McKinsey CFO: KI-Investitionen entscheidend in unsicheren Zeiten 2025/2026

McKinsey CFO: KI-Investitionen entscheidend in unsicheren Zeiten 2025/2026

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Finanzchefs weltweit navigieren weiterhin durch ein Umfeld erheblicher Unsicherheit, geprägt von wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen. In dieser komplexen Lage rückt die strategische Bedeutung von Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend in den Fokus, da sie als entscheidender Faktor für Resilienz und zukünftiges Wachstum betrachtet werden.

CFOs im Spannungsfeld der Unsicherheit

Yuval Atsmon, CFO von McKinsey, beschreibt die aktuelle Stimmung unter Finanzchefs als eine "gewisse Müdigkeit von der Unsicherheit". Besonders nach dem sogenannten "Liberation Day" von Präsident Donald Trump im Jahr 2025 sei eine erhebliche Unsicherheit bezüglich der Wirtschafts- und Geopolitik der neuen Regierung entstanden. Atsmon betont, dass Inaktivität in solchen Zeiten das Schlimmste sei.

Er rät dazu, sich auf kontrollierbare Faktoren zu konzentrieren, um Resilienz aufzubauen. Dazu gehören die Verbesserung der Liquidität und der operativen Effizienz, die Überprüfung von Kosten sowie die Identifizierung essenzieller Investitionen. Trotz des Drangs zu defensiven Maßnahmen sei es wichtig, langfristige Strategien zu überprüfen und Wettbewerbsvorteile zu nutzen.

Künstliche Intelligenz: Eine Investition, die nicht warten kann

Atsmon spricht sich klar gegen eine Unterbrechung von KI-Investitionen aus, da viele Entscheidungen noch aus Trägheit und nicht aus strategischen Überlegungen getroffen würden. Er hebt hervor, dass ein Großteil der Ressourcenallokation im Jahr 2025 über die Technologieabteilung eines Unternehmens erfolge, was eine Abkehr von den letzten 100 Jahren darstelle.

Bei McKinsey wird KI bereits für bis zu 30 % der Aufgaben eingesetzt, etwa für schnellere Recherchen und bessere Zusammenfassungen. Eine vollständige strategische Analyse sei jedoch noch nicht möglich, und die Implementierungszeiträume variieren stark zwischen den Unternehmen. Neue McKinsey-Forschung prognostiziert tiefgreifende Veränderungen in der Arbeitsweise bis 2030, die eine Neugestaltung der Wertschöpfung erfordern.

Für Finanzchefs ist Neugierde auf Technologie nützlich, doch ihre Kernaufgabe besteht darin, die Organisation zu befähigen, im richtigen Tempo zu reagieren. Dies bedeutet, weder zu schnell vorzugehen und finanzielle Belastungen zu erzeugen, noch zu langsam zu sein und die Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden. Atsmon empfiehlt, 80 % der KI-Anstrengungen auf Produktivität für Wachstum und 20 % auf Effizienz zu konzentrieren, wobei die größte Chance in der besseren Nutzung der Arbeitszeit und nicht im Personalabbau liege.

Globale Wirtschaft: KI als Wachstumstreiber trotz Risiken

Laut dem Wirtschaftsbericht "Global Economic Outlook Q1 2026: AI Tailwinds Boost Otherwise Weak Growth" von S&P Global Ratings hält sich das globale Wachstum bis ins Jahr 2026 besser als erwartet. Dies wird maßgeblich durch KI-gestützte Investitionen und Exporte unterstützt, auch wenn die zugrunde liegende Nachfrage relativ schwach bleibt. Die Prognosen wurden in vielen Ländern nach oben korrigiert.

Dennoch bleiben wichtige Bedrohungen für den Ausblick bestehen. Dazu zählen politische Unsicherheit, angespannte Arbeitsmärkte, hohe Anleiherenditen und das Risiko, dass KI die Erwartungen an die Gewinne nicht erfüllt.

M&A-Aktivitäten und Führungskräftewechsel

Der aktuelle KPMG-Bericht "M&A trends in financial services" für das dritte Quartal 2025 zeigt, dass die Dynamik des Vorquartals, angetrieben durch regulatorischen Rückbau und Private-Equity-Interesse, anhielt. Gleichzeitig stellten Inflation, Bedenken hinsichtlich der Kreditqualität, Unsicherheit in der Handelspolitik und geopolitische Spannungen erhebliche Herausforderungen dar, die geschicktes Navigieren erforderten.

Im Bereich der Führungskräfte gab es ebenfalls wichtige Personalien:

  • Jennifer DiRico wurde mit Wirkung zum 1. Januar zur EVP und CFO von PTC (Nasdaq: PTC) ernannt. Sie folgt auf Kristian Talvitie, der bis zum 31. Dezember als CFO tätig sein wird. DiRico war zuvor CFO von Commvault und hatte Führungspositionen bei Toast inne.
  • David Hastings wurde mit Wirkung zum 6. Januar zum CFO von Trevi Therapeutics, Inc. (Nasdaq: TRVI) bestellt. Er bringt über 25 Jahre Erfahrung in der Finanzführung mit und war zuletzt von Juni 2018 bis März 2025 CFO bei Arbutus.

Amit Walia, CEO von Informatica, einem Salesforce-Unternehmen, kommentierte in einem Fortune-Meinungsartikel die 8-Milliarden-Dollar-Akquisition von Informatica durch Salesforce. Er schrieb: "Ersetzen Sie Glück durch gutes Timing, und die Antwort ist ein klares 'Ja!'" Dies unterstreicht die Bedeutung des richtigen Zeitpunkts für strategische Unternehmensentscheidungen.

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