Syndrom und im letzten Sommer um eine Barbie, die eine Person mit Typ-1-Diabetes repräsentiert, erweitert. Zudem gehören eine Barbie und ein Ken mit Beinprothese sowie eine Barbie mit Hörgeräten zur Kollektion, die auch verschiedene Körpertypen, Haarfarben und Hauttöne umfasst.
Entwicklung in Zusammenarbeit mit Experten
Mattel entwickelte die autistische Puppe über einen Zeitraum von mehr als 18 Monaten in enger Zusammenarbeit mit dem Autistic Self Advocacy Network (ASAN). Diese gemeinnützige Organisation setzt sich für die Rechte und eine bessere mediale Darstellung von Menschen mit Autismus ein. Das Ziel war es, eine Barbie zu schaffen, die einige der Wege widerspiegelt, wie autistische Menschen die Welt erleben und verarbeiten.
Noor Pervez, Community Engagement Manager des Autistic Self Advocacy Network, der eng am Prototyp der Barbie mitarbeitete, hob hervor, dass Autismus ein breites Spektrum an Verhaltensweisen und Schwierigkeiten umfasst, die im Grad stark variieren und oft nicht sofort sichtbar sind. Er betonte: „Autismus sieht nicht auf eine bestimmte Weise aus, aber wir können versuchen, einige der Ausdrucksformen von Autismus zu zeigen.“
Besondere Merkmale der neuen Barbie
Die neue Barbie wurde mit spezifischen Merkmalen entworfen, um Aspekte des autistischen Erlebens darzustellen. Ihre Augen sind leicht zur Seite gerichtet, um zu symbolisieren, dass manche Menschen mit Autismus direkten Blickkontakt meiden. Die Puppe verfügt zudem über bewegliche Ellbogen und Handgelenke, um "Stimming" – Handflattern und andere Gesten, die einige autistische Menschen zur Verarbeitung sensorischer Informationen oder zum Ausdruck von Aufregung nutzen – zu ermöglichen.
Bei der Kleidung entschied sich das Entwicklungsteam für ein A-Linien-Kleid mit kurzen Ärmeln und einem fließenden Rock, der weniger Stoff-Haut-Kontakt bietet. Dies berücksichtigt die sensorische Empfindlichkeit einiger autistischer Menschen gegenüber Stoffnähten. Die Puppe trägt außerdem flache Schuhe, um Stabilität und Bewegungsfreiheit zu fördern. Jede Puppe wird mit einem pinken Finger-Clip-Fidget-Spinner, geräuschunterdrückenden Kopfhörern und einem pinken Tablet geliefert, das Kommunikationshilfen nachempfunden ist, die von manchen autistischen Menschen genutzt werden.
Die Gestaltung der Puppe wurde zudem von Mattel-Mitarbeitern in Indien und Moodboards inspiriert, die eine Reihe von Frauen mit indischem Hintergrund widerspiegeln. Pervez betonte die Wichtigkeit, ein Segment der autistischen Gemeinschaft zu repräsentieren, das oft unterrepräsentiert ist.
Preis und Verfügbarkeit
Die autistische Barbie ist voraussichtlich ab Montag im Online-Shop von Mattel und in Target-Filialen zum empfohlenen Einzelhandelspreis von 11,87 US-Dollar erhältlich. Walmart-Filialen sollen die neue Barbie ab März führen.
Hintergrund: Autismus-Prävalenz in den USA
Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) berichteten im vergangenen Jahr, dass die geschätzte Prävalenz von Autismus bei 8-jährigen Kindern in den USA bei 1 von 31 lag. Die Schätzung des CDC's Autism and Developmental Disabilities Monitoring Network zeigte, dass schwarze, hispanische, asiatische und pazifische Inselkinder in den USA häufiger eine Diagnose erhielten als weiße Kinder. Die Prävalenz war bei Jungen mehr als dreimal höher als bei Mädchen.