
Medienkonzern Disney: Jimmy Kimmel erneut im Kreuzfeuer der Trumps
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Der US-Medienkonzern Disney und sein Sender ABC stehen erneut unter Druck, nachdem der ehemalige Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump die Entlassung von Late-Night-Host Jimmy Kimmel fordern. Auslöser ist ein Witz Kimmels über Melania Trump, den die Trumps als Aufruf zur Gewalt interpretieren. Diese Entwicklung stellt eine frühe Herausforderung für den neuen Disney CEO Josh D'Amaro dar.
Erneute Forderungen nach Kimmels Absetzung
Präsident Donald Trump hat diese Woche erneut Forderungen an den Disney-eigenen Sender ABC gerichtet, den Komiker Jimmy Kimmel aus dem Programm zu nehmen. Dies ist ein weiterer Test für das Late-Night-Fernsehen während der zweiten Amtszeit des republikanischen Präsidenten.
Es ist nicht das erste Mal, dass Kimmel wegen eines Show-Monologs in die Kritik geraten ist. Seine Sendung wurde im September kurzzeitig ausgesetzt, nachdem Senderbesitzer gedroht hatten, das Programm zu stören, infolge von Kommentaren über die Tötung des konservativen Aktivisten Charlie Kirk.
Die erneuten Herausforderungen fallen nun in die Zuständigkeit des frisch installierten Disney CEO Josh D'Amaro, der letzten Monat das Ruder übernommen hat. Ein Schild vor dem El Capitan Entertainment Centre in Hollywood zeigte am 23. September 2025 die Rückkehr der "Jimmy Kimmel Live!"-Show ins ABC-Programm.
Der umstrittene Kommentar und die Reaktionen
Trump und First Lady Melania Trump forderten ABC auf, den Late-Night-Moderator zu entlassen, nachdem dieser Melania Trump in einem Comedy-Sketch letzte Woche als "erwartungsvolle Witwe" bezeichnet hatte. Dies geschah Tage vor einem angeblichen Attentatsversuch beim White House Correspondents' Dinner.
Melania Trump äußerte sich auf X und nannte Kimmels Kommentare "hasserfüllte und gewalttätige Rhetorik", die "unser Land spalten sollte". Sie bezeichnete die Äußerungen als "ätzend" und "nicht komisch" und forderte die ABC-Führung auf, einzugreifen und das "abscheuliche Verhalten" zu stoppen.
Kurz darauf postete Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, Kimmels Kommentare kämen einem "Aufruf zur Gewalt" gleich und seien "weit jenseits des Erträglichen". Er schrieb: "Wow, Jimmy Kimmel, der in keiner Weise lustig ist, wie seine schrecklichen Fernsehquoten belegen, machte eine Aussage in seiner Show, die wirklich schockierend ist." Trump forderte: "Jimmy Kimmel sollte sofort von Disney und ABC gefeuert werden."
Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, schrieb am Dienstag auf X, Kimmel sollte "gemieden" werden, weil er "diesen Witz noch einmal bekräftigt hat, anstatt das Anständige zu tun und sich zu entschuldigen."
Kimmels Verteidigung und frühere Kontroversen
In einem späteren Monolog am Montagabend nahm Kimmel Stellung zu den Vorwürfen. Er erklärte, die Bemerkung sei "ein Witz über ihren Altersunterschied" gewesen. Er fügte hinzu, es sei "kein, bei weitem nicht, Aufruf zu einem Attentat. Und das wissen sie."
Kimmel verteidigte den Witz als "sehr leichten Roast-Witz" und betonte, dass er Gewalt ablehne. Er äußerte sich besorgt über die Anwesenden während des Vorfalls beim White House Correspondents' Dinner und bekräftigte seine konsequente Haltung gegen Waffengewalt.
Die Episode hat auch die Aufmerksamkeit auf eine frühere Kontroverse im September gelenkt. Damals wurde Kimmel kurzzeitig aus dem Programm genommen, nachdem er Kommentare zu einer Schießerei im Zusammenhang mit dem konservativen Influencer Charlie Kirk gemacht hatte. Seine Show kehrte innerhalb einer Woche zurück.
Implikationen für Disney und ABC
Die wiederholten Forderungen nach Kimmels Absetzung stellen eine anhaltende Herausforderung für den Medienkonzern Disney und seinen Sender ABC dar. Insbesondere für den neuen CEO Josh D'Amaro, der erst im letzten Monat die Führung bei Disney übernommen hat, ist dies eine frühe Bewährungsprobe.
Vertreter von Disney reagierten nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme. Die Situation unterstreicht den Druck, dem große Medienunternehmen ausgesetzt sind, wenn ihre Talente in politische Kontroversen verwickelt werden.